Ausserrhoder Strafvollzug vorbildlich
07.06.2012Im Ausserrhoder Strafvollzug wird sehr gut gearbeitet. Dies bestätigt der Bericht der Delegation der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF), die im Mai 2011 die Strafanstalt Gmünden und das Ausserrhoder Kantonsgefängnis besucht hat.
Im Strafvollzug von Appenzell Ausserrhoden wird sehr gute und professionelle Arbeit geleistet. Dies bestätigt der Bericht der Delegation der NKVF, die im Mai 2011 die Strafanstalt Gmünden sowie das Kantonale Gefängnis Niederteufen besuchte. Die Delegation überprüfte unter anderem die Einhaltung der Verfahrensrechte sowie die korrekte, menschenwürdige Behandlung durch Behörden und Personal während des Aufenthaltes in Untersuchungshaft, im Strafvollzug und beim Vollzug von ausländerrechtlicher Haft. Weiter nahm sie eine Qualitätskontrolle in Bezug auf die Gestaltung der verschiedenen Haftregimes vor und überprüfte die Organisation und internen Prozesse in heiklen Bereichen.
Atmosphäre entspannt und freundlich
Die Kommission hat nun die Ausserrhoder Institutionen als gut geführt, qualitätsbewusst und modern bewertet. Die gesamte Anlage mache einen freundlichen und gepflegten Eindruck; der moderne Neubau des Gefängnisses ist aus Sicht der Kommission vorbildlich. Empfehlungen wurden aber bezüglich der nötigen Renovationen der Nasszellen sowie einiger Zimmer in der Strafanstalt geäussert. Die Delegation erhielt auch keinerlei Hinweise, dass in den Institutionen Misshandlungen oder erniedrigende Behandlungen vorkommen. Die Atmosphäre unter den Insassen sowie zwischen den Insassen und dem Personal sei entspannt und freundlich. Auch mache das gesamte Personal einen guten, professionellen, seriösen, gepflegten und ausgeglichenen Eindruck.
Weiter stellt die Kommission zufrieden fest, dass die Hausordnung des Kantonsgefängnisses in die meist gesprochenen Fremdsprachen übersetzt wurde. Sie empfiehlt aber, die übersetzten Versionen auch den ausländischen Insassen in der Strafanstalt Gmünden zugänglich zu machen.
Gute Arbeit - auch in Zukunft
Gutes ist auch dem Jahresbericht zu entnehmen: Das Qualitätsmanagement nach ISO 9001 ist eingeführt und für den Zertifizierungsaudit bereit. Auch war 2011 die Auftragslage in den Werkstätten trotz des schlechten Eurokurses ausgezeichnet. Und der Zukunft wird Beachtung geschenkt: Unter dem Titel „Perspektive Gmünden“ wird sich die Anstaltsleitung in den nächsten Monaten mit der Entwicklung des offenen Strafvollzugs und dessen Bedeutung für die Strafanstalt Gmünden auseinandersetzen.
Die Kapazitätsgrenzen wurden im vergangenen Berichtsjahr erreicht. Die Auslastung der Strafanstalt Gmünden im offenen Strafvollzug lag im Berichtsjahr mit 97,4 % nochmals über 3 % höher als im vorhergehenden Jahr.
Bericht der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF)Öffnet Link in neuem Fenster
Jahresbericht Strafanstalt GmündenDownload und öffnen von Jahresbericht_2011_Endversion.pdf

