Appenzell Ausserrhoden

Beiträge aus dem Kulturfonds und Obacht Kultur im Netz

11.05.2012

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat die Frühlingstranche an Fördergesuchen um Beiträge aus dem Kulturfonds behandelt. Er ist dabei den Empfehlungen des Kulturrates gefolgt und hat sieben Projekten eine Summe von 150’000 Franken gewährt. Nähere Informationen dazu finden sich in Obacht Kultur Nr. 12, das neu unter www.obacht.ch mit einer online Version die Möglichkeiten der Beiträge erweitert.

Gestickte Gedanken, markante Ingenieurbauwerke, umfassende Tanzpläne und vermittelte Singerfahrungen: Die Förderung des kulturellen Lebens in Appenzell Ausserrhoden umfasst alle Sparten, überrascht mit fantasievollen Umsetzungen und ist längerfristig angedacht. Das Museum im Lagerhaus in St. Gallen würdigt mit einer umfassenden Retrospektive und einer Publikation die Arbeit des in Trogen lebenden Ausserrhoder Künstlers Ficht Tanner. Die Ausstellung ist bis Anfangs Juli zu sehen. Eine zweite, von Jürg Conzett kuratierte und den Ingenieurbauwerken gewidmete Ausstellung, wird von Ende August bis Oktober im Kubel gezeigt. Die Ausstellung war an der Architekturbiennale in Venedig zu sehen und wird durch einen eigenständigen neu zu erschaffenden Teil mit spezifisch ostsschweizerischem Fokus ergänzt. Die Förderung des Singens und der Jugendkultur bildet einen Schwerpunkt der kantonalen Kulturförderung. Folgerichtig wird auch das 4. Schweizer Kinder- & Jugendchorfestival, das im Mai 2013 in St.Gallen stattfinden wird, mit einem Beitrag unterstützt. Und das vom Musikrat initiierte Projekt der Ostschweizer Störsänger soll nach einer ersten Pilotphase breit eingeführt werden, es schafft Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen lustvollen Zugang zum Gesang. Mit der ersten Tournee im Jahr 2010 des ebenfalls überregionalen Pilotprojekts TanzPlan Ost ist es gelungen, dem zeitgenössischen Tanz ein Gesicht zu geben und zu mehr Präsenz zu verhelfen. Das Konzept hat sich bewährt und die ig-tanz ostschweiz hat sich als ideale und kompetente Veranstalterin bewiesen. Überzeugt von der Nachhaltigkeit und der Bedeutung dieses Projekts wird es für vier weitere Jahre gefördert. Weitere Unterstützungsbeiträge wurden für die Herausgabe des Kulturkonzepts 2012 und für kleine öffentliche kulturvermittelnde Aktionen gesprochen.

Zudem hat der Regierungsrat von den Entscheiden Kenntnis genommen, die das Departement Inneres und Kultur zwischen Mitte Oktober 2011 und Mitte Februar 2012 in eigener Kompetenz gefällt hat. Von den behandelten 52 Gesuchen wurden 36 Projekten eine Unterstützung in der Höhe von insgesamt gegen 74’000 Franken gewährt. 

Die detaillierte Liste als auch nähere Angaben zu den vom Kulturrat und Regierungsrat behandelten Projekten sind im neuen OBACHT KULTUR nachzulesen, das in diesen Tage den Abonnentinnen und Abonnenten zugeschickt wird und das die Wahrnehmung für die echten und die metaphorischen Brücken schärft. Ganz im Sinne eines Brückenschlags zur Internetgeneration geht OBACHT KULTUR, vier Jahre nach seinem erstmaligen Erscheinen, online und erweitert mit einer Webversion die Möglichkeiten der Beiträge für Töne, bewegte Bilder, ergänzende Texte sowie den Dialog mit den Leserinnen und Lesern. Teil dieser Erneuerung ist auch ein Nachschlagewerk. Näheres siehe www.obacht.ch

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