Appenzell Ausserrhoden

Arbeit und Bildung in Appenzell Ausserrhoden

Dank vielfältiger Wirtschaftsstruktur ist das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen und an Lehrstellen in Industrie, Gewerbe und im Dienstleistungsbereich sehr breit. Neben einigen Grossunternehmen gibt es zahlreiche Klein- und Mittelbetriebe, in denen gut ausgebildete Berufsleute ebenso gefragt sind wie Hochschulabsolventen. Gut ausgebaut ist das schulische Bildungsangebot, das vom Kindergartenüber die Volksschule bis zur Kantonsschule reicht.

Grossbetriebe und viele KMU

Die Wirtschaftsstruktur in Appenzell Ausserrhoden hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Dominierten früher Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Textilindustrie, präsentiert sich das Arbeitsplatzangebot heute breit gefächert, sowohl was die Branchen als auch die geforderten beruflichen Qualifikationen betrifft. Neben einigen wenigen Grossbetrieben mit mehreren hundert Beschäftigten sind es vor allen die KMU, welche den Grossteil der Arbeitsplätze bieten. Die wirtschaftliche Entwicklung ist in den letzten Jahren erfreulich verlaufen. Die ansässigen Betriebe haben ihre Umsätze steigern können. Zudem haben sich vermehrt neue Betriebe und Firmen angesiedelt; zuletzt auch dank der nur sechsprozentigen Besteuerung von Unternehmensgewinnen, was Appenzell Ausserrhoden in dieser Kategorie in die europäische Spitze bringt. Die erfreuliche Breite der im Kanton ansässigen Branchen macht die Ausserrhoder Wirtschaft insgesamt weniger anfällig für konjunkturelle Schwankungen. Diese Stabilität zeigt sich auch darin, dass die Arbeitslosenzahlen in Appenzell Ausserrhoden im gesamtschweizerischen Vergleich stets deutlich tiefer liegen.

Eine Vielzahl von Branchen

Dem Dienstleistungsbereich werden mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze zugerechnet. Mit einem Anteil von etwa einem Drittel ist das Stellenangebot im gewerblich-industriellen Sektor ebenfalls gut; die in der Land- und Forstwirtschaft Beschäftigten machen noch acht Prozent aus. Mit rund 4000 Beschäftigten sind am meisten Personen im Gesundheits- und Sozialwesen tätig, gefolgt von der Baubranche mit gegen 1500 Arbeitsplätzen. Ebenfalls gut vertreten sind die Textilindustrie (u.a. AG Cilander, Herisau; Eschler AG, Bühler), die Elektroindustrie (u.a. Huber & Suhner AG, Metrohm AG, beide Herisau) sowie die Fabrikation
naturnaher Heilmittel (u.a. Hänseler AG, Herisau; Herbamed AG, Bühler). Auch im Detailhandel und im Erziehungssektor ist das Angebot an Arbeitsplätzen gut. Die Steuern sind nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiv.

Schulische Grundausbildung

Die Schulhäuser in Appenzell Ausserrhoden sind keine Massenbetriebe, sondern überschaubare und lebendige Bildungsstätten. In den Schulzimmern sind zeitgemässe Lernmethoden und eine moderne Lerninfrastruktur selbstverständlich. So ist z.B. naturkundliches Wissen noch draussen vor dem Schulhaus erleb- und erlernbar. Kreativ begabte Kinder werden durch ein gutes Umfeld gefördert. Zur Volksschule gehören Kindergarten, Primarschule und Sekundarstufe I. Der Besuch des Kindergartens
ist während mindestens einem Jahr obligatorisch; in allen Gemeinden besteht die Möglichkeit zum zweijährigen Kindergartenbesuch. Spätestens im Alter von sieben Jahren beginnt die sechsjährige Primarschulzeit. Im Anschluss daran sind zwei Jahre Sekundarstufe Pflicht. Nach dem achten Schuljahr besteht die Möglichkeit zum Übertritt in die Kantonsschule, eine Berufslehre zu beginnen oder ein weiteres Jahr in der Sekundarstufe I zu absolvieren.

Kindergärten und Primarschulen gibt es in allen Gemeinden, teilweise als Lehrklassenschulen. Auf der Sekundarstufe I werden vereinzelt gemeindeübergreifende
Klassen geführt. Daneben bestehen auch Netzwerke zur ausserschulischen Kinderbetreuung. Tagesstrukturen und Blockzeiten an den öffentlichen Schulen ermöglichen ein Nebeneinander von Erwerbs- und Familienarbeit.

Kantonsschule und Berufsbildungszentrum

Wird nach der Grundausbildung eine weiterführende Schulbildung angestrebt, besuchen viele Schülerinnen und Schüler die Kantonsschule in Trogen. Deren Bildungsangebot reicht vom freiwilligen 10. Schuljahr über die Berufsfachschule Wirtschaft und die Fachmittelschule
bis zum Gymnasium. Die Kantonsschule in Trogen ist mit ihren 800 Studierenden eine überschaubare Institution. Der Grossteil der Schülerinnen und Schüler absolviert eine gymnasiale Ausbildung, die nach vier Jahren mit der Matura abgeschlossen wird.

Das Angebot im Berufsbildungszentrum in Herisau umfasst die Grundausbildung in gewerblich-industriellen und in kaufmännischen Berufen, in Berufen des Detailhandels und im Beruf Fachangestellte Gesundheit; dazu kommen noch die kaufmännische Berufsmaturität sowie die Weiter- und Erwachsenenbildung.

Klein, aber klug.

«Wenn ich Frau Landammann wäre, würde ich jedem Schulkind einen Laptop schenken.»

Bild Arbeit und Bildung Appenzell Ausserrhoden

Nadine, 10 Jahre, im Klassenzimmer in Heiden

Weiterführende Informationen

www.ar.ch/ar-stellen
www.ar.ch/wirtschaft
www.kst.ch
www.berufsschule.ch
www.webar.ch

Dort in die Schule gehen, wo die Natur nicht nur im Heimatbuch vorkommt.