Appenzell Ausserrhoden

Erholung und Gesundheit in Appenzell Ausserrhoden

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden ist aufgrund seiner Landschaft, aber auch aufgrund seiner vielfältigen Kultur und Tradition ein idealer Raum, um die Freizeit zu geniessen und sich zu erholen. Ein reichhaltiges zeitgemässes Gesundheitsangebot ist ebenso vorhanden wie eine Heil- und Heimlandschaft, die auch den Kräften der Natur Platz lässt.

Ein Paradies für Wanderer

Der Kanton ist ein Wanderparadies mit unzähligen langen und kurzen Routen. Wer steile Aufstiege schätzt, findet diese im Alpstein. Wem das Unterwegssein in «Töbeln» und über «Höger» mehr zusagt, schätzt die voralpine Hügellandschaft. Wer auf dem über 700 Kilometer langen Wegnetz unterwegs ist, erlebt Einmaliges. Zahlreiche informative Themenwege vermitteln Ausserrhoder Eigenheiten: Der Witzwanderweg gibt Einblick in das Spezielle des Appenzeller Witzes, der Gesundheitsweg weist auf heilende Kräfte hin, der Robert-Walser-Pfad spricht literarisch Interessierte an. Wandern und Kultur verbindet auf besondere Weise die «Kulturspur Appenzellerland», die über 50 Kilometer quer durch den Kanton führt, vorbei an zahlreichen Kulturobjekten. Die Kulturspur ist Teil des gesamtschweizerischen Projekts Wanderland Schweiz.

Mit dem Nordic Fitness Park Appenzellerland verfügt die Region über ein schweizweit einzigartiges Angebot. Dieses besteht aus sieben Zentren, rund 350 Kilometern vernetzten und beschilderten Strecken, 17 darin eingebundenen Hotels, sechs Sportfachhändlern und mehr als 20 Instruktoren. Ein innovatives Tourismusprojekt von überregionaler Bedeutung ist auch das neue Reka-Feriendorf in Urnäsch, wo Familien mit Kindern Ferien in ländlicher  Umgebung verbringen können. Auf der Schwägalp vereint der Naturerlebnispark Tourismus, Forschung und Naturschutz. Dort bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für geführte Exkursionen und spannende Rahmenprogramme unter freiem Himmel.

Eine «Wertschaft» ist selten weit

Wie die Streusiedlung und die hügelige Landschaft gehören auch Gaststätten, Wertschafte», zu Appenzell Ausserrhoden. Deren Spektrum reicht von der einfachen  Nebetossewertschaft» oder der gemütlichen Dorfbeiz, wo eine einfache Speisekarte aufliegt, bis zum feinen Gourmetlokal, wo die Gäste kulinarisch aufs Allerbeste mit Haute Cuisine verwöhnt werden. Die Gaststätten haben eine grosse Bedeutung für das gesellschaftlich-soziale Leben im Dorf. Hier trifft man sich zum Schwatz, zum Jass, zum Politisieren oder ganz einfach zum geselligen Beisammensein im Kreise Gleichgesinnter. In «Appenzeller Sein und Bleiben» von Stefan Sonderegger heisst es dazu: «Der Appenzeller ist zwar ‹huuslig›, aber ebenso ‹wertshüslig›. Er will nämlich ausgehen und trotzdem im Land bleiben. Das eben bietet ihm nur das Wirtshaus.» Im Alpstein und über Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden verteilt ist die Zahl der traditionellen Bergwirtschaften ebenfalls gross; und weil sie kaum je mehr als eine Wegstunde auseinanderliegen, können Wanderer ohne viel Proviant unterwegs sein und müssen deswegen weder Durst noch Hunger leiden.

Gute medizinische Versorgung

Appenzell Ausserrhoden ist reich an Gesundheitsangeboten, sowohl was die Schulmedizin als auch alternative Heilmethoden betrifft: Spitäler, Kliniken, Heilbäder, Naturärzte, Zahnärzte, Therapien, Massagen, Homöopathie, natürliche Heilmittel, Kräuterkunde und gesunde Ernährung sind Stichworte dazu. Im kantonalen Spitalverbund sind die Akutspitäler Heiden und Herisau sowie das Psychiatrische Zentrum Appenzell Ausserrhoden vereint. Breite medizinische Kompetenzen in allen Häusern bieten eine ganzheitliche und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung. Die stationäre medizinische Grundversorgung in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie/Geburtshilfe wird von den kantonalen Spitälern in Herisau (90 Betten) und Heiden (60 Betten) sichergestellt. Für die kompetente Betreuung von Psychischkranken stehen im Psychiatrischen Zentrum Appenzell Ausserrhoden in Herisau insgesamt 162 Pflegeplätze zur Verfügung, die auch von den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Glarus genutzt werden.

Heime und freie Heiltätigkeit

Von der Bedeutung der vielfältigen Heimlandschaft im Kanton zeugen die rund drei Dutzend öffentlichen und privaten Alters- und Pflegeheime sowie ebenso viele Wohn- und Betreuungsheime, wo Menschen mit körperlichen und psychischen Problemen gut aufgehoben sind. Dazu kommen verschiedene Privatspitäler und -kliniken: Berit Klinik in Niederteufen, Augenklinik Scarpatetti in Teufen, Fachklinik für kardiale und psychosomatische Rehabilitation in Gais, Hirslanden/Klinik am Rosenberg in Heiden, Rheinburg-Klinik in Walzenhausen, Klinik Teufen für ambulante psychosomatische Rehabilitation sowie Paracelsus Klinik Lustmühle. Die alternative Heiltätigkeit ist durch die Kantonsverfassung garantiert und wird durch das Gesundheitsgesetz noch unterstrichen.
Die innovative Haltung gegenüber alternativer und komplementärer Medizin widerspiegelt sich auch in der hohen Zahl von über 300 im Kanton zugelassenen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern. Deren Praxen werden von der einheimischen Bevölkerung ebenso frequentiert wie von zahlreichen auswärtigen Besucherinnen und Besuchern. Schliesslich verfügt Appenzell Ausserrhoden über eine traditionell starke Naturheilmittelindustrie sowohl im Bereich der Herstellung als auch im Grosshandel.

Klein, aber wohlig.

«Wenn ich Landammann wäre, würde ich den FC Teufen in die Champions League führen.»

Bild Erholung und Geshundheit Appenzell Ausserrhoden

Gian Andri, 11 Jahre, auf einem der Sportplätze in Teufen

Weiterführende Informationen

www.appenzellerland.ch
www.appenzeller-wanderwege.ch
www.kulturspur-appenzellerland.ch
www.spitalverbund.ch
www.ar.ch/gesundheit

Auf der Kulturspur quer durch den Kanton wandern und zahlreiche Kulturobjekte bewundern.