Bauen & Wohnen
Ausgangslage
Das Angebot an zeitgemässem Wohnraum in Appenzell Ausserrhoden ist zu klein. Da der Kanton selten selbst als Bauherr auftreten kann, müssen Voraussetzungen für mehr private Investitionen in den Wohnungsbau geschaffen werden. Der Bau von bedarfsgerechten Wohnungen stellt einen Beitrag zum quantitativen und qualitativen Wachstum dar. Insbesondere für Familien ist zweckmässiger Wohnraum zu angemessenen Preisen bzw. Mieten zu schaffen.
Zielsetzung
Mit dem Projekt «Bauen & Wohnen» schafft Appenzell Ausserrhoden Voraussetzungen und Anreize für höhere Investitionen in den Wohnungsbau. Dadurch steigt die Wohnortattraktivität. Die Abwanderung wird gebremst, die Zuwanderung gefördert.
Massnahmen
Kanton und Gemeinden sorgen gemeinsam dafür, dass attraktive Lagen mit guter Verkehrsanbindung und hoher Wohnqualität gezielt bewirtschaftet werden.
Konkrete Schritte
- Strategisch wichtige Wohnzonen an attraktiven Lagen durch Kanton und Gemeinden ausscheiden
- Instrumente einer aktiven Bodenpolitik von Kanton und Gemeinden prüfen (gezielte Flächenbevorratung, Erwerb und Erschliessung strategisch wichtiger Parzellen); Kooperationen zwischen Kanton, Gemeinden, Stiftungen und Privaten unterstützen
- Gemeinden und Private unterstützen und beraten; Wohnbauareale und Projektentwicklung bereitstellen; Finanzierungs- und Marktfähigkeit von Projekten überprüfen; Nutzungskonzepte für brachliegende Objekte erarbeiten; Ortsbildschutzzonen verkleinern; Altbauten abbrechen und Neubauten realisieren; Gebäude analysieren und sanieren
- Verfahren im Baurecht vereinfachen und beschleunigen, Baureglemente der Gemeinden vereinheitlichen
- Räumlich angepasste Verdichtung von Dorfkernen und bestehenden Bauzonen fördern
- «Baulandhortung» mit verschiedenen Massnahmen entgegenwirken
- Unterschiedliche Wohnkonzepte und Qualität des Wohn- und Lebensraums fördern
- Gemeinsame Baugesuchsstatistik von Kanton und Gemeinden
- Strategischen Mietwohnungsbestand definieren
- Handlungsspielraum zur Entwicklung des Lebensraums ausserhalb der Bauzonen evaluieren; Standesinitiative für Streusiedlung unterstützen


