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Newsletter Amt für Umwelt 4 - 2017, Dezember 2017 (Volltext)

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser

In Appenzell Ausserrhoden sind aktuell zwei Deponien für Rückbaumaterialien und Aushub in Betrieb. Gemeinsam mit Appenzell Innerrhoden werden neue Standorte gesucht. Lesen Sie mehr zur Deponieplanung sowie zu weiteren Themen aus den Bereichen Gewässerschutz und Energie.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

1 Neuer Webauftritt

 

Wir freuen uns, Ihnen den neu gestalteten und aktualisierten Webauftritt des Amtes für Umwelt präsentieren zu können. Dieser ist nun übersichtlicher gegliedert und bietet allen Interessierten Informationen zu den vielfältigen Aufgabengebieten des Amtes. Gerne können Sie uns Verbesserungsvorschläge schicken, wir freuen uns über Lob und Kritik.

2 Deponieplanung im Appenzellerland

 

Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden müssen neue Deponiestandorte eruieren, denn derzeit gibt es in den beiden Kantonen nur wenige Deponien, die noch Material aufnehmen können. Durch die rege Bautätigkeit fallen aber auch künftig Rückbau- und Aushubmaterialien an, die deponiert werden müssen. Die Umweltämter beider Appenzell haben nun gemeinsam ein regional tätiges Ingenieurbüro mit der Findung geeigneter Deponiestandorte beauftragt.

Mit Inkrafttreten der neuen Abfallverordnung des Bundes im Jahr 2016 müssen die Kantone ihre Deponieplanung alle fünf Jahre überprüfen sowie neue Deponietypen ausscheiden. Die beiden Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innnerrhoden haben dies nun gemeinsam an die Hand genommen und den Deponiebedarf ermittelt. Derzeit gibt es im Appenzellerland nur noch wenige Deponien, die mittelfristig noch über Aufnahmekapazitäten für Rückbaumaterialien, die nicht vollständig wieder verwendet werden können und deshalb auf einer Deponie abgelagert werden müssen, und Aushub verfügen.

Hohe Anforderungen an neue Standorte

Die Umweltämter von Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden haben gemeinsam ein regional tätiges Ingenieurbüro mit der Findung geeigneter Deponiestandorte beauftragt. Die Standorte müssen unterschiedlichen Anforderungen genügen. Die Deponien müssen umweltverträglich realisiert und betrieben werden können. Natürliche Ressourcen wie Trinkwasser, Wald, Fruchtfolgeflächen sowie Natur und Landschaft sind zu schonen. Zudem müssen die Standorte ausserhalb des Siedlungsgebietes liegen und der nutzbare Deponieraum ein genügend grosses Volumen aufweisen.

Die Projektierung, Realisierung und der Betrieb von neuen Deponien wird in der Regel durch private Unternehmen erfolgen. Die potenziellen Deponiebetreiber wie auch die Standortgemeinden werden möglichst frühzeitig in das Planungsverfahren miteinbezogen. Die revidierte Deponieplanung ist für einen Zeithorizont von 20 Jahren ausgelegt. Nach der Genehmigung der Deponieplanung durch den Ausserrhoder Regierungsrat und die Innerrhoder Standeskommission werden die Deponiestandorte in die kantonalen Richtpläne übertragen.

Kontaktperson: Monika van den Broek, Tel. +41 71 353 65 32, monika.vandenbroek@ar.ch

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3 Biologische Untersuchung der Glatt - Wasserqualität deutlich besser!

 

Die Glatt erfüllt aufgrund der aktuellen Untersuchungen der Lebensgemeinschaften der Kieselalgen und der Wasserwirbellosen die ökologischen Ziele gemäss Eidg. Gewässerschutzverordnung. Auch der äussere Aspekt, d.h. unter anderem Verfärbungen und Schaum, verbesserten sich gemäss dieser Momentaufnahme im Vergleich zu früheren Untersuchungen – dank Einbau der PAK-Reinigungsstufe in Herisau.

Die Glatt wurde 2017 nach 1999, 2005 und 2011 wiederum biologisch untersucht. Die Untersuchung erfolgte durch ein privates Büro im Auftrag des Amtes für Wasser und Energie St. Gallen, des Abwasserverbandes Flawil-Degersheim-Gossau und des Amtes für Umwelt Appenzell Ausserrhoden. Im Untersuchungsgebiet der Glatt liegen zwei Kläranlagen – Herisau (ARA Bachwis) und Flawil (ARA Oberglatt). Ziel der Untersuchung war die Ermittlung des biologischen Zustandes der Glatt sowie das Aufzeigen von Veränderungen im Vergleich zu früheren Ergebnissen. Die BAFU Module Äusserer Aspekt, Kieselalgen und Zoobenthos (Wasserwirbellose) sowie Erhebungen des pflanzlichen Bewuchses der Gewässersohle wurden angewendet, um das Erreichen der ökologischen Ziele sowie die Anforderungen an die Wasserqualität gemäss Gewässerschutzverordnung (GSchV) zu beurteilen.

Im Vergleich zu früheren Untersuchungen verbesserte sich der gewässerökologische Zustand der Glatt bezüglich der untersuchten Parameter sowohl im Zeit- wie auch im Fliessverlauf. Eine Verbesserung des Parameters Schaum (Äusserer Aspekt) wurde festgestellt. Die Kieselalgen- sowie die Wasserwirbellosen-Lebensgemeinschaften erfüllten die ökologischen Ziele der GSchV. Auch die Anforderungen an die Wasserqualität waren bezüglich Bewuchs erfüllt.

Im Jahr 2001 wurde die Kläranlage Gossau aufgehoben und der ARA Oberglatt zugeleitet. Bei der ARA Bachwis, Herisau wurde 2015 eine zusätzliche PAK-Reinigungsstufe eingebaut. Im Jahr 2016 wurde die ARA Schwänberg in Herisau aufgehoben und an die ARA Bachwis angeschlossen. Als nächstes grosses Gewässerschutzprojekt ist der Ausbau der ARA Oberglatt in Flawil geplant. Gleichzeitig mit dem Ausbau und bis spätestens 2022 wird eine Stufe zur weitergehenden Elimination von Mikroverunreinigungen (PAK-Stufe) installiert, die eine weitere Verbesserung der Wasserqualität im Unterlauf der Glatt bewirken wird.

Wie die Glattuntersuchung 2017 aufzeigt, wirken sich die bis anhin getroffenen Massnahmen positiv auf die Lebensgemeinschaften sowie die Wasserqualität der Glatt aus. Zukünftige Massnahmen werden die ökologischen Funktionen der Glatt weiter verbessern.

Links:
• kantonale Webseite Fliessgewässer
• Modul-Stufen-Konzept Äusserer Aspekt
• Modul-Stufen-Konzept Kieselalgen
• Modul-Stufen-Konzept Makrozoobenthos

Kontaktperson: Anja Taddei, Tel. +41 71 353 65 69, anja.taddei@ar.ch

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4 Energiekonzept 2017-2025 genehmigt

 

Der Ausserrhoder Kantonsrat hat am 25. September 2017 das kantonale Energiekonzept 2017-2025 genehmigt. Dieses bildet den Rahmen für die energiepolitische Arbeit in den nächsten acht Jahren. Ziel ist, den Energie- und Stromverbrauch deutlich zu senken und die Stromproduktion aus eigenen erneuerbaren Energiequellen auszubauen.

Appenzell Ausserrhoden setzt auf Bewährtes, reagiert aber auch auf die veränderten Bedingungen in den Energiefragen. Denn Ausserrhodens Energie stammt heute im Wesentlichen aus nicht erneuerbaren, regional nicht verfügbaren Energiequellen. Mit dem Ziel, die Stromproduktion aus 'eigenen' erneuerbaren Energiequellen auszubauen, soll diesem Punkt entgegengewirkt werden. Ausserdem sieht das Energiekonzept eine deutliche Senkung des Pro-Kopf-Energie- und Pro-Kopf-Stromverbrauchs vor. So sollen ausserregionale Abhängigkeiten möglichst rasch gesenkt und eine sichere, unabhängigere, regionale und umweltschonende Energiezukunft gesichert werden.

Die Konzeptziele sollen einerseits mittels Vorschriften und finanziellen Anreizen erreicht werden. Unverzichtbar sind andererseits aber auch begleitende Massnahmen wie beispielsweise die Vorbildwirkung von Kanton und Gemeinden oder die Sensibilisierung der Bevölkerung für einen bewussten Umgang mit Energie. Appenzell Ausserrhoden kann die Ziele nur erreichen, wenn die Gemeinden, die Wirtschaft sowie die Bevölkerung das Energiekonzept 2017-2025 mittragen.

Weitere Informationen finden sich auf der kantonalen Webseite in der Rubrik Energiekonzept 2017-2025.

Kontaktperson: Manuela Fuchs, Tel. +41 71 353 65 37, manuela.fuchs@ar.ch

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5 Stabiler Stromverbrauch bei steigender Stromproduktion

 

Die 2016er Stromzahlen bestätigen die Trends der vergangenen Jahre: Während sich der Stromkonsum stabilisiert, nimmt die 'eigene' Stromproduktion weiter zu.

Der Ausserrhoder Stromverbrauch blieb gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Er hat sich seit 2011 bei rund 5'900 kWh pro Ausserrhoderin und Ausserrhoder eingependelt. Effizienzmassnahmen konnten den zusätzlichen Stromverbrauch durch die zunehmende Elektrifizierung (Wärmepumpenheizungen, Geräte, E-Mobilität) kompensieren.

Bei der Ausserrhoder Stromproduktion ist ein klarer Aufwärtstrend zu verzeichnen: Von 2011 bis 2016 stieg sie von knapp 15 auf gut 24 GWh pro Jahr (+70 %). Ausschlaggebend dafür ist in erster Linie die Solarstromproduktion, welche sich in dieser Zeit mehr als verzwölffacht hat.

Weitere Zahlen zum Stromverbrauch und zur Stromproduktion 2016 je Ausserrhoder Gemeinde sind auf der kantonalen Webseite in der Rubrik Energie- und Stromverbrauch zu finden.

Kontaktperson: Manuela Fuchs, Tel. +41 71 353 65 37, manuela.fuchs@ar.ch

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6 Rückblick Seminar für Wasserversorger

 

100 Interessierte aus den beiden Appenzell und zugewandten St.Galler Wasserversorgungen besuchten das Seminar Wasser 2017 – wieder ein Erfolg! Der renovierte Buchensaal in Speicher bot die ideale Infrastruktur zu diesem Anlass. Spurenstoffe im Wasser, Pestizide und deren Abbauprodukte im Grund- und Quellwasser, online Messsysteme in Trinkwasserversorgungen und die Störfallbewältigung waren die Hauptthemen.

 

Generelle Wasserversorgungsplanung (GWP): Neuer Leitfaden der KVU-Ost

Die Generelle Wasserversorgungsplanung (GWP) ist das kommunale Planungsinstrument, mit dessen Hilfe die Wasserversorgung in der Gemeinde sichergestellt und ein bedarfsgerechter Ausbau der dazu notwendigen Infrastrukturen ermöglicht wird. Der GWP muss periodisch den geänderten Verhältnissen angepasst werden. Der Leitfaden GWP 2017 der Arbeitsgruppe Wasserversorgung der KVU-Ost kann im Entwurf auf der kantonalen Webseite in der Rubrik Wasserversorgungen/Trinkwasser eingesehen werden.

Marketing-Tools SVGW

Der SVGW hat ein vielfältiges Set von Marketing-Tools geschaffen. Sie eignen sich für Veranstaltungen bei Wasserversorgungen, in Gemeinden und Kantonen oder von Messen. Ab sofort können aus einer Hand und unkompliziert vielfältige Dienstleistungen für lokale Events bezogen werden. Im Angebot sind diverse schwebende Wasserhähne, eine Kinder-Hüpfmatte, ein Wassertropfen-Kostüm, verschiedene Wasserbars, zwei iPad-Kioske, diverse Modelle zur Illustration der Wasserversorgung, des Wasserverbrauchs und des Grundwassers, ein gemütliches Wassersofa und auch das Ausstellungsmodul zum NFP61.

» Link zu den SVGW Marketing-Tools Trinkwasser


Neue Mess- und Regelungstechnik im Trinkwasserbereich wurden bei diesem Seminar von einer Vertreterin aus der Privatwirtschaft vorgestellt. Weiter wurde ein Störfallereignis im Detail analysiert. Christoph Moschet vom Interkantonalen Labor IKL Schaffhausen gab eine Übersicht zur Problematik von Mikroverunreinigungen und Pflanzenschutzmittel in Oberflächengewässern und Grundwasser.

Die Vorträge des Seminars Wasserversorgung 2017 sind auf unserer Webseite in der Rubrik Veranstaltungen aufgeschaltet.

Kontaktperson: Mathias Kürsteiner, Tel. +41 71 353 65 33, mathias.kuersteiner@ar.ch

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7 In eigener Sache

Herr Michel Bokstaller verlässt das Amt für Umwelt Ende Dezember 2017, um sich einer neuen beruflichen Aufgabe zu stellen.

Frau Pauline Brugger wird ab 8. Januar 2018 ein achtwöchiges Praktikum in der Abteilung Wasser und Stoffe absolvieren.



 

Weihnachten, das Fest der Lichts,
die Zeit des Innehaltens.

Wir wünschen Ihnen zu Weihnachten Stunden der Besinnung,
zum Jahreswechsel Freude und Optimismus,
im neuen Jahr Gesundheit und Zufriedenheit.

Impressum

Departement Bau und Volkswirtschaft
Amt für Umwelt
Kasernenstrasse 17A
9100 Herisau

Telefon +41 71 353 65 35
afu@ar.ch; www.ar.ch

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