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Newsletter Amt für Umwelt 5 - 2018, Dezember 2018 (Volltext)

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Heizen mit Holz bietet viele Vorteile und ist CO2-neutral. Der Rauch beim Verbrennen von Holz kann aber die Gesundheit schädigen. Mit modernen Holzfeuerungen und dem richtigen Umgang damit können Eigenheimbesitzer erheblich dazu beitragen, Holz möglichst sauber und umweltgerecht zu verbrennen. Nützliche Tipps und Infos vermittelt die Broschüre "Feuer, Holz und Luft". Mehr dazu und zu weiteren Themen aus den Bereichen Gewässerschutz und Energie lesen Sie in dieser Ausgabe.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

1 Feuer, Holz und Luft - Sauber feuern mit Holz

 

Luftqualität ist Lebensqualität. Die neue Informationsbroschüre "Sauberer feuern mit Holz" zeigt auf, wie auch Holzfeuerungen umweltgerecht und mit wenig Luftbelastung betrieben werden können. Sie gibt einen Überblick zur Eignung von Holzfeuerungen, zum Betrieb sowie zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftbelastung durch Holzfeuerungen.

Holzfeuerungen tragen insbesondere bezüglich Feinstaub und Russ wesentlich zur Luftbelastung bei. Ziel ist, diese Belastung deutlich zu reduzieren. Dabei haben die Käufer und Betreiber von Holzheizungen einen grossen Einfluss auf die Luftbelastung durch ihre Anlage. Richtig dimensionierte und korrekt betriebene Holzfeuerungen stossen zigfach weniger Schadstoffe aus als rauchende, schlecht betriebene Anlagen.

Die Broschüre ist ein Gemeinschaftsprodukt der Luftreinhalte-Fachstellen der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein. Sie wird über die Gemeinden, Kaminfeger und Feuerungskontrolleure an Interessierte abgegeben oder kann beim Amt für Umwelt bestellt werden.

Inhaltsverzeichnis:

  • Erneuerbarer Energieträger – Energie aus Schweizer Wäldern
  • Gesundheitliche Auswirkungen von Holzrauch
  • Luftqualität: Russ liegt in der Luft    
  • Betrieb: Feuer und Flamme für umweltgerechtes Feuern
  • Ich und mein Ofen – Heiss geliebt
  • Systemübersicht: Welche Lösung passt?
  • Kontrolle und Messung: Neue Vorschriften

»» Link zur Broschüre

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.fairfeuern.ch.

Kontaktperson: Peter Federer, Tel. +41 71 353 65 29, peter.federer@ar.ch

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2 Merkblatt: Umweltschutz bei Pferdestallungen und Reitplätzen

 

Seit Anfang Dezember steht auf der Webseite des Amtes für Umwelt das revidierte Merkblatt "Umweltschutz bei Pferdestallungen und Reitplätzen" zur Verfügung. Dieses ersetzt das bisherige, aus dem Jahr 2010 stammende Merkblatt "Pferdestallungen und Reitplätze".

Das Merkblatt beinhaltet die wichtigsten Umweltanforderungen, insbesondere in Bezug auf den Gewässerschutz und die Luftreinhaltung, die spezifisch in Betrieben mit Pferdehaltung zu erfüllen sind. Es richtet sich sowohl an Landwirtschaftsbetriebe wie auch an gewerbliche oder hobbymässige Halter von Pferden, Ponys, Eseln und dergleichen.

»» Link zum Merkblatt Umweltschutz bei Pferdestallungen und Reitplätzen

Kontaktpersonen: Manuel Mettler, Tel. +41 71 353 65 31, manuel.mettler@ar.ch und
Jacqueline Cerf, Tel. +41 71 353 65 67, jacqueline.cerf@ar.ch

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3 Fischgerechte Sanierung der Ausserrhoder Wasserkraftanlagen

 

Im Sommer 2018 hat der Bund die revidierte strategische Planung zur Sanierung der Wasserkraftanlagen in Appenzell Ausserrhoden genehmigt. Die Anpassung erfolgte aufgrund neuer Erkenntnisse im Bereich der freien Fischwanderung sowie dem Fischschutz. Damit ist klar: 12 von 15 untersuchten Anlagen im Kanton weisen bezüglich Fischgängigkeit Sanierungsbedarf auf.

Nur wenige Wasserkraftanlagen in Appenzell Ausserrhoden können von Fischen unverletzt passiert werden. Kantonsweit sollen daher 12 Kraftwerksanlagen in Bezug auf die Fischgängigkeit bis spätestens 2030 saniert werden. Dies geht aus der revidierten strategischen Planung des Kantons Appenzell Ausserrhoden für die Anforderungen an die Fischwanderung bei Wasserkraftanlagen hervor. Insbesondere beim Fischabstieg über die Wehre sowie bei der Restwasserabgabe müssen die Tiere vor Verletzungen geschützt werden. Zudem soll sichergestellt werden, dass die Fische durch verbesserte technische Massnahmen nicht in die Turbine gelangen. Die neuen Ergebnisse haben die Überarbeitung der ursprünglichen Sanierungsverfügungen zur Folge. Sämtliche Kraftwerksbetreiber erhalten bis zum Jahresende die neue Verfügung.
Nebst der Fischwanderung sehen die aktuellen Bundesgesetze über den Gewässerschutz und die Fischerei auch die Sanierung des Geschiebehaushalts und der Schwall/Sunk-Problematik vor. Bei 4 der 15 untersuchten Wehre soll die Geschiebedurchleitung verbessert werden und bei 1 Anlage werden nach der Sanierung keine künstlichen, hohen Wasserabflussspitzen (sogenannter Schwall) mehr auftreten.

»» Link zur Strategischen Planung Revitalisierung der Gewässer - Bericht AR

Kontaktperson: Michael Kellenberger, Tel. +41 71 353 65 27, michael.kellenberger@ar.ch

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4 Umwelttag mit der Kantonspolizei

 

Das Amt für Umwelt führte am 8. November 2018 einen Umwelttag mit der Kantonspolizei durch. Annähernd das gesamte uniformierte Polizeikorps sowie Staatsanwälte und Kriminaltechniker haben an diesem Anlass teilgenommen. Das Mehrzweckgebäude Weiher in Gais bot ideale Bedingungen für diesen zweiten Umwelttag nach 2009.

Bei Umweltdelikten, wie z.B. Gewässerverschmutzungen, arbeiten die Kantonspolizei und das Amt für Umwelt eng zusammen. Ziel des Umwelttages war es, das gemeinsame Vorgehen in solchen Fällen weiter zu verbessern - von der Alarmierung, Anordnung von Massnahmen vor Ort und Beweissicherung bis hin zur Rapportierung an die Staatsanwaltschaft.

Anhand von Praxisbeispielen haben die Mitarbeitenden des Amtes für Umwelt an verschiedenen Posten im Freien das Wichtigste rund um Schadenfälle mit Umweltauswirkungen präsentiert. Umweltdelikte in der Landwirtschaft (wie z.B. Jaucheaustrag zu Unzeiten, Verletzung von Pufferstreifen um Gewässer etc.), problematische Abwässer von Baustellen resp. Industrie und Gewerbe sowie die illegale Verbrennung und Ablagerung von Abfällen wurden mithilfe Plakaten, Abwasserproben sowie weiterem Anschauungsmaterial angeregt diskutiert. Die Polizistinnen und Polizisten konnten sich weiter in die Themen Fischsterben, Abwasserreinigung und Grundwasserschutz vertiefen sowie das Erkennen von wassergefährdenden Flüssigkeiten üben.

»» Link zur Rubrik Umweltschäden auf der kantonalen Webseite
»» Link zur Themenseite des BAFU Umweltdelikte und Strafverfolgung

Kontaktperson: Mathias Kürsteiner, Tel. +41 71 353 65 33, mathias.kuersteiner@ar.ch

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5 Seminar für Wasserversorgungen 2018

 

Das Amt für Umwelt führte am 14. November 2018 wiederum ein Seminar für die örtlichen Wasserversorgungen durch. Mit über 110 Teilnehmenden war der historische Biedermeiersaal im Hotel Linde in Heiden fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben Vorträgen zu Grundwasserschutz, Notwasserversorgung und Wasserrecht, stiessen insbesondere die Beiträge zum Thema Hausinstallationen auf das Interesse des Publikums.

Das Projekt "Sauberes Trinkwasser" im Fürstentum Liechtenstein stellte Susanne Meier vom Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen (ALKVW) vor. In den nächsten Jahren überprüft das ALKVW mit den Wasserversorgungen und speziell geschulten Fachleuten landesweit die privaten Gebäudeinstallationen. Dabei werden Mängel in den privaten Wasseranlagen aufgedeckt, behoben und so das öffentliche Netz vor Verunreinigungen und problematischen Rückflüssen aus dem Liegenschaftsbereich geschützt. Die ersten Ergebnisse zeigen, dass 90 % der untersuchten Anlagen mangelhaft waren, davon stellten 10 % sogar eine erhebliche Gefährdung der Wasserversorgung dar.

Daniel Hasler, Sanitärunternehmer in Walzenhausen, stellt ein neues System der Wasserverteilung in Gebäuden vor ("3eflow"-Trinkwassersystem). Bei dieser Patententwicklung werden Ventile bei den Armaturen und beim Verteilknoten im Gebäude montiert. Nach jedem Warm- oder auch Kaltwassergebrauch werden die Leitungen entleert und das Wasser zurück in den Boiler resp. in die Zirkulation genommen. Die Gebäudeleitungen stehen somit die meiste Zeit leer, wodurch Energieverluste, die Gefahr von Wasserschäden und möglicherweise auch die Biofilmbildung reduziert werden kann. Aus energetischer Sicht ist das System insbesondere bei grossen Liegenschaften interessant.

Andreas Peter von der Wasserversorgung Zürich zeigte wie Trinkwasser im Falle eines längerfristigen, regionalen Stromausfalles für die Bevölkerung bereitgestellt wird. Die grösste Schweizer Stadt verfügt über mehrere Stromnetz unabhängige Standbeine bei der Trinkwassergewinnung, wie z.B. ein sekundäres Quellwasserverteilsystem, das über 400 Brunnen auf dem ganzen Stadtgebiet speist, oder eine Grundwasserförderung mittels Notstromaggregaten. Kurzfristige Stromausfälle sind über eine persönliche Notvorsorge abzudecken (Selbstversorgung der Bevölkerung: 9 Liter pro Person gemäss Empfehlung des Bundes), bei lokalen Notlagen kann aber auf eine Vereinbarung mit den Schweizer Mineralwasserproduzenten zurückgegriffen werden. Andere Städte wiederum sind mit mobilen Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung mittels Filtration/Chlorung auf eine Strommangellage vorbereitet.

Neuigkeiten aus der kantonalen Verwaltung

Das Szenario einer Strommangellage steht seit einigen Jahren auch im Fokus des Ausserrhoder Bevölkerungsschutzes. Die Wasserversorgungen werden deshalb vom Amt für Militär und Bevölkerungsschutz aufgefordert, ihre Notwasserkonzepte aus den 1990er Jahren zu überarbeiten und an die heutigen Verhältnisse und Bedrohungslagen anzupassen. Das Amt für Umwelt lässt derzeit die provisorischen Grundwasserschutzzonen im ganzen Kanton überprüfen. Gegenstand der laufenden Abklärungen ist die Schutzwürdigkeit von Quellen im Privateigentum; in sehr vielen Fällen besteht heute an diesen kein öffentliches Interesse mehr (siehe Medienmitteilung). Weiter sollen sämtliche Grundwasserentnahmen und weitere Nutzungen öffentlicher Gewässer auf eine rechtliche Basis gestellt werden. Zahlreiche öffentliche Wasserversorgungen verfügen heute noch nicht über die erforderlichen Konzessionen.

Die Vorträge des Seminars Wasserversorgung 2018 sind auf der Webseite des Amtes für Umwelt in der Rubrik Veranstaltungen aufgeschaltet.  

Kontaktperson: Mathias Kürsteiner, Tel. +41 71 353 65 33, mathias.kuersteiner@ar.ch

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6 Veranstaltungen

 
Ausbildung für Mitarbeitende von Bauämtern
Wärmepumpen
(Grundlagen Technologie, Akustik und Lärmschutz)
 

Die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz FWS bietet 2019 gezielte und konzentrierte Wärmepumpen-Ausbildung für Mitarbeitende von Bauämtern an.

Wie die FWS mitteilt, spielen Wärmepumpen eine immer grössere Rolle im Heizungsmarkt. Die Bauämter spüren dies an einer laufend höheren Anzahl von Anfragen und Gesuchen für neue Wärmepumpenanlagen.
Die Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz bietet verschiedene Kurse an, welche unter anderem genau diesen Themenkreis behandeln. Sie dauern ½  oder höchstens 1 Tag und sind äusserst praxisbezogen. Sie vermitteln in konzentrierter Form alles Wesentliche zu den Themen und die Referenten arbeiten täglich in der Praxis.

Aus der breiten Palette des FWS-Kursangebotes sind die folgenden Kurse für Mitarbeitende von Bauämtern von besonderem Nutzen:

Modul 1: Grundlagen der Wärmepumpentechnologie
Der Kurs richtet sich an Personen, welche regelmässig mit Wärmepumpen (WP) in Berührung kommen, aber keine oder nur rudimentäre Kenntnisse über die Konstruktion und Wirkungsweise einer WP haben.
Dauer ½ Tag 
»» Link zur Kursausschreibung Modul 1

Modul 5: Akustik bei Wärmepumpenanlagen
Der Kurs richtet sich an Mitarbeitende, welche Baueingaben im Zusammenhang mit WP zu beurteilen haben. Dabei werden Grundlagen (physikalische, rechtliche) vermittelt, geeignete Aufstellungsorte für WP's betrachtet und die Verminderung von Schallemissionen von WP's aufgezeigt. Zudem wird der Schallschutznachweis nach Cercle Bruit, welcher in Appenzell Ausserrhoden vorgeschlagen wird, behandelt.
Dauer ½ Tag
»» Link zur Kursausschreibung Modul 5


Eine Übersicht über das Kursprogramm und die Kursdaten findet sich auf der Webseite der FWS.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt beim Ressortleiter Aus- und Weiterbildung Georges Guggenheim, FWS Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz, Tel. +41 79 811 92 64, fws@textundko.ch

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7 In eigener Sache

Wir begrüssen:

Herr Roman Tribelhorn absolviert vom 1. Dezember 2018 bis 28. Februar 2019 ein 3-monatiges Praktikum in der Abteilung Wasser und Stoffe.

 

Schöne Adventszeit
Zur Ruhe kommen, Kerzen anzünden, Guetzli backen, Glühwein trinken, in Erinnerungen schwelgen, neue Pläne schmieden, Herzenswünsche versprühen.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit, ein zufriedenes Nachdenken über Vergangenes, ein wenig Glaube an das Morgen und Erfolg für die Zukunft.

Impressum

Departement Bau und Volkswirtschaft
Amt für Umwelt
Kasernenstrasse 17A
9100 Herisau

Telefon +41 71 353 65 35
afu@ar.ch; www.ar.ch/afu

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