Haben Sie Probleme mit der Darstellung dieser E-Mail, verwenden Sie bitte folgenden Link.

Newsletter Veterinäramt 1/2021

Newsletter 1/2021

Sehr geehrte Damen und Herren

In unserem Newsletter möchten wir Sie über Aktualitäten und Neuigkeiten rund um das Veterinäramt und dessen Tätigkeitsbereiche informieren.

Hitzestress bei Heim- und Nutztieren

 

Momentan zeigt sich der Sommer nicht von seiner besten Seite. Sobald aber wärmeres Wetter eintritt, zeiht es die Menschen in die Badi oder an den See. Unsere Heim- und Nutztiere könnn ihren Aufenthaltsort allerdings nur bedingt selbst bestimmen. Temperaturen ab 25 °C und direkte Sonneneinstrahlung machen ihnen zu schaffen – insbesondere bei zusätzlich hoher Luftfeuchtigkeit.

Art. 6 der Tierschutzverordnung schreibt vor, dass die Tierhalterin oder der Tierhalter für den notwendigen Schutz der Tiere sorgen muss, die sich der Witterung nicht anpassen können. Dies gilt nicht nur für Jungtiere wie Kälber, die in Iglus schnell in Hitzestress geraten können oder Kaninchen, deren Stallungen in der prallen Sonne stehen. Auch hochleistende Milchkühe und Schafe im Freien brauchen einen ausreichend grossen Schattenplatz und ständigen Zugang zu Tränkwasser. Dort soll ein möglichst grosser Luftaustausch stattfinden, der den Tieren zudem hilft, sich vor Lästlingen (Fliegen, Mücken, Bremsen) zu schützen. Unterstände ohne Wände, Schattennetze oder ausreichend grosse Baumgruppen sind hier von Vorteil. Nur so können sich die Tiere ausreichend an die heissen Tage anpassen.

Tipps:

  • Bieten Sie stets Tränkwasser in guter Qualität an – Milchkühe z. B. saufen an heissen Tagen 120 Liter Wasser und mehr!
  • Stellen Sie ausreichend Schattenplätze für alle Tiere bereit bzw. achten Sie auf natürliche Vegetation auf der Weide. Beschatten Sie Kleintierstallungen und Kälberiglus.
  • Stellen Sie auf Nachtweide um oder weiden Sie Ihre Tiere in den Morgen- und Abendstunden.
  • Sorgen Sie für zusätzliche Luftbewegung, z. B. durch Gross-Ventilatoren. Zugluft sollte jedoch vermieden werden.
  • Öffnen Sie alle Fenster, Türen und Tore in den kühleren Stunden. Wenn nötig, verdunkeln Sie Fenster an besonders heissen Tagen.Vernebelungsanlagen oder Suhlen ermöglichen den Schweinen zusätzliche Abkühlung und schützen vor Lästlingen.
  • Wo immer möglich, lassen Sie Ihre Tiere ihren Aufenthaltsort selbst bestimmen.
  • Lassen Sie keine Hunde im Auto zurück, auch nicht nur für „ein paar Minuten“.

Reisen mit Haustieren

Sommerzeit – Ferienzeit. Sind Sie schon voller Vorfreude dabei, Ihren nächsten Urlaub zu planen? Vergessen Sie dabei Ihr Haustier nicht! Falls Ihr Vierbeiner Sie nicht in den Urlaub begleiten kann, organisieren Sie frühzeitig eine geeignete Betreuung; gut geführte Tierpensionen sind schnell ausgebucht.

Falls Sie mit Ihrem Tier ins Ausland reisen, informieren Sie sich bei den zuständigen Behörden im Ferienland über die Einreisebestimmungen und klären Sie ab, welche Dokumente benötigt werden, damit Ihr Tier auch wieder mit Ihnen in die Schweiz einreisen darf. Besonders bei Reisen in Tollwutrisikoländer ist grösste Vorsicht geboten. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über nötige Krankheitsprophylaxen für Ihr Tier: ein Befall mit Herzwürmern oder Leishmaniose stellen ein grosses Gesundheitsrisiko dar und treten in Mittelmeerländern häufig auf.

Die Anschaffung eines Tieres muss immer gut überlegt sein und darf kein Spontan-Kauf sein. Auch wenn Sie in den Ferien einem Tier begegnen, das Sie am liebsten mit nach Hause nehmen möchten: So einfach ist es nicht. Denken Sie daran, dass zuerst die Einfuhrbedingungen für die Schweiz abgeklärt werden müssen. Meist müssen diese Tiere vor der Einfuhr noch geimpft werden und es müssen nach der Impfung Wartefristen eingehalten werden, die oft länger sind als Ihr Urlaub.

Und denken Sie auf langen Autofahrten daran: auch Ihr Tier braucht regelmässig Wasser und Pausen um sich zu versäubern. Lassen Sie Ihren Vierbeiner nie unbeaufsichtigt im geschlossenen Auto bei warmen Temperaturen; das Auto wird schnell zur tödlichen Falle!

Augen auf beim Welpenkauf

 

In den Jahren 2020 und 2021 wurden mehr Neuregistrierungen von Hunden verzeichnet als in den Vorjahren. Nicht zuletzt hat dieser Boom auch mit der Corona-Pandemie zu tun. Etwa die Hälfte der neu registrierten Hunde stammt aus dem Ausland. Leider tauchen in Tierarztpraxen immer wieder Welpen auf, die krank aus dem Ausland eingeführt wurden. Das Tierspital Zürich und die Susy Utzinger Stiftung haben Broschüren veröffentlicht, die über unseriöse Hundezuchten im Ausland und ihre Folgen informieren.

Tiergesundheitsstrategie 2022+

Die neue Tiergesundheitsstrategie Schweiz 2022+ hat zum Ziel, die Gesundheit unserer Tiere zu schützen: für das Wohlergehen der Tiere selbst, für den Schutz des Menschen vor Krankheiten und für die nachhaltige Produktion von Lebensmitteln. Die TGS22+ wurde am 16.06.2021 verabschiedet und wird ab dem Jahr 2022 gemeinsam mit den beteiligten Partnern umgesetzt. Mehr dazu finden Sie auf der Homepage des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen.

Weitere nützliche Informationsquellen

 

Impressum

Veterinäramt beider Appenzell
Regierungsgebäude
9102 Herisau
Tel. +41 71 353 67 55
Veterinaeramt@ar.ch

Sie möchten den Newsletter nicht mehr erhalten. Hier können Sie den Newsletter abmelden.