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242'021 Franken Kulturförderung und ein Obacht über das unscheinbare Bühler

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat auf Empfehlung des Kulturrates sechs Projekte im Umfang von 144'000 Franken aus dem Kulturfonds unterstützt. Das Departement Bildung und Kultur sprach von Mitte Oktober 2019 bis Mitte März 2020 zudem für 59 Gesuche weitere 98'021 Franken. Die geförderten Projekte werden im Kulturblatt OBACHT KULTUR Nr. 36, das in Kürze erscheint, einzeln aufgeführt. Das Kulturblatt geht in der aktuellen Ausgabe im Dorf Bühler auf Expedition.

Auf Empfehlung des Kulturrates hat der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden im Rahmen der ersten Fördertranche in diesem Jahr sechs Gesuchen eine Unterstützung zugesprochen.

Berücksichtigt wurden dabei ein Theater- und ein Zirkusprojekt und ein weiteres aus der zeitgenössischen Musik. Aus aktuellem Anlass kann eine Ausstellung zum Frauenwahl- und Stimmrecht auf eine Förderung zählen. Zwei bewährte Kooperationen im Bereich Tanz und Kulturvermittlung werden auch weiterhin unterstützt. 

Café Fuerte unter der künstlerischen Leitung von Danielle Strahm setzt mit dem auf einem Roman von Marlen Haushofer basierenden Stück "Die Wand" seine Theaterarbeit an theaterfernen Orten konsequent weiter. Patrick Kessler lädt in seinem neuen Projekt "Low Noon" hochstehende Musikerinnen und Musiker in Anlehnung an den Film "High Noon" nach Gais zu einem spannenden Treffen ein. Michael Finger, seit mehreren Jahren in Trogen wohnhaft, setzt mit "Seelig" seine Trilogie und die geglückte Zusammenspiel von Zirkus und Theater fort und feiert damit gleichzeitig das 10-jährige Jubiläum des Cirque de Loin.

Der TanzPlan Ost wiederum geht zurück auf eine gemeinsame Initiative der Ostschweizer Kantone, mit dem Ziel den zeitgenössischen Tanz zu stärken und die Fördermittel zu bündeln. Die Erfahrungen der letzten Jahre, die vielfältigen Aktivitäten und das gewachsene Interesse am Tanz rechtfertigen eine weitere Unterstützung für vier Jahre. Der Verein Pantograph zeigt im Jahre 2021 anlässlich von 50 Jahren Frauenstimm- und Wahlrecht eine grössere Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen. Die Ausstellung leistet wichtige Grundlagen- und Forschungsarbeit, sie bezieht auch Quellen und wichtige Frauen aus Ausserrhoden ein. In Vorbereitung ist zudem eine Kooperation mit einzelnen Museen im Appenzellerland. Appenzell Ausserrhoden hat die Kulturvermittlung ebenfalls als einen der sieben Förderschwerpunkte formuliert. Die seit 2013 von den drei Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Thurgau und St.Gallen gemeinsam betriebene Online-Plattform "kklick - Kulturvermittlung Ostschweiz" hat sich als einfache, attraktive und zentrale Anlaufstelle für Kulturvermittlungsangebote, insbesondere für Schulen bewährt. Seit Sommer 2019 ist auch der Kanton Glarus dabei.

Der Regierungsrat hat zudem von den Entscheiden Kenntnis genommen, die das Departement Bildung und Kultur in der Zeit von Mitte Oktober 2019 bis Mitte März 2020 in eigener Kompetenz gefällt hat. Im Ganzen wurden 75 Gesuche behandelt, wovon 59 Projekten eine Unterstützung in der Höhe von insgesamt 98'021 Franken gewährt wurde. Die detaillierte Liste sowie nähere Angaben zu den vom Kulturrat und Regierungsrat behandelten Projekten sind im neuen OBACHT KULTUR nachzulesen.

Bühler? Das neue Obacht Kultur geht auf Entdeckungsreise

Die 36. Ausgabe des Kulturblattes führt thematisch mitten ins Herz des Appenzellerlandes, in das bestens bekannte und zugleich unbekannte, ja vielleicht sogar verkannte Dorf Bühler. Das Heft erzählt von zahlreichen Begegnungen mit Bühlerer Urgesteinen, von Abgehauenen und Wiedergekehrten, von Neuangekommenen und Überzeugten. Da Bühler kulturell immer eher unverdächtig erschien, konnten sich unbehelligt von allen Erwartungen zahlreiche kreative Initiativen und ein reges Vereinsleben entwickeln. Literarisch ganz Unterschiedliches beigetragen haben zu diesem Heft die ortsfremde Johanna Lier, der im Bühler der 1970er Jahre aufgewachsene David Signer sowie die heute in Bühler wohnhafte Lea Sager. Isabelle Rohner und Mark Staff Brandl gestalteten Umschlag und Bildbogen, während Birgit Widmer mit einer gestickten Landkarte den Auftritt gibt. Dieses 36. Obacht ist auch das letzte, für welches Margrit Bürer verantwortlich zeichnet, nachdem sie die mittlerweile weitum respektierte kleine Publikation vor 12 Jahren aus der Taufe gehoben hat. Bevor die Leiterin des Amts für Kultur in Ruhestand tritt, hat sie jedoch noch einen Relaunch der digitalen Ausgabe veranlasst: Das Obacht wartet nun unter www.obacht.ch als flinke digitale Ausgabe in zeitgemässem Kleid und mit einem eindrücklichen Register und allerlei Link- und Teilmöglichkeiten auf. Das Heft wird den Abonnentinnen und Abonnenten in diesen Tagen zugestellt; es kann auch beim Amt für Kultur unter kultur@ar.ch bezogen werden.

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