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Areal Gmünden: Bieler Architekten gewinnen Projektwettbewerb

Auf dem Areal Gmünden in Teufen sollen die Gefängnisse erneuert werden sowie ein Neubau für ein zentrales Strassenverkehrsamt und Räumlichkeiten für die Regional- und Verkehrspolizei entstehen. Dazu hat der Regierungsrat Ende September 2020 einen Projektwettbewerb eröffnet. Die Bieler Sollberger Bögli Architekten AG hat diesen gewonnen.

Die Gefängnisse in Gmünden sind sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr den Anforderungen an einen zeitgemässen Strafvollzug. Deshalb sollen sie saniert und teilweise durch Neubauten ersetzt werden. Am selben Standort soll auch ein Neubau für das Strassenverkehrsamt mit Prüfhalle und Räumlichkeiten für die Regional- und Verkehrspolizei entstehen. Das kantonale Amt für Immobilien hat während den letzten Monaten einen entsprechenden Projektwettbewerb durchgeführt, an dem 15 Planungsteams teilnahmen. Die Aufgabenstellung mit zwei unabhängig realisierbaren, eigenständigen Bauwerken, die auch die bestehenden Gebäude möglichst einbinden sollen, war anspruchsvoll. Sowohl die innerbetrieblichen Abläufe, aber auch der Anspruch, in vielen Bereichen die Synergien zu nutzen und optimal zu verbinden, war für die Planungsteams herausfordernd.

Anspruchsvolle Anforderungen erfüllt
Alle Planungsteams haben gute Lösungsvorschläge für die Planungsaufgabe eingereicht. Die Bieler Sollberger Bögli Architekten AG hat den Projektwettbewerb gewonnen. Ihr Projekt lässt mit dem Erhalt der bestehenden Bauten und durch die Kombination mit den Neubauten langfristige und flexible Entwicklungen zu, was im Sinne der Nachhaltigkeit und der Wirtschaftlichkeit ist. Die sorgfältige Ausarbeitung des Projekts belegt die intensive Auseinandersetzung mit der gestellten Aufgabe.

Das Konzept der Bieler Architekten ermöglicht eine langfristig flexible Entwicklung der Gesamtanlage in vielen denkbaren Varianten. Ebenso ist eine Etappierung der Bauarbeiten möglich. Der Erhalt der Bestandsbauten wird aus ökologischen wie auch aus finanziellen Gründen begrüsst.

Kostenvorgaben eingehalten
Die Kostenvorgaben für die Gefängnisse betragen rund 23,5 Mio. Franken, wovon der Bund einen Drittel übernimmt. Für das Strassenverkehrsamt mit Prüfhalle sind 10,8 Mio. Franken und für die Verkehrs- und Regionalpolizei gut 2,1 Mio. Franken im Finanzplan eingestellt. Die Kosten des Siegerprojektes liegen im Vergleich zu den fünf weiteren ausgezeichneten Projekten im unteren Mittelfeld und werden derzeit nochmals detailliert überprüft.

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat vom Wettbewerbsresultat Kenntnis genommen und die ausgezeichneten Projekte besichtigt. Voraussichtlich im Herbst 2021 wird der Regierungsrat über das weitere Vorgehen entscheiden. Für die Realisierung des Projekts wird aufgrund der Kredithöhe eine Volksabstimmung nötig sein.

Der ausführliche Bericht des Preisgerichts kann auf der Website von Appenzell Ausserrhoden eingesehen werden: https://www.ar.ch/verwaltung/departement-finanzen/amt-fuer-immobilien/hochbauten-und-unterhalt/aktuelle-projekte-und-planerwahlverfahren/

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