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Ausserrhoder Baubehördentagung 2017: Innenentwicklung ernst nehmen

Die Baubehördentagung fand dieses Jahr in Wolfhalden statt. Sie setzte den Akzent auf dem aktuellen Thema der Innenentwicklung. Fachleute zeigten mit Anregungen und Beispielen, dass eine qualitätsvolle Entwicklung nach innen nicht nur die Landschaft schont, sondern auch begehrten Wohn- und Lebensraum schafft und Ortsbilder aufwertet.

 

Rund 80 Mitglieder von Gemeindebehörden und Bauverwaltungen trafen sich heute in Wolfhalden zur Baubehördentagung, organisiert durch die Abteilung Raumentwicklung. Eröffnet wurde die Tagung durch Regierungsrat Dölf Biasotto, Direktor des Departementes Bau und Volkswirtschaft. Mit Nachdruck ermunterte er die Anwesenden: "Das Thema der Innenentwicklung gehört auf die Agenden der Ausserrhoder Gemeinden."

Auf besonderes Interesse stiess der Blick über die Kantonsgrenzen. Herbert Küng, Gemeindepräsident von Schänis, stellte einen Gestaltungsplan vor, welcher eine hochwertige Verdichtung in einem Ortsbild von nationaler Bedeutung ermöglicht. Namhafte Fachleute aus Architektur und Raumplanung erläuterten bewährte Lösungsansätze und gelungene Beispiele.

Am Nachmittag setzten sich die Tagungsteilnehmenden mit konkreten Beispielen in Wolfhalden auseinander. Die Diskussionen zeigten, dass selten alle Erwartungen der Investoren und die Ansprüche der zukünftigen Nutzer und die Bedürfnisse der Nachbarn und der Gemeinde erfüllt werden. Meist besteht aber ein grosser Spielraum, um mittelmässige Lösungen durch gute oder gar bessere Lösungen durch hervorragende zu ersetzen. Eindrücklich zeigte Kantonsplaner Gallus Hess, wie Innenentwicklung als gemeinsame Aufgabe von Grundeigentümern, Investoren, Einwohnern und öffentlicher Hand zu verstehen ist. Hess:" Letztlich wollen wir alle ein möglichst lebenswertes Wohn- und Arbeitsumfeld und erstaunlich viele möchten ihren Teil gerne dazu beitragen. Das gilt es zu nutzen, für Kreativität und für Qualität."


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Raumplanungsgesetz und Innenentwicklung
Im März 2013 nahmen die Stimmberechtigten der Schweiz an der Urne eine Revision des Raumplanungsgesetzes an. Die Zustimmung im Kanton Appenzell Ausserrhoden lag bei deutlichen 66 %. Das revidierte Gesetz macht bezüglich haushälterischer Bodennutzung strengere und konkretere Vorgaben für die Kantone und Gemeinden. Der Bodenverbrauch soll zugunsten von dichteren Siedlungsstrukturen eingedämmt werden. Dieser Auftrag zur Innenentwicklung gilt nicht nur für städtische Agglomerationen, sondern auch für den ländlich geprägten Raum. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden möchte die Gemeinden in dieser Aufgabe aktiv unterstützen.
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