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«Buch und Literatur Ost+» geht weiter

Das von den Ostschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein initiierte Förderprogramm «Buch und Literatur Ost+» geht in die vierte und vorerst letzte Runde. Die beteiligten Kantone und die Kulturstiftung Liechtenstein haben die benötigten Mittel zur Verfügung gestellt und damit den Weg für die aktuelle Ausschreibung geebnet. Im Fokus steht die Förderung des Buchwesens und der literarischen Netzwerke durch disziplinübergreifende künstlerische Zusammenarbeit rund um die Literatur.

Ergänzend zu den bestehenden Förderinstrumenten der einzelnen Kantone will das Förderprogramm «Buch und Literatur Ost+» die Zusammenarbeit über die Spartengrenzen hinweg sowie die konstruktive Auseinandersetzung zwischen Literaturschaffenden, Übersetzenden, Verlagen, Bibliotheken aber auch Literaturhäusern und –veranstaltenden, Vermittelnden und dem Publikum stärken. Ausgangs- und Angelpunkt der Projekte soll ein bestehender Text sein.

Neue Ausschreibung der Projektförderung

Die aktuelle Projektförderung wird im Januar 2023 ausgeschrieben. Eingeladen sind alle interessierten Kulturschaffenden insbesondere aus dem Literatur- und Verlagswesen, ihre Projektideen einzugeben. Gefragt ist zum einen die Arbeit im Verbund oder als Netzwerk, zum anderen besteht die Vorgabe, einen bereits publizierten Text einer anderen Person als Ausgangspunkt des Projekts zu nehmen und diesen zu überdenken, (neu) zu übersetzen, fortzuschreiben oder zu diskutieren. Voraussetzung für eine Teilnahme ist ein persönlicher, inhaltlicher oder künstlerischer Bezug zur Ostschweiz oder zum Fürstentum Liechtenstein. Das Förderprogramm für die Literatur und das Buch ist als offener Prozess angelegt. Die Frist läuft bis 15. Mai 2023.

Förderprogramm

Das im Jahr 2017 von der Kulturbeauftragten-Konferenz der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtensteins (KBK Ost) auf vier Jahre angelegte Förderprogramm «Buch und Literatur Ost+», nach einem Konzept der Schriftstellerin Dorothee Elmiger und des Kulturvermittlers Johannes Stieger, wurde 2020 auf weitere vier Jahre verlängert. In einer ersten Förderrunde berief die Projektsteuerung drei Geförderte, namentlich die Liechtensteiner Künstlerin Anna Hilti, die Autorin Annette Hug aus Zürich sowie den Künstler und Verleger Josef Felix Müller aus St. Gallen. Sie alle vermochten mit ihren Ideen zu überzeugen und das Fachgremium zu begeistern. In der zweiten Runde gelang dies ebenfalls der Kuratorin und Gestalterin Annett Höland aus Vaduz sowie der St. Galler Künstlerin Sarah Elena Müller. In der dritten Förderrunde konnten die Projekte der interdisziplinären Gruppe der Autorin Christina Caprez aus Zollikon sowie der Zürcher Autorin Maya Olah überzeugen. Erste Resultate der aktuell geförderten Projekte dürften im Frühjahr 2023 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Für die Projektsteuerung setzte die KBK Ost ein interkantonales Gremium ein, das sich aus Ostschweizer Fachleuten aus dem Literatur- und Buchwesen zusammensetzt. Es sind dies Annette Hug, Schriftstellerin, Johannes Stieger, Kulturvermittler/Gestalter sowie Jens Lampater, Leiter des Stadttheaters Schaffhausen, Daniele Muscionico, Kulturjournalistin sowie Anna Hilti, Bildende Künstlerin aus Liechtenstein. Fritz Rigendinger, Leiter Kultur Kanton Glarus, sowie Elisabeth Stöckler, Geschäftsleiterin der Kulturstiftung Liechtenstein, vertreten die Kulturämter der beteiligten Kantone und die Förderinstitution des Landes Liechtenstein im Gremium.

Details zur Ausschreibung sowie weitere Informationen zu den Projekten von Christina Caprez, Maya Olah, Annette Hug, Anna Hilti, Josef Felix Müller sowie Annett Höland und Sarah Elena Müller sind auf der Website www.buchundliteraturostplus.ch zu finden. 

Zusätzliche Informationen

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