Bundesrat gibt Bahnhof Herisau doch A-Priorität

Visualisierung Bahnhofplatz und Bushof.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Das Bahnhofprojekt in Herisau erhält nun doch die A-Priorität im Rahmen des Agglomerationsprogrammes des Bundes 2019-2023. Dies hat der Bundesrat an seiner Sitzung von heute Freitag entschieden. Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden und der Herisauer Gemeinderat sehen sich damit in ihrer Überzeugung bestätigt, dass die Pläne für einen neuen Bahnhofplatz mit Bushof sowie für die Neugestaltung des Verkehrsknotens am Bahnhof Herisau den hohen Qualitätsansprüchen genügen.

Noch im Januar hatte es schlecht ausgesehen: Damals wurde im Rahmen einer Vernehmlassung des Bundesrats bekannt, dass das Ausserrhoder Projekt nur die B-Priorität und damit kein Geld bis 2023 erhalten soll. Dieser Vorentscheid hatte für Unverständnis und Unwillen im Appenzellerland und bei der koordinierenden Regio Appenzell AR - St. Gallen - Bodensee gesorgt. Gemeinderat, Regierungsrat und die Regio setzten alle Hebel in Bewegung, um die Gründe für die Rückstufung zu erfahren. Anschliessend fiel es den Verantwortlichen aufgrund der weit fortgeschrittenen Planung relativ leicht, Klarheit zu schaffen.

Der Ausserrhoder Baudirektor, Regierungsrat Dölf Biasotto, betont die positiven Folgen des bundesrätlichen Entscheids: "Das Projekt ist nicht nur zur Stärkung von Herisau wichtig, sondern auch für die Entwicklung der Wirtschaft im ganzen Kantons. Damit können wir quasi das Tor zum Appenzellerland aufwerten und weiter aufstossen."

Auch dem Herisauer Gemeindepräsidenten Renzo Andreani fällt ein Stein vom Herzen: "Das Projekt ist eminent wichtig für Herisau, weil es nicht nur den Bahnhof endlich aufwertet, sondern weil es die Entwicklung des ganzen angrenzenden Areals erst ermöglicht. Deshalb bin ich extrem froh, dass es uns mit vereinten Kräften gelungen ist, den Bund von der Qualität unseres Projekts zu überzeugen."

Nachdem der Bundesrat grünes Licht gegeben hat, winken dem Ausserrhoder Projekt Bundessubventionen von 35 Prozent der anrechenbaren Investitionskosten. Als nächstes ist das eidgenössische Parlament am Zug. Dieses soll im Frühling über alle Agglomerationsprogramme entscheiden, eine Rückstufung der Projekte ist nicht zu erwarten.

Anschliessend braucht es zwei Volksabstimmungen: Voraussichtlich Ende 2019 können die Ausserrhoder Stimmberechtigten über die kantonale Vorlage zur Neugestaltung des Verkehrsknotens am Bahnhof und die Herisauer Stimmberechtigten in einer Gemeindeabstimmung über den neuen Bahnhofplatz mit Bushof befinden. Wer sich schon früh informieren möchte, kann dies am 3. November an einem Diskussionsanlass im Rahmen der "Wandelbar" oder via www.herisau.ch (->Aktuelles ->Projekte) tun.

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