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Deponieplanung im Appenzellerland

Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden müssen neue Deponiestandorte eruieren, denn derzeit gibt es in den beiden Kantonen nur wenige Deponien, die noch Material aufnehmen können. Durch die rege Bautätigkeit fallen aber auch künftig Rückbau- und Aushubmaterialien an, die deponiert werden müssen. Die Umweltämter der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden haben nun gemeinsam ein regional tätiges Ingenieurbüro mit der Findung geeigneter Deponiestandorte beauftragt.

Mit Inkrafttreten der neuen Abfallverordnung des Bundes im Jahr 2016 müssen die Kantone ihre Deponieplanung alle fünf Jahre überprüfen sowie neue Deponietypen ausscheiden. Die beiden Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden haben dies nun gemeinsam an die Hand genommen und den Deponiebedarf ermittelt. Und es zeigt sich: Es müssen neue Deponiestandorte eruiert werden, denn derzeit gibt es im Appenzellerland nur noch wenige Deponien, die mittelfristig noch über Aufnahmekapazitäten für Rückbaumaterialien und Aushub verfügen, die nicht vollständig wieder verwendet werden können und deshalb auf einer Deponie gelagert werden müssen.

Hohe Anforderungen an neue Standorte
Die Umweltämter von Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden haben nun gemeinsam ein regional tätiges Ingenieurbüro mit der Findung geeigneter Deponiestandorte beauftragt. Diese müssen gut gewählt werden, denn sie haben unterschiedlichen Anforderungen zu genügen. Die Deponien müssen umweltverträglich realisiert und betrieben werden können. Auch sind natürliche Ressourcen wie Trinkwasser, Wald, Fruchtfolgeflächen sowie Natur und Landschaft zu schonen. Zudem müssen die Standorte ausserhalb des Siedlungsgebietes liegen und der nutzbare Deponieraum ein genügend grosses Volumen aufweisen.

Die Projektierung, Realisierung und der Betrieb von neuen Deponien wird in der Regel durch private Unternehmen erfolgen. Die potentiellen Deponiebetreiber wie auch die Standortgemeinden werden möglichst frühzeitig in das Planungsverfahren miteinbezogen. Die revidierte Deponieplanung ist für einen Zeithorizont von 20 Jahren ausgelegt. Nach der Genehmigung der Deponieplanung durch den Ausserrhoder Regierungsrat und die Innerrhoder Standeskommission werden die Deponiestandorte dann in die kantonalen Richtpläne übertragen.

Deponietypen
Die Planung der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden umfasst die Deponien des Typs A (unverschmutztes Aushubmaterial) und des Typs B (Inertstoffe). Für die geringen Mengen an Reststoffen, Schlacke und Reaktorstoffen können im Rahmen der interkantonalen Zusammenarbeit Deponien des Typs C, D und E im Kanton St.Gallen mitbenutzt werden. Die Umweltämter der beiden Kantone überwachen die Deponien sowohl während des Betriebs wie auch nach Abschluss des Deponiebetriebs.

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