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Erfolgreiches Integrationsprogramm soll weitergeführt werden

In den Jahren 2014-2017 wurde in Appenzell Ausserrhoden in enger Zusammenarbeit zwischen Kanton und Gemeinden das kantonale Integrationsprogramm umgesetzt (KIP I). Ziel des KIP ist, Ausländerinnen und Ausländer mit längerfristigem Aufenthalt in der Schweiz bestmöglich zu integrieren. Aufgrund der guten Erfahrungen soll für 2018-2021 erneut eine entsprechende Programmvereinbarung mit dem Bund abgeschlossen werden (KIP II). Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat dafür einen Kantonsbeitrag für vier Jahre von insgesamt 512'000 Franken.

Das Gesamtbudget für die vierjährige Periode KIP II beträgt gut 2 Mio. Franken, woran der Bund die Hälfte beisteuert. Der Kanton und die 20 Ausserrhoder Gemeinden leisten je einen Viertel, mithin je 512'000 Franken.  Alle Gemeinden haben der gemeinsamen Umsetzung bereits zugestimmt und stehen hinter dem neuen Programm. Für den Beitrag des Kantons ist ein Verpflichtungskredit des Kantonsrates notwendig, der am 4. Dezember 2017 darüber entscheiden wird.

Die Förderbereiche des Integrationsprogramms unterteilen sich wiederum in Information und Beratung, Bildung und Arbeit sowie Verständigung und gesellschaftliche Integration. Zahlreiche bewährte Angebote und Projekte aus dem KIP I sollen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Das Thema "Sprachförderung im Vorschulalter" bildet einen neuen Schwerpunkt. Die Deutschkenntnisse stellen eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme von Kindern an Bildungs- und Sozialisationsprozessen dar und ebnen damit den Weg für den späteren Zugang zur Berufsbildung. Der Regierungsrat ist überzeugt, dass durch das Integrationsprogramm ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit geleistet wird. Durch eine gute Integration der hier anwesenden Ausländerinnen und Ausländer wird der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt und die Zukunft des Wirtschaftsstandortes gesichert.

Nähere Informationen finden sich in den Sitzungsunterlagen für die Kantonsratssitzung vom 4. Dezember.


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Der Bund entwickelt zusammen mit den Kantonen die strategische Ausrichtung der Integrationsförderung. Es ist im Interesse aller, dass sich die längerfristig in der Schweiz anwesenden Ausländerinnen und Ausländer integrieren. Durch die Integration sollen sie in der Lage sein, am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben in der Schweiz teilzunehmen. Für die Entwicklung und Umsetzung der Massnahmen vor Ort sind die Kantone zuständig. Neben der Förderung in den Regelstrukturen (Schulen, Berufsbildung, Arbeitsmarkt etc.) unterstützt der Bund die spezifische Integrationsförderung durch Programmvereinbarungen - sogenannte kantonale Integrationsprogramme (KIP). Im Kanton Appenzell Ausserrhoden beteiligen sich die Gemeinden finanziell zur Hälfte an den Kosten, und sie sind strategisch und operativ stark in die Umsetzung des KIP eingebunden.

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