Kanton erarbeitet Konzept "Frühe Kindheit"

Die Departemente Gesundheit und Soziales sowie Bildung und Kultur erarbeiten zusammen mit der Gemeindepräsidienkonferenz und weiteren Kreisen ein Konzept "Frühe Kindheit". Das Konzept soll den Handlungsrahmen für das Engagement des Kantons und der Gemeinden abstecken sowie Massnahmen festlegen. Mitte November 2018 findet dazu eine erste Fachtagung statt.

Die Kantonsverfassung von Appenzell Ausserrhoden gewährt jedem Kind das Recht auf Schutz und Fürsorge und nimmt Kanton und Gemeinden in die Pflicht, Familien und andere Lebensgemeinschaften mit Kindern in der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Darauf beziehen sich sowohl das kantonale Familienleitbild von 2009 sowie das aktuelle Regierungsprogramm 2016-2019 mit dem strategischen Ziel, attraktive Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern und Jugendlichen zu schaffen. Dabei werden die frühkindliche Förderung sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf explizit erwähnt.

Die zentrale Bedeutung der frühen Lebensjahre (0 - 4 Jahre) erhält in der Fachwelt und der Politik immer mehr Beachtung. Weil in der frühen Kindheit Weichen für das ganze Leben gestellt werden, sind Präventionsmassnahmen von Kanton, Gemeinden und privaten Institutionen wichtig. Die Angebote im Frühbereich unterstützen Eltern und Kinder und haben das Ziel, eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Sie sind eine gemeinsame Aufgabe des Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereichs. Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist erwiesen, dass sich Investitionen in der frühen Kindheit auszahlen, weil damit teure Massnahmen im späteren Leben der Kinder vermieden werden können.

Breit abgestützte Konzeptentwicklung
Die zuständigen Stellen der Departemente Gesundheit und Soziales sowie Bildung und Kultur erarbeiten gemeinsam ein kantonales Konzept "Frühe Kindheit". Der Einbezug der Gemeindepräsidienkonferenz sowie von weiteren Akteurinnen und Akteuren in verschiedenen Phasen des Projektes ermöglicht ein koordiniertes und effizientes Vorgehen und stellt eine breite Abstützung sicher.

Fachtagung im November
Die laufende erste Phase umfasst die Bestandesaufnahme sowie die Festlegung von Handlungsfeldern und strategischen Zielen. In der zweiten Phase werden konkrete Massnahmen in einem Aktionsplan festgehalten. Damit in der ersten Phase der Einbezug von Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis gewährleistet ist, wird am Freitag, 16. November 2018, eine halbtägige Fachtagung organisiert, bei der die Situationsanalyse im Fokus steht. Detailinformationen erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt.

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