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Kaum Verkehrszunahmen im 2019

Kantonsstrassennetz mit den Hauptangaben des durchschnittlichen täglichen Verkehrs 2019.

Der Ausserrhoder Strassenverkehr hat im letzten Jahr stagniert oder gar abgenommen. Die Gründe sind vielfältig: Der lange Betriebsunterbruch der Säntisbahn hatte Auswirkungen auf die Zufahrtsstrecken und bescherte Urnäsch 6 % weniger Verkehr. Die Grossbaustelle am Winkler Stich führte zu Verkehrsverlagerungen in Herisau. Die Abnahme zwischen St.Gallen und Teufen hat mehrere Gründe; ein gewichtiger ist sicher die Modernisierung der Appenzeller Bahnen mit neuen Zügen, besseren Takten und der Durchbindung durch die Stadt St.Gallen.

Die Verkehrsentwicklung auf dem Kantonsstrassennetz in Appenzell Ausserrhoden bewegte sich im 2019 zwischen plus 1.2 % auf der Gossauerstrasse in Herisau und minus 6 % beim Zähler Hecht in Urnäsch. Die Detailanalyse zeigt klar, dass das erste Halbjahr mit dem lawinenbedingten Betriebsunterbruch der Säntisbahn und dem reduzierten Ausflugsverkehr die Hauptursache für die Abnahme ist.

In Herisau kam es zu leichten Umlagerungen der Verkehrsströme durch die Baustelle am Winkler Stich. Obwohl der Verkehr fast immer zweispurig durch die Baustelle zirkulieren konnte, wurde offenbar auf die Gossauerstrasse ausgewichen.

Auf der Strecke St.Gallen-Teufen nahm der Verkehr um 4 % ab. Hier sind die Gründe vielfältig: Im 2018 war die Strecke der Appenzeller Bahnen unterbrochen. Viele Verkehrsteilnehmende wichen dann aufs Auto aus - und kehrten im 2019 zurück zur Bahn. Dies auch dank dem neuen attraktiven Bahnangebot mit der Durchfahrt durch die Stadt St.Gallen, dem Viertelstundentakt zu den Hauptverkehrszeiten und dem neuen Rollmaterial. Weiter spielte vermutlich der Beginn der Sanierung der Teufenerstrasse in der Stadt St.Gallen eine Rolle für die Mehrnutzung der Bahn.

Auch im Vorderland auf der Strecke Heiden-Rheineck nahm der Verkehr um 2 % ab. Hier ist keine eindeutige Ursache erkennbar. Weiterhin zunehmend (+ 0.5 %) ist die Verkehrsbelastung im Hinterland zwischen Waldstatt und Hundwil, während sie zwischen Waldstatt und Schönengrund um 1.6 % abnahm.

Der höchste gemessene Wert im Kanton erfolgte diesmal am arbeitsfreien 1. Mai mit rund 22'520 Fahrzeugen auf der Alpsteinstrasse in Herisau, auf der Höhe des Schulhauses Wilen.

Hier gelangen Sie zu den Zahlen im Überblick.

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Im Jahr 2019 wurden 22 je einwöchige Zählungen mit Längenerhebung und Geschwindigkeitsmessungen in Appenzell Ausserrhoden durchgeführt. Die Daten dienen zur Verdichtung der Kenntnisse über die Verkehrsentwicklung auf dem kantonalen Strassennetz und sind Basis für Projektierungsvorgaben und Lärmbeurteilungen. So sind für verschiedene Strecken aktuelle Werte vorhanden.

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