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Kulturfonds-Beiträge für fünf Projekte zu gewichtigen Themen und ein Obacht Kultur zum Frieden

Mit der ersten Fördertranche 2018 aus dem Kulturfonds hat der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden auf Empfehlung des Kulturrates fünf Projekte mit insgesamt 110'000 Franken unterstützt. Zudem hat das Departement Bildung und Kultur in der Zeit von Ende Oktober 2017 bis Februar 2018 für 33 Gesuche insgesamt 54'600 Franken gesprochen. Die unterstützten Projekte werden im Kulturblatt OBACHT KULTUR Nr. 30 aufgeführt, das sich dem Thema Frieden widmet.

Auf Empfehlung des Kulturrates hat der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden im Rahmen der ersten Fördertranche im Jahr 2018 fünf Gesuchen eine Unterstützung zugesprochen. Es handelt sich dabei um inhaltlich und formal überzeugende Projekte, die grossen und gewichtigen Themen gewidmet sind:

Von Integration und Heimweh handelt der Dokumentarfilm "Plötzlich Heimweh" von Yu Hao. Er behandelt den Prozess der "Integration durch die Kamera" der Chinesin, die im Jahr 2002 zum ersten Mal in die Schweiz kam. Über zehn Jahre hielt sie alle ihre Eindrücke in einer Art Filmtagebuch fest; und hat darin zum einen ostschweizerische Traditionen und zum anderen das Leben und Arbeiten verschiedener Bauern, Künstlerinnen und Künstler der Region dokumentiert. Ergänzend dazu wird Yu Hao ihre eigene Geschichte der Annäherung an die Schweiz in dem Dokumentarfilm erzählen. Von Formen des individuellen und gesellschaftlichen Engagements handelt das Theaterprojekt "Apéro riche" der Theatergruppe ‚Varain'. Das Stück steht im Zusammenhang mit dem Landesstreik 1918 und will herausfinden, wofür sich Menschen heute engagieren. Inszeniert in einer Art Collage, in Form einer Einladung zu einem "Apéro riche", wird es im Oktober in Bühler zur Aufführung kommen. Die Kulisse für das Freilufttheater "Das glückselige Leben", das für den Herbst 2019 geplant ist, wird der Dorfplatz in Trogen sein. Es verhandelt ein über die Jahrhunderte hinweg relevantes gesellschaftliches Thema - die Suche nach individueller und gemeinsamer Glückseligkeit - und verbindet dieses mit dem aktuell geplanten Umbau des Dorfplatzes. Umgesetzt wird das Projekt mit professionellen Darstellenden unter Einbezug von rund 70 Laien, darunter ist auch ein Chor. Von einem persönlichen Entwicklungsprozess handelt "Ryf" von Michael Finger. Es ist der erste Teil einer interdisziplinären, autobiografischen Trilogie und handelt von den Anfangsjahren seiner künstlerischen Entwicklung. Zum Bühnenstück, zu dem er die Texte schreibt und die Musik komponiert, wird auch ein Album produziert. Eine vierte Erzählebene werden Super-8-Filme aus der Kindheit und Jugend bilden. Der fünfte Förderbeitrag geht an das Literaturprojekt Schulhausromane, die in Schulhäusern entstehen. Geschrieben werden sie von Jugendlichen im normalen Unterricht, im Kollektiv von ganzen Schulklassen und durch die Begleitung von erfahrenen Schriftstellerinnen und Schriftstellern. In Zusammenarbeit mit der Kulturvermittlungsplattform kklick wird das erfolgreiche Projekt nun auch in der Ostschweiz durchgeführt. In Appenzell Ausserrhoden arbeitet Dorothee Elmiger mit einer Klasse der Sekundarschule in Herisau an einem Roman.

Der Regierungsrat hat zudem von den Entscheiden Kenntnis genommen, die das Departement Bildung und Kultur seit Ende Oktober 2017 gefällt hat. Insgesamt wurden 46 Gesuche behandelt, wovon 33 Projekten eine Unterstützung in der Höhe von insgesamt 54'600 Franken gewährt wurde. Die detaillierte Liste wie auch nähere Angaben zu den vom Regierungsrat und Kulturrat behandelten Projekten sind im neuen OBACHT KULTUR nachzulesen.

Die aktuelle Ausgabe des Kulturblattes wird in diesen Tagen verschickt. Es widmet sich dem Thema Frieden. Den Anstoss dazu gab das Projekt "Friedens-Stationen" im Appenzeller Vorderland, das im Frühling 2017 eröffnet wurde. Das Heft verbindet verstorbene Persönlichkeiten, die Wegweisendes für die Humanität geleistet haben, mit Persönlichkeiten, die sich heute in vielfältiger Weise und unermüdlich für Frieden einsetzen. Obacht Kultur versucht den verschiedenen Dimensionen des Ringens um Frieden gerecht zu werden und thematisiert sowohl die UN-Charta als auch den Friedensrat der Schülerinnen und Schüler der Primarschule in Heiden. Darüber hinaus ist die dreissigste Ausgabe auch eine Jubiläumsnummer. Vor zehn Jahren, im Sommer 2008, ist das erste Heft erschienen. Die neue Ausgabe von Obacht Kultur kann beim Amt für Kultur (kultur@ar.ch) bezogen werden.

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