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öV-Konzept auf gutes Echo gestossen

Von Oktober bis Dezember des letzten Jahres erfolgte die Vernehmlassung zum "Konzept öffentlicher Regionalverkehr Appenzell Ausserrhoden 2018-2022" (öV-Konzept). Dabei gingen insgesamt 41 Stellungnahmen ein. Das Konzept stiess insgesamt auf positive Resonanz. An der Sitzung vom 8. Mai wird das öV-Konzept dem Kantonsrat zur Genehmigung vorgelegt. Mit der Genehmigung wird es behördenverbindlich.

Das "Konzept öffentlicher Regionalverkehr Appenzell Ausserrhoden 2018-2022" (öV-Konzept) stösst insgesamt auf ein gutes Echo. Die meisten Vernehmlassungsteilnehmenden begrüssen das öV-Konzept und unterstützen ein starkes Angebot des öffentlichen Regionalverkehrs im ganzen Kanton. Einige Vernehmlassende bringen aber auch Ausbauwünsche und Forderungen ein, die teilweise weder finanzierbar noch zweckmässig sind.

Die im Konzept vorgesehene Überprüfung von Linien mit tiefem Kostendeckungsgrad und/oder tiefen Frequenzen wird häufig kritisch beurteilt. Dies zeigt, dass die Vernehmlassenden keinen Angebotsabbau wünschen - zumindest soweit es die "eigene" öV-Linie betrifft. Für die Linie 227 Reute-Altstätten, für die in der Vernehmlassung noch als einzige Linie ein Leistungsabbau vorgesehen war, steht der Weiterbetrieb in Aussicht: Neu soll während drei Jahren ein Versuchsbetrieb eingeführt werden, der die Schülerbedürfnisse besser berücksichtigt sowie gute Anschlüsse in Altstätten sicherstellt. Im Vorderland wird auf den Fahrplan 2019 das Buskonzept überarbeitet, was zu besseren Anschlüssen an das übergeordnete Bahnnetz, insbesondere in St.Gallen und Heerbrugg, führt.

Die Linie 180 Herisau-Stein-St.Gallen wird bis auf weiteres bis nach St.Gallen geführt. Die Verkürzung und Anbindung der Postautolinie in der Lustmühle an die Bahn mit gleichzeitiger Einführung des Halbstundentaktes ist frühestens auf 2022 mit Eröffnung der Kreuzungsstelle im Güterbahnhof möglich. Die Meinungen zur geplanten Verkürzung der Linie 180 sind geteilt. Auf jeden Fall fordern die betroffenen Gemeinden optimale Umsteigebeziehungen in der Lustmühle und eine Busbevorzugung auf den Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Pförtneranlage hin.

Von verschiedenen Vernehmlassenden wurde der fehlende Bezug des öV-Konzeptes zu gesamtkantonalen Entwicklungsstrategien bemängelt. Aufgrund dessen wurde die Abstimmung des Konzepts mit dem kantonalen Richtplan sowie dem Agglomerationsprogramm St.Gallen-Bodensee nochmals überarbeitet; zudem wurde der Bezug zum aktuellen Regierungsprogramm hergestellt. Das öV-Konzept ist jedoch keine Gesamtverkehrsstrategie, sondern ein Umsetzungskonzept, in dem die Stossrichtung für die Weiterentwicklung des öV in Appenzell Ausserrhoden in den Jahren 2018-2022 aufgezeigt wird.

Eine grosse Herausforderung wegen knapper Bundesmittel bleibt die Finanzierung des Angebotsausbaus und der neuen Fahrzeuge in den Jahren 2018 und 2019. Appenzell Ausserrhoden setzt sich deshalb zusammen mit anderen Kantonen im Rahmen der Konferenz der kantonalen öV-Direktorinnen und Direktoren dafür ein, dass der Verpflichtungskredit im Regionalen Personenverkehr für die Jahre 2018-2021 um 134 Mio. Franken aufgestockt wird. Als Erstrat hat der Ständerat vor kurzem dieser Erhöhung zugestimmt.

Dem Kantonsrat wird das öV-Konzept 2018-2022 zur Genehmigung an seiner Sitzung vom 8. Mai vorgelegt. Mit der Genehmigung wird das öV-Konzept für die betroffenen kantonalen und kommunalen Stellen verbindlich. Weitere Informationen zum Geschäft finden Sie auf der Seite des Kantonsrates.

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Im Rahmen der Vernehmlassung zum neuen öV-Konzept sind insgesamt 41 Stellungnahmen eingegangen.
Das öV-Konzept basiert auf dem Leitbild öffentlicher Regionalverkehr 2011-2022 und konkretisiert dieses. Es umfasst die systematische Überprüfung des Regionalverkehrs 2011-2016 (Einhaltung der Minimalstandards zur Nachfrage und zur Kostendeckung), der durch Bund, Kanton und Gemeinden abgegolten wird, geht auf die aktuelle Herausforderungen der nächsten Jahre ein und zeigt mit konkreten Vorschlägen auf, wie das Angebot von 2018-2022 weiterentwickelt werden soll. Teil des Konzepts ist auch eine entsprechende Kostenschätzung. Das Konzept ist auf die aktuelle Richtplanversion und die übergeordneten Planungen abgestimmt.

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