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Neubauten

Begriff der Neubaute

Als Neubaute gilt zunächst jedes von Grund auf neu erstellte Gebäude. Wird ein bestehendes Gebäude durch eine Anbaute oder eine Aufbaute erweitert (Vergrösserunge Gebäudevolumen) , gilt der neue Gebäudeteil ebenfalls als Neubaute (z.B. Anbau einer verglasten Wohnfläche, Aufstockung). Dasselbe gilt für neubauartige Umbauten. Darunter fallen Auskernungen bestehender Bauten mit anschliessendem Ausbau.

Höchstanteil an nicht erneuerbaren Energien (Art. 10 kEnG)

Neubauten sowie einem Neubau gleichzustellende Umbauten und Anbauten sind so zu erstellen und auszurüsten, dass höchstens 80 Prozent des zulässigen Warmebedarfs für Heizung und Warmwasser mit nicht erneuerbaren Energien gedeckt weden (vgl. auch Vollzugshilfe EN-1, Höchstanteil an nicht erneuerbaren Energien bei Neubauten der Konferenz kantonaler Energiefachstellen).

Nachweis mittels Standardlösungen (Art. 19 kEnV)

Der Höchstanteil an nicht erneuerbaren Energien für Neubauten ist eingehalten, wenn eine der Standardlösungen fachgerecht ausgeführt und keine elektrischen Wiederstandsheizungen eingesetzt werden:

  1.   verbesserte Wärmedämmung
  2.   verbesserte Wärmedämmung und Komfortlüftung
  3.   verbesserte Wärmedämmung und Solaranlage
  4.   Holzfeuerung und Solaranlage
  5.   automatische Holzfeuerung
  6.   Wärmepumpe mit Erdsonde oder Wasser
  7.   Wärmepumpe mit Aussenluft
  8.   Komfortlüftung und Solaranlage
  9.   Solaranlage
10.   Abwärme
11.   Wärmekraftkopplung

Die Wahl einer Standardlösung hat den Vorteil, dass der Nachweis nicht rechnerisch erbracht werden muss, wie dies bei der Wahl einer massgeschneiderten Lösung der Fall wäre.

Befreiung von der Anforderung, den Energiebedarf zu höchstens 80 Prozent mit nicht erneuerbaren Energien zu decken (Art. 19a kEnV)

Bei geringen Erweiterungen von bestehenden Bauten besteht für die Anwendung der Standardlösungen praktisch eine starke Einschränkung, weil die neugeschaffenen Räume in der Regel durch die bereits vorhandene Heizungsanlage beheizt werden. Beträgt die neugeschaffene Energiebezugsfläche weniger als 50 m², muss die Vorschrift über den Höchstanteil an nicht erneuerbaren Energien folglich nicht eingehalten werden. Dasselbe gilt, wenn die Energiebezugsfläche höchstens 20 Prozent der Energiebezugsfläche des bestehenden Gebäudeteiles und zudem nicht mehr als 1'000 m² beträgt. Im Gegensatz dazu fallen neubauartige Umbauten nicht unter diese Ausnahmeregelung, weil in diesen Fällen stets ein ganzes Gebäude betroffen ist, mithin eine Gesamterneuerung vorliegt.

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