Windmessung Hochalp

Messgerät in der Hochalp

In den Jahren 2013 und 2014 wurden mit einem rund 80 Meter hohen Windmessmast die Windverhältnisse auf der Hochalp gemessen. Das Ziel der Messung war, verlässliche Grundlagen für die weitere Winplanung zu erhalten. Durchgeführt wurde die Windmessung von der Firma Interwind AG, einem erfahrenen Unternehmen für Windgutachten, Planungen und Projektleitungen von Windprojekten.

Technische Beschreibung des Windmessmasts

Der Windmessmast ist mit 6 Anemometern [A], 3 Windfahnen [B], 2 Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren [D] sowie einem Barometer [C] ausgerüstet und misst die Verteilung der Windgeschwindigkeiten und Windturbulenzen auf unterschiedlichen Höhen (40, 60 und 80 Meter). Ein sogenannter Datenlogger zeichnet die gemessenen Werte auf und übermittelt sie per Funk an die zuständige Messfirma.

Der Mast verfügt über einen Blitzableiter, um die technische Ausrüstung vor den Auswirkungen von Blitzschlägen zu schützen. Die Messinstrumente sind mit einem Heizsystem ausgestattet, damit sich kein Eis ansetzen kann und Messfehler oder Datenausfälle verhindert werden können. Ausserdem tragen rot blinkende Flugwarnleuchten [L1] sowie orange Spiralkugeln [L2] zur notwendigen Flugsicherheit bei (Hubschrauber, Flugzeuge etc.).

Die gesamte benötigte Energie für die Sensoren-Beheizung, die Datenspeicherung und -übertragung sowie die Flugwarnleuchten wird mithilfe von Photovoltaik-Modulen [E] vor Ort produziert.

Aufbau des Windmessmast

Resultate der Windmessungen auf der Hochalp 2013/14

Monatsmittelwerte 2013

September 2013:5.9m/s
Oktober 2013:4.6m/s
November 2013:6.9m/s
Dezember 20135.7m/s

Messhöhe 82 Meter über Grund

Monatsmittelwerte 2014

Januar 20145.8m/s
Februar 20145.7m/s
März 20143.8m/s
April 20143.8m/s
Mai 20145.4m/s
Juni 20143.7m/s
Juli 20144.6m/s
August 20144.3m/s
September 2014  3.2m/s

Schlussfolgerung

Anhand der Mastmessung während 12 Monaten konnten die Windverhältnisse auf der Hochalp detailliert erfasst und ausgewertet werden.

  • Der Wind wehte mit einer mittleren Geschwindigkeit von 5 m/s (= 18 km/h) über die Hochalp (berechnet für 108 m über Grund).
  • Erwartungsgemäss liegt die Hauptwindrichtung im Westen – genauer gesagt im Westsüdwesten.

Ein Vergleich mit den langjährigen Messwerten anderer Wetterstationen zeigte, dass es sich bei den 12 Messmonaten um ein durchschnittliches ʺWindjahrʺ handelt. Eine Windkraftanlage, z.B. des Typs Enercon E-82 mit einer Nabenhöhe von 108 m, könnte auf der Hochalp schätzungsweise 2.7 GWh Strom pro Jahr produzieren – mehr als der gesamte Stromverbrauch der Gemeinde Schönengrund (2.3 GWh/Jahr).

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