Untersuchungen / Qualität

Wörtersammlung über Qualität

Mit der Überwachung der Fliessgewässerqualität wird der Zustand der Gewässer dokumentiert. Die Untersuchungen sind auch Teil der Erfolgskontrolle der Gewässerschutzmassnahmen im Einzugsgebiet. Die Überwachung erfolgt mittels periodischer Messkampagnen. Massgeblich für die Beurteilung ist das Modul-Stufen-Konzept des Bundes.

Fliessgewässer-Überwachung

Die Überwachung der Fliessgewässer erfolgt mittels unterschiedlicher, periodischer Untersuchungskampagnen. Diese werden zum Teil in Koordination mit den Nachbarkantonen durchgeführt:

  • fünfjährliche Gesamtuntersuchung AR/AI: An den wichtigsten Stellen der appenzellischen Fliessgewässer werden durch Spezialisten der äussere Aspekt (Farbe, Schaum, Schlamm ua.), die Wasserchemie, die Qualität der Fischnährtiere und Kieselalgen sowie die Fischpopulation untersucht.
    2018 und 2019 finden die Feldarbeiten für die neuste Untersuchung statt.
  • Vorfluteruntersuchung: In Koordination mit den ausserrhodischen Kläranlagen werden monatlich gewässerchemische Untersuchungen unter- und oberhalb der Kläranlageneinleitungen sowie an ausgewählten zusätzlichen Messstellen durchgeführt.
  • Sitter und Glatt werden zusätzlich im Rahmen der kantonsübergreifenden Zusammenarbeit im Zweimonatsrhythmus chemisch sowie im Mehrjahresrhythmus gewässerbiologisch untersucht.

Zustand der Fliessgewässer

Die Untersuchungen belegen grundsätzlich eine zufriedenstellende bis gute Qualität der ausserrhodischen Fliessgewässer. Bezüglich des äusseren Aspekts (Schaum, Trübung, Kolmation der Gewässersohle etc.) erfüllen mehrere Gewässerabschnitte die gesetzlichen Anforderungen allerdings noch nicht. Biologisch betrachtet befinden sich die Gewässer hingegen mit wenigen Ausnahmen in einem guten bis sehr guten Zustand. Auch die chemischen Kriterien erreichen mehrheitlich die Anforderungen des Gewässerschutzgesetzes - mit Ausnahme der Nährstoffbelastung durch Phosphor, welche vielerorts zu hoch ist. Am stärksten damit belastet sind die Gewässer unterhalb der Kläranlagen von Herisau, Hundwil und Teufen. In den unterhalb liegenden Gewässerstrecken sind die gesetzlichen Anforderungen an die Wasserqualität bei mehreren Kriterien nicht mehr eingehalten.

Sitterkommission

Die Sitterkommission, eine 1986 ins Leben gerufene Arbeitsgruppe von Fachpersonen der beteiligten Kantone, der Stadt St. Gallen, der Gemeinde Wittenbach und der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke koordiniert die Überwachung und beurteilt die Qualität der Sitter. Sie informiert mitbefasste Behörden und die Öffentlichkeit, schlägt zuhanden der zuständigen Amtsstellen Massnahmen bezüglich festgestellter Defizite vor und stellt die Erfolgskontrolle sicher.

Mit dem Sitterbericht 2000 wurde erstmalig eine Gesamtschau der Sitter vorgelegt. Die Erhebung 2016 wird zurzeit bearbeitet.

Mit der Sitterkommission zeigen die beteiligten Institutionen und Ämter auch exemplarisch auf, wie der Schutz und die Nutzung eines kantonsüberschreitenden Gewässers als gemeinsame Aufgabe effizient und unkompliziert geplant und erfolgreich umgesetzt werden.

Glattkommission

Die Glattkommission wurde 1984 als Fach- und Koordinationsgremium von den Regierungsräten der beiden beteiligten Kantone eingesetzt. Sie umfasst Vertreter der beiden kantonalen Umweltschutzämter, aller Glattgemeinden, Interessen- resp. Branchenvertreter (Industrie, Landwirtschaft) sowie Fachspezialisten. Die Glattkommission hat - obschon im offiziellen Auftrag der beiden Kantone arbeitend - keine Vollzugskompetenz; es handelt sich um ein beratendes Gremium. Die Arbeit konzentriert sich auf die Problemdefinition und die Erarbeitung von Lösungen im Konsens. Massnahmen und Lösungsvorschläge werden als Empfehlungen an die Ansprechpartner (z.B. Industrie) resp. Vollzugsbehörden formuliert.

Basis der Arbeiten der Glattkommission ist die kontinuierliche Abwasser- und Gewässeruntersuchung. Sie ermöglicht die Quantifizierung einzelner Teilprobleme, die Prioritätensetzung und eine Gesamterfolgskontrolle. Die eigentliche Projektarbeit der Glattkommission erfolgt in den thematischen Arbeitsgruppen. 

Die Finanzierung der Arbeiten der Glattkommission resp. der Arbeitsgruppen erfolgt projektorientiert. Ein Spezialfall ist die Öffentlichkeitsarbeit, welche ausschliesslich durch die Gemeinden finanziert wird.

»» Link zur Webseite: "üseri Glatt"

Vorfluteruntersuchung Appenzell Ausserrhoden

Vorfluter-Bericht: Messdaten 2009 bis 2012
Vorfluter-Bericht: Messdaten 2007 bis 2008
Vorfluter-Bericht: Messdaten 2005 bis 2006
Vorfluter-Bericht: Messdaten 2003 bis 2004

Fliessgewässeruntersuchung grenzüberschreitend

Biologische Untersuchungen Chellenbach, Dorfbach Gossau, Glatt (Bericht der Untersuchungen 2017)
Glattbericht 2014 (Untersuchung Oktober 2011 bis Dezember 2013)
Glattbericht 2007 (Untersuchung Januar 2005 bis Dezember 2006)
Organische Spurenstoffe in Flüssen und Bächen der Ostschweiz (Bericht der Untersuchung 2005 bis 2007)
Sitterbericht 2005 bis 2008: Chemische Untersuchung der Sitter
Bericht zur Sitter 2000: ein Fluss, vier Kantone, ein Bericht
Routineüberwachung Fliessgewässer 2016 (AfU SG): Einzugsgebiet Sitter und Urnäsch, Beurteilung des biologischen Gewässerzustandes
Bericht zum Geschiebehaushalt der Thur 2007
Link externe Seite AfU SG "Sitter"
Link externe Seite AfU SG "Glatt"

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