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Mitwirkung Gewässerschutzkarte (Gemeinde)

Damit der Schutz des - nicht sichtbaren - Grundwassers überhaupt möglich ist, muss bei jedem Bauvorhaben und jeder Planung die Gewässerschutzkarte konsultiert werden. Die behördenverbindliche Gewässerschutzkarte ist das wichtigste "Publikationsmittel" bezüglich Gewässerschutz. Die Karte enthält alle der Behörde bekannten, im öffentlichen Interesse liegenden Grund- und Quellwasserfassungen, die rechtskräftigen und provisorischen Grundwasserschutzzonen und -areale sowie die Gewässerschutzbereiche. Es sind dies die besonders gefährdeten Bereiche - die Gewässerschutzbereiche Au und Ao und die übrigen Bereiche. Zuströmbereiche (ebenfalls besonders gefährdete Bereiche) wurden in Appenzell Ausserrhoden noch keine ausgeschieden.

Die Gewässerschutzkarte wird vom Departement Bau und Umwelt von Appenzell Ausserrhoden ausgeschieden. Vor dem Erlass der Karte wird ein Konsultationsverfahren bei den Gemeinden durchgeführt.

Die überarbeitete Gewässerschutzkarte liegt als Papierausgabe (Gemeindepläne 1:5000) wie auch digital vor.
Die digitale Version der Gewässerschutzkarte wird fortlaufend aktualisiert.

Detailaufgaben:

1. Mitwirkung bei der Nachführung der Gewässerschutzkarte

Die Gewässerschutzkarte wird vom Departement Bau und Umwelt nach Konsultation der Gemeinden erlassen. Allfällige Änderungsanträge sind in der Regel gestützt auf ein hydrogeologisches Gutachten und im Einvernehmen mit den Betroffenen (z.B. Wasserversorgung) durch die politische Gemeinde einzureichen. Festgestellte Unstimmigkeiten oder Fehlendes sind dem Amt für Umweltschutz zu melden.

2. Überprüfung der Erschliessungsvoraussetzung für Trinkwasser

Bei jedem Vorhaben ist zu prüfen, ob die Erschliessung mit Trinkwasser gemäss Gewässerschutzgesetzgebung gewährleistet ist, insbesondere gilt dies für Bauten und Anlagen ausserhalb Bauzonen mit eigener Trinkwasserversorgung. Gegebenenfalls sind die erforderlichen Grundwasserschutzzonen auszuscheiden (vgl. Kapitel Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen und -arealen und Vollzug der Schutzzonenbestimmungen).

3. Überarbeitungen der Gewässerschutzkarte

Bei grundsätzlichen Neuerungen muss die Gewässerschutzkarte generell überarbeitet werden. Die Gemeinden erhalten im Rahmen des Konsultationsverfahrens die Möglichkeit zur Prüfung der Karte. Informationen, die fehlerhaft oder unvollständig sind, sowie fehlende Einträge können so in die Karte aufgenommen werden.


Weitere Informationen:

Weiterführende Literatur, Arbeitsgrundlagen, Hilfsmittel:

Amt für Umwelt

  • Kasernenstrasse 17A
  • 9102 Herisau
  • T: +41 71 353 65 35
  • F: +41 71 353 65 36