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Nichtionisierende Strahlung und Gesundheit

Nichtionisierende Strahlung und Gesundheit

Die Wirkung nichtionisierender Strahlung auf den Menschen hängt von der Intensität und der Frequenz der Strahlung sowie der Dauer der Exposition ab. Aufgrund bisheriger Untersuchungen ist bei Belastung mit schwacher nichtionisierender Strahlung nicht mit kurz- bis mittelfristigen gesundheitlichen Schäden zu rechnen.

Allgemeine Belastung

Wie verträglich elektromagnetische Strahlung für den Menschen ist, ist ein Thema, das die Wissenschaft seit Jahrzehnten beschäftigt. Konzentrierte sich das Interesse anfangs vor allem auf niederfrequente Strahlung, wie sie beispielsweise von Hochspannungsleitungen emittiert wird, rückte in den letzten Jahren zunehmend die hochfrequente Strahlung von Radio-, Fernseh- und Mobilfunkantennen in den Blickpunkt der Forschung

Uneinig ist man sich heute, ob es neben der bereits beschriebenen thermischen Wirkung bei kleinen hochfrequenten Feldern noch andere Effekte gibt, die möglicherweise gesundheitsschädigend sind. So klagen manche Anwohner in der Nähe von Mobilfunkantennen über Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Hautausschläge. Diese Symptome treten oftmals bei Feldstärken auf, die weit unterhalb der Grenzwerte liegen.

Grenzwerte in der Schweiz

Zum Schutz der Bevölkerung vor Elektrosmog durch Mobilfunkanlagen, Hochspannungsleitungen und Rundfunksender hat der Bundesrat die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) erlassen.

Für Orte mit empfindlicher Nutzung (OMEN) gelten in der Schweiz deutliche strengere Grenzwerte (Anlagegrenzwert) als in den Nachbarstaaten. Diese müssen dort eingehalten werden, wo sich Menschen längere Zeit aufhalten. Daneben gelten für alle übrigen Gebiete, in denen sich Menschen aufhalten können, international harmonisierte höhere Immissionsgrenzwerte, die sich nach den Empfehlungen der WHO richten. Diese richten sich nach den wissenschaftlich anerkannten Gesundheitsschäden. Der Anlagegrenzwert ist 10-mal tiefer als der Immissionsgrenzwert.

»» Link zur Themenseite "Elektrosmog: Das Wichtigste in Kürze" des BAFU

Persönliche Belastung

 

Zur Belastung des Einzelnen trägt der Gebrauch des eigenen Handys zu einer stärkeren Strahlenbelastung als der in der Nachbarschaft stehenden Sender. Einen bedeutenden Anteil der persönlichen Strahlenbelastung kommt auch von den vielen elektrischen Geräten im eigenen Haushalt. Hier kann jeder Einzelne durch sein Verhalten und die Wahl der der elektrischen Geräte in seinem Wohnumfeld zur Minderung der eigenen Belastung beitragen.

Das AWEL des Kantons Zürich schreibt zu ihrer 10jährigen Messreihe auf verschiedenen Schulplätzen " Die Messungen zeigen, dass die Grenzwerte im ganzen Kantonsgebiet im Allgemeinen deutlich unterschritten werden." und zu den Messungen mit Privatpersonen "Deutlich zum Vorschein kommt bei diesen Messungen, dass die Belastung durch eigene Funkanwendungen wie Mobil- und Schnurlostelefonie oder WLAN in der Regel stärker ist als die Strahlung, der man durch eine nahe gelegene Mobilfunksendeanlage ausgesetzt ist." (Kontrolle von Mobilfunkanlagen (Ergebnisse Ende 2014), AWEL, 20.1.2015)

»» Link zu Tipps zur Belastungsminimierung (Elektrosmog im Alltag)
»» Link zu Tipps für die Handybenutzung des BAG

Aktuelle Forschungsergebnisse zu NIS und Gesundheit

Zur fachlichen Unterstützung hat das BAFU im Jahr 2014 eine Beratende Expertengruppe NIS (BERENIS) einberufen. Diese sichtet die neu publizierten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema und wählt diejenigen zur detaillierten Bewertung aus, die aus ihrer Sicht für den Schutz des Menschen von Bedeutung sind oder sein könnten.

Die Ergebnisse werden vierteljährlich in einem Newsletter publiziert.
»» Newsletter der Beratenden Expertengruppe NIS

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