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Coronavirus: Informationen für die Ausserrhoder Wirtschaft

Informationen für Gewerbe, Industrie und Gastronomie

Die COVID-19-Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der COVID-19-Epidemie (SR 818.101.26) ist die Anordung von Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Organisationen und Institutionen sowie den Kantonen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie.
Die Massnahmen bezwecken einerseits die Verbreitung des Coronavirus in präventiver Weise zu verhindern (beispielsweise durch das Einhalten von Abstand zwischen Personen oder das Tragen von Schutzmasken), und andererseits Übertragungsketten zu unterbrechen (insbesondere durch die Identifizierung von Personen, die mit infizierten Personen in Kontakt waren (Contact Tracing) und eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.


Gastronomie

Im Innern von Restaurants und Bars gilt seit Montag, 13. September, eine Zertifikatspflicht. Auf Terrassen hingegen ist kein Zertifikat nötig. Weitere Einschränkungen in Innenbereichen bestehen keine mehr.

 

Merkblatt Gastronomiebetriebe

Infoflyer für Unternehmen

BAG: Ausdehnung Zertifikatspflicht - FAQ und Prüfung

SECO: Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

SECO: Checkliste für Arbeitgeber in Industrie, Gewerbe und Handel

SECO: Checkliste für Baustellen

Informationen zum Testen

Ausserrhoden startet mit seriellen Tests

Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat grünes Licht gegeben für serielle Covid-19-Tests. Ab Montag, 17. Mai 2021, können Unternehmen, Schulen, Heime und öffentliche Verwaltungen über ein eigens eingerichtetes Portal serielle Tests anmelden und durchführen. Das serielle Testen wird damit auch in Appenzell Ausserrhoden zu einer weiteren Stütze im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie.

Testpartner gewählt

Der kantonale Führungsstab hat die Rückmeldungen der Pilotbetriebe analysiert und dem Regierungsrat den Gesundheitsdienstleister MiSANTO als künftigen Partner für das serielle Testen im Kanton vorgeschlagen. Der Regierungsrat hat diesen Vorschlag bestätigt. Die Tests werden interessierten Betrieben, Institutionen und Organisationen aus den Bereichen Wirtschaft, Schule, Heime, Spitex, öffentliche Verwaltungen und Vereine ab kommendem Montag ermöglicht. Alle Informationen dazu finden Interessierte ab morgen Mittwoch unter www.ar.ch/corona.

Serielles Testen bringt Vorteile

Durch das serielle Testen können Corona-Ansteckungen frühzeitig erkannt werden. Damit steigen die Chancen, Ansteckungen in einer Firma, Institution oder Organisation frühzeitig zu erkennen, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Ausserdem können die Quarantänevorschriften gelockert werden. In Betrieben, die regelmässig testen, entfällt die generelle Pflicht zur Kontaktquarantäne für die berufliche Tätigkeit und den Arbeitsweg.

Verfahren so einfach als möglich

Mit den „gepoolten Speichel-PCR-Tests“ werden auch Personen erkannt, die trotz Infektion keine Symptome haben (asymptomatische Personen). Das Verfahren ist so einfach als möglich gehalten. Alle Teilnehmenden geben jeweils am Testtag ihre Speichelproben ab. Vier bis zehn Speichelproben werden bei MiSANTO in einer Sammelprobe zusammengefasst (Pooling). Die Sammelprobe wird anschliessend in einem Labor getestet. Die PCR-Tests garantieren eine hohe Sicherheit, sind aber kein Ersatz für Hygiene- oder Schutzkonzepte und entsprechende Massnahmen.

Anmeldung zum seriellen Testen

Die Anmeldung für die seriellen Tests im Betrieb, der Institution oder Organisation erfolgt online via https://selfservice.MiSANTO.ch. Die Benutzenden werden Schritt für Schritt durch die Prozesse geführt und durch Mitarbeiter von MiSANTO in der Einführungsphase begleitet. Alle notwendigen Schulungs- und Anwendungsunterlagen für die registrierten Teilnehmenden stehen auf der Self-Service-Seite von MiSANTO bereit. Für Hilfestellungen steht eine eigene Hotline zur Verfügung (0840 005 900 von Montag bis Freitag, 8-17 Uhr).

Für die teilnehmenden Betriebe, Institutionen und Organisationen fallen lediglich die Portokosten für die Rückführung der Proben ins Labor an. Für die teilnehmenden Personen sind die Tests freiwillig und kostenlos. Der Kanton und der Bund übernehmen alle weiteren Kosten.

Selbsttests sind Momentaufnahmen

Swissmedic hat nun aber mittels einer Sonderbewilligung neu die Abgabe von gewissen Sars-CoV-2-Selbsttests durch Apotheken für den privaten Gebrauch erlaubt, sofern diese Tests die Anforderungen der Covid-19-Verordnung 3 erfüllen und vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) gelistet wurden. Daher dürfen diese Selbsttests nur in Apotheken abgeben werden. Jede Person hat Anspruch auf fünf Selbsttests pro Monat. Zur Kontrolle hat der Bund dafür mit den Krankenkassen ein schweizweites Erfassungstool entwickelt. Die Selbsttests eignen sich aber nicht für grossflächige serielle Tests in Unternehmungen. Denn die Selbsttests sind weniger zuverlässig als die bereits bekannten PCR-Tests (Abstrich- oder Spucktests) und die durch Fachpersonal in Testzentren und Arztpraxen eingesetzten Antigen-Schnelltests; besonders, wenn man keine Symptome hat. Darum dienen sie vor allem als Momentaufnahme. Maskenpflicht, Hygiene und Abstandsregeln gelten auch bei einem negativen Resultat nach wie vor.

Alle Informationen zum Thema „Testen“ sind auf www.bag.admin.ch/testen  oder der kantonalen Webseite abrufbar.

Schutzkonzepte

Sämtliche Betriebe und Unternehmen, sowie die öffentlich zugänglichen Einrichtungen sind verpflichtet ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Falls sie bereits über ein Schutzkonzept verfügen, müssen sie überprüfen, ob dieses den aktuellen Vorgaben des Kantons und des Bundes entspricht. Gegebenenfalls sind nötige Anpassungen vorzunehmen.

Bitte wenden Sie sich an Ihren Branchenverband oder an einen Fachspezialisten, wenn Sie Hilfe für die Umsetzung benötigen oder Fragen haben. Auch das Arbeitsinspektorat unterstützt sie gerne bei der Erarbeitung ihres Schutzkonzeptes. Schutzkonzepte müssen nicht bewilligt werden. Es erfolgt keine Validierung der einzelnen Schutzkonzepte, weder durch den Bund noch durch die Kantone. Jedoch liegt die Umsetzung der Schutzkonzepte in der Verantwortung jeder einzelnen Unternehmung (Art. 6 ArG).

Folgende Punkte müssen im Schutzkonzept festgehalten und aufgeführt sein:
a)    Massnahmen betreffen Hygiene und Abstand
b)    Massnahmen, welche die Einhaltung der Maskentragpflicht gewährleisten
c)    Massnahmen zur Beschränkung des Zutritts, wenn der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden kann.

Betriebe, welche nicht über ein Schutzkonzept verfügen oder dieses nicht vollständig umsetzen, können im Rahmen einer Kontrolle durch das Arbeitsinspektorat bis zur Behebung geschlossen werden. Im Falle von vorsätzlichen Widerhandlungen können auch Bussen ausgesprochen werden.

Die Arbeitgeber gewährleisten durch geeignete Massnahmen, dass die Mitarbeitenden die Massnahmen der Schutzkonzepte und die Empfehlungen des Bundes oder des Kantons betreffend Hygiene und Abstand einhalten.

 

Maskentragpflicht

Die Verordnung vom 25. Oktober 2020 besagt, dass in Innenräumen jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer eine Gesichtsmaske tragen muss (Art.4c Abs.2). Diese Vorschrift gilt auch dann, wenn in den Innenräumen der Abstand 1.50m eingehalten werden kann. In Aussenräumen gilt keine Maskenpflicht, wenn der Abstand von mind. 1.50m eingehalten werden kann. Wenn der geforderte Abstand nicht möglich ist, so muss ebenfalls eine Maske getragen werden.

Ausgenommen davon sind, wenn sich nur eine Person in einem Innenraum befindet oder eine Maske aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist. Auch ausgenommen ist, wenn die Art der Tätigkeit das Tragen einer Maske verunmöglicht. Es ist auch zulässig, dass diese keine Maske getragen werden muss, wenn sich in einem grösseren Arbeitsbereich (z.B. CNC-Anlage mit z.B. 50m2) nur eine Person aufhält. Bei informellen Austauschen/Arbeitsanweisungen durch Dritte gilt Maskenpflicht. Ebenfalls gilt Maskenpflicht in Fahrzeugen (z.B. Montagefahrzeuge).

 

Zur Verfügung stehende Flächen

Bei Flächen, in denen sich die Personen frei bewegen können, namentlich Ladenflächen und Zugangsbereichen, müssen bei mehreren anwesenden Personen für jede dieser Personen mindestens 10 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen, für Einrichtungen und Betriebe mit einer Fläche bis zu 30 Quadratmetern gilt eine Mindestfläche von 4 Quadratmetern für jede Person.

 

Schutzkonzept

Jeder Betrieb muss sein Schutzkonzept bei Betriebsaufnahme vorliegen haben!

Merkblatt Gastronomiebetriebe

Schutzkonzepte Bund "Back to Work"

Gastrosuisse: Schutzkonzept Gastronomie

 

Zuständige Personen im Kanton Appenzell Ausserrhoden:

Cornel Enzler, Arbeitsinspektorat AR, Tel. +41 71 353 64 67
Rolf Broger, Arbeitsinspektorat AR, Tel. +41 71 353 64 64

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag, 08:00 - 11:30 und 13:30 - 17:00 Uhr

 

Kurzarbeit

Für das Beantragen von Kurzarbeit verweisen wir auf die Seite der Arbeitslosenversicherung (ALV).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Infoline Kurzarbeit +41 71 353 63 56

Sie erreichen die Infoline Montag - Freitag, 08.00 - 11.30 und 13.30 - 17.00 Uhr

Kurzarbeit ist weiterhin möglich, wenn ein Zusammenhang mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Situation oder den Corona-Einschränkungen aufgezeigt werden kann.

  • Entschädigt werden die Ausfallstunden, die durch diese Situation entstehen. Die Höhe der Ausfallstunden entspricht der Differenz zwischen den vertraglich zugesicherten Arbeitsstunden und denjenigen Stunden, die von den Mitarbeitenden tatsächlich noch geleistet werden können. 
  • Stunden, während denen Mitarbeitende im Betrieb sind, mangels Kundenaufkommen aber keine Arbeit leisten können, gelten als Arbeits- und nicht als Ausfallstunden.
  • Gastro-Betriebe, die aufgrund der Zertifikatspflicht den Betrieb lieber ganz schliessen, haben wegen Nicht-Wahrnehmung ihrer Schadenminderungspflicht kein Anrecht auf Kurzarbeitsentschädigung. 

Die ALV AR weist darauf hin, dass – anders als im Frühjahr 2020 – keine rückwirkende Gewährung von Kurzarbeit möglich ist. Seit Jahresbeginn gilt wieder eine Voranmeldefrist von 10 Tagen. Kurzarbeit kann somit frühestens ab dem 10 Tage nach der Einreichung der Voranmeldung (massgebend ist das Datum des Poststempels) gewährt werden.

Ebenfalls darauf hingewiesen sei, dass Auszahlungsanträge innert 3 Monaten nach Ablauf des betreffenden Monats eingereicht werden müssen. Später eingereichte Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden, da der Leistungsanspruch verfallen ist.

Ausführlichere Informationen sowie die Formulare für Gesuche sind auf dem Portal der Arbeitslosenversicherung, www.arbeit.swiss, zu finden.

Erwerbsausfälle von Selbständigen

Bund und Kantone haben mit dem neuen COVID-19-Gesetz die Kompetenz, Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu erlassen. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Massnahmen sollen ebenfalls mit dem Corona-Erwerbsersatz abgedeckt werden. Ansprüche können rückwirkend ab 17. September 2020 sowie bis zum 30. Dezember 2021 geltend gemacht werden.

Selbständigerwerbende und Einzelunternehmer/innen, die wegen verordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden über die Erwerbsersatzordnung entschädigt, sofern keine anderweitigen Entschädigungen oder Versicherungsleistungen bestehen. Zudem können auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung einen Anspruch erwirken. Zu diesem Personenkreis gehören geschäftsführende Gesellschafterinnen und Gesellschafter einer AG, GmbH oder Genossenschaft sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten.

Entschädigungen erfolgen in folgenden Fällen:

  • Selbständigerwerbende und Angestellte in arbeitgebe­rähnlicher Stellung sowie deren mitarbeitende Ehegatten (resp. eingetragene Partner), die aufgrund von Mass­nahmen von Bund oder Kanton ihren Betrieb schliessen mussten und dadurch einen Erwerbs­ausfall erleiden. Schliessung eines selbstständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes (z.B. Detailhandel oder Gastrobetriebe). Für Gastrobetriebe gilt: Ab dem 31. Mai 2021 können nun auch die Innenbereiche von Restaurations-, Bar- und Clubbetrieben geöffnet werden. Der Anspruch auf die Corona-Entschädigung für Selbstständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung infolge Betriebsschliessung besteht bis und mit 31. Mai 2021. Ab dem 1. Juni 2021 besteht kein Anspruch mehr auf Corona-Erwerbsersatz infolge Betriebsschliessung. Es kann jedoch ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz infolge Einschränkung der Erwerbstätigkeit entstehen.
     
  • Selbständigerwerbende und Angestellte in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie deren mitarbeitende Ehepartner (resp. eingetragene Partner), die infolge von Mass­nahmen gegen das Corona­virus ihre Erwerbstätigkeit erheblich einschränken mussten und somit einen Lohn- oder Einkommens­verlust hatten. Voraus­setzung ist ein AHV-pflichtiges Ein­kommen von mindestens CHF 10'000.00 im Jahr 2019. Eine erhebliche Einschränkung liegt vor, wenn im Antragsmonat ein Umsatzrückgang von mindestens 30 % im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz der Jahre 2015-2019 festgestellt wird. Zum Vergleich ist der durchschnittliche Umsatz, unter Berücksichtigung der effektiven Zeit der Erwerbstätigkeit, auf einen Monat zu berechnen. Wurde die Tätigkeit vor Januar 2015 aufgenommen, so wird der gesamte Umsatz durch 60 Monate geteilt, um einen monatlichen Wert zu ermitteln. Die anspruchsberechtigte Person hat den Umsatzrückgang anzugeben, sowie Angaben darüber zu machen, auf welche Massnahme dies zurückzuführen ist. Für Ansprüche bis 18. Dezember 2020 ist ein Umsatzrückgang von 55 % massgebend. Für Ansprüche vom 19. Dezember 2020 bis 31. März 2021 gilt eine Schwelle von 40 % sowie ab 1. April 2021 von 30 %.
     
  • Selbständig­erwerbende und Angestellte in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie deren mitarbeitende Ehepartner (resp. eingetragene Partner), deren Veranstaltung auf­grund von Mass­nahmen zur Bekämpfung des Corona­virus abgesagt wurde, von einer kantonalen Behörde nicht genehmigt wurde oder wegen Mass­nahmen auf Bundes­ebene nicht statt­finden konnte. Voraus­setzung ist ein Erwerbs­ausfall. Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden, weil ihre Engagements wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus annulliert werden oder weil sie einen eigenen Anlass absagen müssen.
     
  • Selbständig­erwerbende und Angestellte, die die Erwerbs­tätigkeit unter­brechen mussten, weil die Fremd­betreuung ihrer Kinder nicht mehr gewähr­leistet war. Wenn Angestellte weiter­hin ihren Lohn erhielten, geht die Corona-Entschädigung an die Arbeit­geberin oder den Arbeit­geber (beispielsweise durch Schliessung der Schule oder Kindertagesstätte).
     
  • Selbständig­erwerbende und Angestellte, die wegen ärztlich oder behördlich angeordneter Quarantäne die Erwerbs­tätigkeit unter­brechen mussten. Wenn Angestellte weiter­hin ihren Lohn erhielten, geht die Corona-Entschädigung an die Arbeit­geberin oder den Arbeit­geber.
     
  • Besonders gefährdete Personen haben Anspruch auf die Entschädigung, solange sie ihrer Erwerbstätigkeit nicht oder nur teilweise nachkommen können. Der Anspruch erlischt bei Wiederaufnahme der Tätigkeit, spätestens aber am 31. August 2021. Besonders gefährdete Personen, die selbstständig erwerbstätig sind, haben anzugeben, weshalb die Arbeit nicht von zu Hause aus verrichtet werden kann. Sobald die Impfung vollständig verabreicht wird, werden geimpfte Personen nicht mehr als besonders gefährdete Personen eingestuft. Sie haben daher keinen Anspruch mehr auf die Entschädigung.

Anspruchsberechtigt sind auch Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 12. Altersjahr, Eltern, die ihre Kinder mit Beeinträchtigungen zu Hause betreuen müssen (bis zum 20. Altersjahr der Kinder) und weitere Personen, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

a. Sie müssen aufgrund von behördlichen Massnahmen gemäss den Artikeln 35 und 40 des Epidemiengesetzes vom 28. September 2012 im Zusammenhang mit der Coronaepidemie (COVID-19) die Erwerbstätigkeit infolge Ausfalls der Fremdbetreuung ihrer Kinder oder infolge Quarantäne unterbrechen.

b. Im Zeitpunkt der Unterbrechung der Erwerbstätigkeit:

1. sind sie Arbeitnehmende im Sinne von Artikel 10 ATSG,

2. sind sie Selbstständigerwerbende im Sinne von Artikel 12 ATSG.

c. Sie sind obligatorisch im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung AHVG versichert.

Für Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, um sich um ihr Kind zu kümmern, besteht während den Schulferien kein Anspruch. Ausser die Betreuung hätte von einer Person oder Betreuungseinrichtung wahrgenommen werden sollen, welche behördlich oder ärztlich unter Quarantäne gestellt oder geschlossen wurde.

Die Entschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag, also 5‘880 Franken pro Monat. Die Anzahl Taggelder für Selbstständige und Arbeitnehmende in Quarantäne ist auf 7 befristet. Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung werden von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.

Bezugstage, die nicht infolge Quarantäne oder Ausfalls der Fremdbetreuung bezogen wurden, müssen für jeden Monat neu gemeldet werden, sofern die Massnahme oder massgebliche Einschränkung der Erwerbstätigkeit über diesen Zeitraum hinausgeht.

Das ausgefüllte Antragsformular ist analog dem Vorgehen bei den Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden mit den erforderlichen Dokumenten elektronisch oder per Post bei der eigenen Sozialversicherung einzureichen

Härtefallmassnahmen

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden beteiligt sich seit Ende Januar 2021 am Härtefallprogramm des Bundes. Mit den Unterstützungsbeiträgen, inkl. Kredit, werden ausschliesslich die ungedeckten Fixkosten beglichen, welche aufgrund der eingeleiteten Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie dem Gesuchsteller entstanden sind.

INFORMATIONSBLATT: Kantonale Härtefallmassnahmen für Unternehmen

FAQ Härtefallmassnahmen

Appenzell Ausserrhoden verfügt in Ergänzung zu den gesetzlichen Grundlagen des Bundes über eine kantonale COVID-19-Härtefallverordnung. Der Kanton bietet durch COVID-19 betroffenen Unternehmen folgende Unterstützungsmöglichkeiten:

A-fonds-perdu-Beiträge

Die Beitragshöhe beträgt maximal 20% des durchschnittlichen Jahresumsatzes aus den Jahren 2018 und 2019. 

Gebürgter Kredit

Die Kredithöhe bemisst sich aufgrund der Tragbarkeit und beträgt maximal 25 % des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019. Die Kredithöhe ist limitiert bei maximal 500'000 CHF pro Unternehmen.

Kombination von A-fonds-perdu-Beitrag und gebürgter Bankkredit

Die Summe aus A-fonds-perdu-Beitrag und gebürgtem Kredit bemisst sich aufgrund der Tragbarkeit und beträgt maximal 25 % des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2018 und 2019. Die Summe der finanziellen Unterstützung beträgt maximal 500'000 CHF pro Unternehmen.

Gesuche

Gesuche können bis 31. Oktober 2021 beim Amt für Wirtschaft und Arbeit eingereicht werden. Die entsprechenden Gesuchsformulare stehen dem Gesuchsteller auf dieser Seite zur Verfügung.

Gesuchsbeurteilung

Um die Gesuche beurteilen zu können, werden folgende Dokumente benötigt:

  • Aktueller Handelsregisterauszug (Download via www.zefix.ch oder https://ar.chregister.ch/)
  • Zwei letzten aktuellen Steuerveranlagungen
  • Detaillierte Bilanz- und Erfolgsrechnung für die Jahre 2018 und 2019 und/oder Bericht der Revisionsstelle 2018 und 2019 mit Bilanz- und Erfolgsrechnung
  • Jahresabschluss 2020 (wenn vorliegend mit Bericht der Revisionsstelle)
  • Finanzplan für die Jahre 2021, 2022 und 2023
  • Liquiditätsplan für die Jahre 2021, 2022 und 2023 (nur wenn Antrag auf gebürgten Kredit)
  • Bankbestätigung oder Zinsausweis zur Verifizierung der Kontoverbindung
  • Kreditvereinbarung COVID-19-Kredit Bund (sofern Kredit bezogen)
  • MwSt-Abrechnung 2020
  • Berechnung ungedeckter Fixkosten
  • Betreibungsregisterauszug (wird vom Amt für Wirtschaft und Arbeit direkt beim Betreibungsamt eingeholt)
  • Monatsumsätze seit Januar 2020 bis Ende der gewünschten Periode (nur wenn Periodenverlängerung gewünscht)

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit ist ermächtigt, bei Bedarf weitere Unterlagen anzufordern.

Formular für Gesuchanträge

www.ar.ch/haertefall

Vorlagen für Gesuchanträge

HFM Vorlage Berechnung Fixkosten

HFM Vorlage Finanzplan

HFM Vorlage Liquiditätsplan

Wiedererwägung von Härtefallentschädigung

Unternehmen, welche aufgrund einer Antragsstellung bereits eine Verfügung erhalten haben, sind berechtigt, im Rahmen einer Wiedererwägung eine Periodenverschiebung (Verschiebung der bisherigen 12-Monatsperiode) oder eine Periodenverlängerung von mehr als 12 Monaten (gilt nur für behördlich geschlossene Betriebe) zu beantragen.

Formular für Wiedererwägung von Härtefallentschädigungen

www.ar.ch/wiedererwägung

Vorlagen für Wiedererwägungung von Härtefallentschädigungen

HFM Vorlage NeuePeriode Fixkosten

Corona-Nothilfefonds Appenzell Ausserrhoden

Der Corona-Nothilfefonds Appenzell Ausserrhoden gilt nicht für Betriebe:

  • deren Jahresumsatz 2020 um 40 % tiefer ausfällt als der durchschnittliche Jahresumsatz von 2018 und 2019 oder
  •  die auf behördliche Anweisung seit dem 1. November 2020 für mindestens 40 Tage geschlossen werden mussten.

Der "Corona-Nothilfefonds" (CNHF) wurde vom Kanton und verschiedenen Stiftungen aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden initiiert. Die Organisation erfolgt durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit mit Unterstützung der Stiftung Wirtschaftsförderung AR.

Der CNHF unterstützt Einzel- und Kleinstunternehmen, wie auch Privatpersonen, die infolge der Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten sind. Dabei können Hilfen von maximal 10'000 Franken geleistet werden an Empfänger, die keinen Zugang zu weiteren Hilfsprogrammen des Bundes haben (z.B. Härtefallmassnahmen). Die ausgerichteten Gelder müssen nicht zurückbezahlt werden.

Gesuche können schriftlich beim Amt für Wirtschaft und Arbeit eingereicht werden. Die Beurteilung für eine Unterstützung erfolgt innert weniger Arbeitstage.

CNHF-Antrag Härtefall-Beitrag für Kleinstunternehmen und Einzelpersonen

     

 

Kultur - Unterstützungsmassnahmen