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Coronavirus: Informationen für die Ausserrhoder Wirtschaft

HOTLINE Kurzarbeit

Telefon +41 71 353 63 56

Öffnungszeiten: Montag - Freitag, 08.00 - 11.30 und 13.30 - 17.00 Uhr

Kurzarbeit

In Anbetracht der schwierigen Situation hat der Bundesrat die Bedingungen für die Beantragung von Kurzarbeitsentschädigung gelockert und vereifacht. Für das Beantragen von Kurzarbeit verweisen wir auf die Seite der Arbeitslosenversicherung (ALV).

Wichtig!

Alle laufenden Kurzarbeitsbewilligungen der Arbeitslosenversicherung AR sind bis längstens am 31. August 2020 gültig. Für Kurzarbeit ab dem 1. September 2020 muss bis spätestens am 22. August 2020 (Datum Poststempel) eine neue Voranmeldung eingereicht werden. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Infoline Kurzarbeit +41 71 353 63 56

Sie erreichen die Infoline Montag - Freitag, 08.00 - 11.30 und 13.30 - 17.00 Uhr

Schutzkonzepte

Sämtliche Betriebe und Unternehmen, sowie die öffentlich zugänglichen Einrichtungen sind verpflichtet ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Falls sie bereits über ein Schutzkonzept verfügen, müssen sie überprüfen, ob dieses den aktuellen Vorgaben des Kantons und des Bundes entspricht. Gegebenenfalls sind nötige Anpassungen vorzunehmen.

Bitte wenden Sie sich an Ihren Branchenverband oder an einen Fachspezialisten, wenn Sie Hilfe für die Umsetzung benötigen oder Fragen haben. Auch das Arbeitsinspektorat unterstützt sie gerne bei der Erarbeitung ihres Schutzkonzeptes. Schutzkonzepte müssen nicht bewilligt werden. Es erfolgt keine Validierung der einzelnen Schutzkonzepte, weder durch den Bund noch durch die Kantone. Jedoch liegt die Umsetzung der Schutzkonzepte in der Verantwortung jeder einzelnen Unternehmung (Art. 6 ArG).

Folgende Punkte müssen im Schutzkonzept festgehalten und aufgeführt sein:
a)    Massnahmen betreffen Hygiene und Abstand
b)    Massnahmen, welche die Einhaltung der Maskentragpflicht gewährleisten
c)    Massnahmen zur Beschränkung des Zutritts, wenn der erforderliche Abstand nicht eingehalten werden kann.

Betriebe, welche nicht über ein Schutzkonzept verfügen oder dieses nicht vollständig umsetzen, können im Rahmen einer Kontrolle durch das Arbeitsinspektorat bis zur Behebung geschlossen werden. Im Falle von vorsätzlichen Widerhandlungen können auch Bussen ausgesprochen werden.

Die Arbeitgeber gewährleisten durch geeignete Massnahmen, dass die Mitarbeitenden die Massnahmen der Schutzkonzepte und die Empfehlungen des Bundes oder des Kantons betreffend Hygiene und Abstand einhalten.

 

Maskentragpflicht

Die Verordnung vom 25. Oktober 2020 besagt, dass in Innenräumen jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer eine Gesichtsmaske tragen muss (Art.4c Abs.2). Diese Vorschrift gilt auch dann, wenn in den Innenräumen der Abstand 1.50m eingehalten werden kann. In Aussenräumen gilt keine Maskenpflicht, wenn der Abstand von mind. 1.50m eingehalten werden kann. Wenn der geforderte Abstand nicht möglich ist, so muss ebenfalls eine Maske getragen werden.

Ausgenommen davon sind, wenn sich nur eine Person in einem Innenraum befindet oder eine Maske aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist. Auch ausgenommen ist, wenn die Art der Tätigkeit das Tragen einer Maske verunmöglicht. Es ist auch zulässig, dass diese keine Maske getragen werden muss, wenn sich in einem grösseren Arbeitsbereich (z.B. CNC-Anlage mit z.B. 50m2) nur eine Person aufhält. Bei informellen Austauschen/Arbeitsanweisungen durch Dritte gilt Maskenpflicht. Ebenfalls gilt Maskenpflicht in Fahrzeugen (z.B. Montagefahrzeuge).

 

Schutzkonzept

Jeder Betrieb muss sein Schutzkonzept bei Betriebsaufnahme vorliegen haben!

Schutzkonzepte Bund "Back to Work"

Schutzkonzept "Veranstaltungen"

Merkblatt Masken - Schutz und Anwendung

Merkblatt Schutzkonzept Gastronomiebetriebe und Veranstaltungen

 

Zuständige Personen im Kanton Appenzell Ausserrhoden:

Cornel Enzler, Arbeitsinspektorat AR, Tel. +41 71 353 64 67
Rolf Broger, Arbeitsinspektorat AR, Tel. +41 71 353 64 64

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag, 08:00 - 11:30 und 13:30 - 17:00 Uhr

Erwerbsausfälle von Selbständigen

Selbständig Erwerbende und Einzelunternehmer/innen, die wegen verordneten Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, werden über die Erwerbsersatzordnung entschädigt, sofern keine anderweitigen Entschädigungen oder Versicherungsleistungen bestehen.

Eine Entschädigung erhalten seit dem 16. April 2020 auch die Selbständigerwerbenden, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen sich mit massiven Erwerbseinbussen konfrontiert sehen, wie beispielsweise Taxifahrer.

Entschädigungen erfolgen in folgenden Fällen:

  • Schliessung eines selbstständig geführten öffentlich zugänglichen Betriebes (z.B. Detailhandel oder Gastrobetriebe).
  • Betriebe, die zwar nicht direkt von Betriebsschliessungen oder vom Veranstaltungsverbot betroffen sind, aber durch die Massnahmen mit massiven Erwerbseinbussen konfrontiert (Härtefälle).
  • Schulschliessungen.
  • Ärztlich verordnete Quarantäne.

Die Regelung gilt auch für freischaffende Künstlerinnen und Künstler, die einen Erwerbsunterbruch erleiden, weil ihre Engagements wegen der Massnahmen gegen das Coronavirus annulliert werden oder weil sie einen eigenen Anlass absagen müssen.

Anspruchsberechtigt sind auch Eltern mit Kindern bis zum vollendeten 12. Altersjahr, Eltern, die ihre Kinder mit Beeinträchtigungen zu Hause betreuen müssen (bis zum 20. Altersjahr der Kinder) und weitere Personen, die die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

a. Sie müssen aufgrund von behördlichen Massnahmen gemäss den Artikeln 35 und 40 des Epidemiengesetzes vom 28. September 2012 im Zusammenhang mit der Coronaepidemie (COVID-19) die Erwerbstätigkeit infolge Ausfalls der Fremdbetreuung ihrer Kinder oder infolge Quarantäne unterbrechen.

b. Im Zeitpunkt der Unterbrechung der Erwerbstätigkeit:
1. sind sie Arbeitnehmende im Sinne von Artikel 10 ATSG4,
2. sind sie Selbstständigerwerbende im Sinne von Artikel 12 ATSG.

c. Sie sind obligatorisch im Sinne des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung AHVG versichert.

Für Eltern, die ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen, um sich um ihr Kind zu kümmern, besteht während den Schulferien kein Anspruch.

Die Entschädigungen werden in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung geregelt und als Taggeld ausgerichtet. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag, also 5‘880 Franken pro Monat. Bei Selbständigen, die nur indirekt von den Massnahmen betroffen sind, wird vorausgesetzt, dass ihr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen höher ist als 10'000 Franken, aber 90'000 Franken nicht übersteigt. Die Anzahl Taggelder für Selbstständige in Quarantäne oder mit Betreuungsaufgaben ist auf 10, respektive 30 befristet. Die Prüfung des Anspruches und die Auszahlung der Leistung werden von den AHV-Ausgleichskassen vorgenommen.

Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden

Das ausgefüllte Antragsformular ist analog dem Vorgehen bei den Sozialversicherungen Appenzell Ausserrhoden mit den erforderlichen Dokumenten elektronisch oder per Post bei der eigenen Sozialversicherung einzureichen.

Corona-Nothilfefonds Appenzell Ausserrhoden

Der "Corona-Nothilfefonds Appenzell Ausserrhoden" (CNHF) wurde vom Kanton und verschiedenen Stiftungen, wie der Metrohm Stiftung, der Steinegg Stiftung und der Johannes Waldburger Stiftung initiiert. Die Organisation erfolgt durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit mit Unterstützung der Stiftung Wirtschaft AR.

Während die subsidiären Bürgschaften über den CNHF gleichzeitig mit den COVID-19- Solidarbürgschaften des Bundes per Ende Juli 2020 ausgelaufen sind, ist es weiterhin möglich Beiträge an Härtefälle infolge der Corona-Pandemie zu leisten. Dabei werden Hilfen von maximal 10'000 Franken an Einzel- und Kleinstunternehmen geleistet, deren Jahresumsatz 500'000 Franken nicht übersteigt und die keinen Zugang zu weiteren Hilfsprogramm des Bundes haben. Diese Gelder müssen nicht zurückbezahlt werden.

CNHF-Antrag Härtefall-Beitrag für Kleinstunternehmen und Einzelpersonen

 

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