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Rund 5 Millionen Franken für Abwasserprojekte

Der Ausserrhoder Regierungsrat hat den Gemeinden Teufen, Stein und Hundwil Beiträge von insgesamt 4,93 Millionen Franken für die Ableitung ihrer Abwässer nach St. Gallen zugesichert.

In einem ersten Schritt wird die Abwasserreinigungsanlage (ARA) Hundwil-Schmitte aufgehoben und das Abwasser ab 2021 in das Abwassernetz von Stein/Teufen gepumpt. In einem zweiten Schritt soll die ARA in Teufen stillgelegt und das Abwasser der drei Gemeinden via Haggenbrücke in das Gebiet der Stadt St. Gallen geleitet werden. Vorher wird die ARA Au in St. Gallen erweitert. Eine Absichtserklärung für dieses Vorhaben besteht bereits seit 2008. Die gesamten Arbeiten sollen im Jahr 2025 abgeschlossen sein.

Das Stimmvolk von Hundwil nahm die Vorlage zum Abwasserprojekt am 29. November mit einem Ja-Stimmenanteil von über 80 % deutlich an. In der Gemeinde Teufen kommt das Sachgeschäft voraussichtlich im nächsten Jahr vor das Volk.

Separater Gewässerschutzfonds
Der Kanton fördert die Abwasseranschlüsse von kleineren ARA an grosse, regionale Anlagen. Erhöhte Betriebssicherheit, verbesserte Reinigungseffizienz und ökologische Gründe, wie z.B. grössere Vorfluter und neuerdings auch die Entfernung von Spurenstoffen auf den grossen ARA, sprechen dafür. Die Kantonsbeiträge werden über einen separaten Fonds für Gewässerschutzprojekte finanziert. Dieser Fonds wird seit den 1990er Jahren von den Gemeinden gespiesen: Die Gebühren für die Gemeinden bemessen sich anhand der Restschmutzfracht, die von ihren Kläranlagen in die Gewässer eingeleitet werden.
 

Während es im Jahr 2015 noch 16 öffentliche ARA in Appenzell Ausserrhoden gab, sind bereits nach 2025 voraussichtlich nur noch die Hälfte davon in Betrieb. Bedingt durch die Anschlüsse an grosse St. Galler Anlagen und die Pulveraktivkohle-Stufe der ARA Herisau werden mittelfristig über 90 % des Abwassers aus dem Kanton von ökologisch kritischen Spurenstoffen (wie Arzneimitteln, Kosmetika etc.) befreit werden. Dies ist im schweizerischen Vergleich ein sehr hoher Anteil.

Zusätzliche Informationen

Departement Bau und Volkswirtschaft

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9102 Herisau
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