Inhalt

COVID-Verordnung Kultur

Die Unterstützungsmassnahmen

Die Ausbreitung des Coronavirus und die behördlichen Massnahmen zu deren Eindämmung haben schwerwiegende Auswirkungen auf den Kultursektor. Kulturschaffende, Kulturinstitutionen und Kulturveranstaltende sind durch Verschiebungen und Absagen sowie geschlossene Kulturbetriebe mit Ausfällen von Einnahmen und unverhältnismässigen Ausgaben konfrontiert. Die Folgen für die Kultur sind gravierend und können existenzbedrohend sein.

Mit dem Ziel die kulturelle Vielfalt, den Reichtum des kulturellen Schaffens und die vielen gewachsenen Kulturinstitutionen zu erhalten, stellen der Bund und die Kantone die Mittel für ein umfangreiches Massnahmenpaket zur Verfügung.

Es gibt drei Arten von Hilfe: Kulturschaffende und für Kulturinstitutionen können zum einen Soforthilfen (Einreichefrist ist bereits abgelaufen) und zum anderen Entschädigungen für finanzielle Verluste beantragen. Zum dritten gibt es finanzielle Unterstützung für Laienvereine. Daneben gelten die Massnahmen der Gesamtwirtschaft: Entschädigungen für Kurzarbeit für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen, Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbstständige, Liquiditätshilfen für Unternehmen, ausdrücklich auch für den Kultursektor.

Beim Amt für Kultur können Gesuche für Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende eingereicht werden. Nachstehend finden Sie eine Übersicht zu den unterschiedlichen Unterstützungsbeiträgen, die entsprechenden Gesuchsformulare sowie Informationen rund um die Kulturförderung im Zusammenhang mit der Covid-Verordnung Kultur. Das Amt für Kultur wird die Gesuche im Sinne der COVID-Verordnung des Bundes sowie der im kantonalen Kulturkonzept festgehaltenen Grundsätze, Richtlinien und Prioritäten beurteilen.

Gesuche für Ausfallentschädigungen sind bis spätestens 20. September 2020 einzureichen. Die Frist für Soforthilfe-Gesuche ist am 20. Mai 2020 abgelaufen.

Beachten Sie bitte die kantonale Prioritätenordnung der Umsetzung der Massnahmen.

Bei Fragen oder Anliegen zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Übersicht Unterstützungsmassnahmen für den Kulturbereich


Der Bundesrat hat am 20. März 2020 ein umfassendes Massnahmenpaket für die Gesamtwirtschaft beschlossen, das auch für den Kulturbereich gilt, insbesondere die Kurzarbeitsentschädigung für Angestellte, die Erwerbsausfallentschädigung für Selbstständige und die Liquiditätshilfen für Unternehmen. Ergänzend zu den gesamtwirtschaftlichen Massnahmen wurden für den Kultursektor spezifische Hilfen entwickelt, die in der Covid-Verordnung Kultur festgehalten sind: Soforthilfen für Kulturunternehmen, Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen und Kulturschaffende, Finanzhilfen für Laien-Kulturvereine.
 

Übersichtsschema der Unterstützungsmassnahmen

Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen


Nicht gewinn- und gewinnorientierte Kulturunternehmen mit Sitz in Appenzell Ausserrhoden können beim Amt für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden Ausfallentschädigung beantragen, um den finanziellen Schaden von abgesagten oder verschobenen Veranstaltungen und Projekten sowie von Betriebsschliessungen zu decken.

Einreichetermin: Gesuche für Ausfallentschädigungen sind bis zum 20. September 2020 einzureichen.

Ablaufschema von Unterstützungsmöglichkeiten
Merkblatt
Gesuchsformular (pdf)
Gesuchsformular (word)
Schadensberechnung

Ausfallentschädigung für Kulturschaffende


Kulturschaffende mit Wohnsitz in Appenzell Ausserrhoden können beim Amt für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden Ausfallentschädigung beantragen, um den finanziellen Schaden von abgesagten oder verschobenen Veranstaltungen und Projekten sowie von Betriebsschliessungen zu decken.

Einreichetermin: Gesuche für Ausfallentschädigungen sind bis zum 20. September 2020 einzureichen.

Ablaufschema von Unterstützungsmöglichkeiten
Merkblatt
Gesuchsformular (pdf)
Gesuchsformular (word)
Schadensberechnung

Soforthilfen für Kulturschaffende


Kulturschaffende, die aufgrund der Erwerbsausfälle wegen der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, können zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten Soforthilfe erhalten, soweit dies nicht über die neue Entschädigung für Erwerbsausfall in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung sichergestellt ist. Zuständig für die Soforthilfe für Kulturschaffende ist Swissculture Sociale, der Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden, sowie die verschiedenen Berufsverbände. Beachten Sie ebenfalls die Linksammlung weiter unten.

Ablaufschema von Unterstützungsmöglichkeiten

Unterstützung für Kulturvereine im Laienbereich


Laien-Kulturvereine in den Bereichen Musik und Theater (Chöre, Orchester, Theatervereine) können zur Abfederung der mit der Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen verbundenen finanziellen Schäden Finanzhilfen erhalten. Zuständig dafür sind die nationalen Verbände im jeweiligen Kulturbereich. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Gesuchsformular (pdf)

Links zu Informationen und Verbänden


Aktuelle Informationen und weitere Hilfestellungen finden Sie auf der Webseite des Bundes und den Webseiten der Verbände.  

Aktuelle Bestimmungen für die Durchführung von Veranstaltungen in der Schweiz
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnahmen-des-bundes.html

Bundeamt für Kultur
www.bak.admin.ch

Swissculture
Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden
www.suisseculture.ch

Verein Musikschaffende Schweiz
erhebt die Gagenausfälle von Musikerinnen und Musikern
www.sonart.swiss

Verein der Theaterschaffenden Schweiz
erhebt die Gagenausfälle von Theaterschaffenden
www.tpunkt.ch

Danse Suisse, Berufsverband der Tanzschaffenden Schweiz
erhebt die Gagenausfälle im Tanz
www.dansesuisse.ch

Verband der Autorinnen und Autoren der Schweiz
www.a-d-s.ch

Berufsverband der bildenden Künstlerinnen und Künstlern
visarte.ch/de/

Gesuche für zukünftige Projekte


Kulturschaffende und -institutionen sind besonders stark von dem Stillstand des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens betroffen. Gerade in dieser anspruchsvollen Zeit setzt sich die Kulturförderung von Appenzell Ausserrhoden zum Ziel, Gesuche für finanzielle Beiträge für Projekte regulär zu bearbeiten und bis 24. März 2020 verfügte Beiträge auszuzahlen.

Bei Beiträgen, die nach dem 24. März 2020 gesprochen werden, sind Gesuchstellende verpflichtet, die zumutbaren Massnahmen zur Schadensminderung zu ergreifen. Da derzeit offen ist, wie lange welche behördlichen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie gelten werden, wird empfohlen, kostenrelevante Vorarbeiten zu Projekten erst dann anzugehen, wenn aufgrund entsprechender Verlautbarungen der zuständigen Behörden davon ausgegangen werden kann, dass das Projekt mit grosser Wahrscheinlichkeit durchgeführt werden kann. Andernfalls kann der zugesicherte Kantonsbeitrag verfallen oder im Verhältnis zum eingegangenen Risiko gekürzt werden, wenn das Projekt infolge Corona-Pandemie nicht wie geplant durchgeführt wird.

Umgang mit bereits gesprochenen Projekt- und Jahresbeiträgen (LV) (Mitteilung vom 19.03.2020, aktualisiert 20.02.2020)


Die Ausbreitung des Coronavirus hat schwerwiegende Auswirkungen auf den Kultursektor. Die Existenz zahlreicher Kulturunternehmen, Kulturschaffende und Institutionen ist gefährdet. Was passiert mit den gesprochenen Fördermitteln für abgesagte Veranstaltungen, für verschobene Projekte und den gesprochenen Jahresbeiträgen für Institutionen? Wir haben die wichtigsten Informationen und Hinweise für Sie zusammengefasst.

Projektbeiträge
Bei geförderten Projekten und Veranstaltungen, die mit Mitteln aus dem Kulturfonds unterstützt wurden und aufgrund der behördlichen Massnahmen nicht durchgeführt werden können
- und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, bleibt der zugesprochene Beitrag bestehen. Die Verschiebung bzw. das Verschiebedatum ist mitzuteilen. Die Verschiebung kann auch auf das nächste Jahr erfolgen. Der Beitrag wird nach Durchführung und Einreichung der Abrechnung ausbezahlt. Sind bereits Kosten angefallen, kann ein Teil des Förderbeitrages jetzt ausbezahlt werden.
- oder abgebrochen bzw. abgesagt werden, bitten wir Sie uns eine Abrechnung über die angefallenen Kosten sowie allfällige Einnahmen einzureichen. Weist die Schlussabrechnung keinen Einnahmeüberschuss aus, wird der gesprochene Beitrag ausbezahlt bzw. der bereits ausbezahlte Beitrag nicht zurückgefordert.

Betriebsbeiträge an Kulturinstitutionen (Leistungsvereinbarungen)
Der Kanton hält an den Leistungsvereinbarungen fest. Sie werden nicht gekürzt oder zurückgefordert, falls die Leistungen nicht oder nur teilweise aufgrund der behördlich angeordneten Massnahme erfüllt werden können. Die Auszahlungen erfolgen nach dem vereinbarten Modus.

Gesuche für zukünftige Projekte
Es ist uns ein Anliegen, dass die kulturelle Vielfalt erhalten bleibt, die Strukturen des kulturellen Lebens gestärkt und Kulturschaffende auch in Zukunft eine Existenz haben. Gesuche für zukünftige Projekte bearbeiten wir möglichst termingerecht und nach den gültigen Kriterien.

Weitere Hinweise und Links
Aktuelle Bestimmungen für die Durchführung von Veranstaltungen finden Sie unter folgendem Link: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnahmen-des-bundes.html

Weitere Informationen zur aktuellen Situation von Kulturschaffenden sind auf folgenden Websites zu finden, insbesondere von Swissculture, dem Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden https://www.suisseculture.ch. Der Verein Musikschaffende Schweiz erhebt die Gagenausfälle von Musikerinnen und Musikern https://www.sonart.swiss/. Der Verein der Theaterschaffenden Schweiz erhebt die Gagenausfälle von Theaterschaffenden https://www.tpunkt.ch. Danse Suisse, Berufsverband der Tanzschaffenden Schweiz, erhebt die Gagenausfälle im Tanz http://www.dansesuisse.ch/. Der Verband der Autorinnen und Autoren der Schweiz informiert auf seiner Website https://www.a-d-s.ch/; ebenso der Berufsverband der bildenden Künstlerinnen und Künstlern: https://visarte.ch/de/.

Bei Fragen oder Anliegen zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

Stand: 20. Mai 2020

Kantonale Prioritätenordnung der Umsetzung der Massnahmen


Verordnung über die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19) im Kultursektor (COVID-Verordnung Kultur; SR 442.15)

Gestützt auf den Entscheid des Regierungsrates von Appenzell Ausserrhoden vom 14. April 2020 (RRB 2020-166) gibt das Amt für Kultur, welches zuständig ist für die Gesuche und Entscheide, die Prioritätenordnung für die Umsetzung der Massnahmen im Kulturbereich bekannt:

Vorbemerkung: Eine Prioritätenordnung hat als leitendes Prinzip die Gleichbehandlung, weswegen die Entscheidungsträger gehalten sind, eine generell-abstrakte Prioritätenordnungen aufzustellen. Können wegen beschränkter finanzieller Mittel nicht alle Projekte berücksichtigt werden, welche die Anforderungen für die Zusprechung einer Ermessenssubvention erfüllen, sind die zuständigen Behörden verpflichtet, Prioritätenordnungen aufzustellen.

Das Amt für Kultur handelt nach folgender Ordnung:

a) Allgemeine Grundsätze basierend auf dem Kulturkonzept

  • Leitsätze 1 bis 4 und 10
    Leitsatz 1: Sicherung kulturelle Grundversorgung (Service public)
    Leitsatz 2: Pflege der kulturellen Eigenart und Vielfalt
    Leitsatz 3: Pflege des kulturellen Erbes und die Auseinandersetzung damit
    Leitsatz 4: Kulturvermittlung und -austausch, Vernetzung der Kulturlandschaft Ausserrhodens
    Leitsatz 10: Beitrag zur Stärkung des kulturellen Profils des Kantons
  • Fördergrundsätze und Fördervoraussetzungen
  • Prioritär ist, die gewachsenen Strukturen und die vorhandene kulturelle Vielfalt zu erhalten
  • Prioritär werden bisher geförderten Personen und Institutionen, welche kulturell beachtete Leistungen erbrachten, berücksichtigt

b) Kulturpolitische Prioritäten basierend auf dem Kulturkonzept

  • Regionale Vielfalt
  • Hauptbereiche: Musik, Literatur, Tanz, Theater, Film, Kunst und Design
  • Interkantonale Förderprogramme: Kulturvermittlung, Literatur, Tanz und Design

c) Strategische Ziele basierend auf dem Kulturkonzept

  • Kulturvermittlung
  • Kooperation unter Museen
  • Sicherstellung der Kontinuität
  • Einzigartige Festivals

Zum detaillierten Kulturkonzept