Inhalt

COVID

Corona-Virus und Kulturförderung

Die Corona-Pandemie beeinflusst das kulturelle Leben nach wie vor massiv. Schutzmassnahmen sowie die Verschiebung und Absage von kulturellen Veranstaltungen und Projekten beeinträchtigen eine Vielzahl von Kulturinstitutionen und -schaffenden. Zugleich werden Projekte und Konzepte entwickelt, um sich den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen.

Kulturunternehmen können im Kanton Appenzell Ausserrhoden bis Ende 2021 Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen und neu auch Beiträge für Transformationsprojekte. Im Zeitraum Frühjahr 2020 bis Ende 2021 stehen insgesamt rund 2.9 Mio. Franken für Corona-Unterstützungsmassnahmen im Kulturbereich zur Verfügung, je hälftig finanziert von Kanton und Bund. Anspruchsberechtigt sind Kulturunternehmen in den Kulturbereichen darstellende Künste und Musik, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur sowie Museen, sofern sie die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen.

Kulturschaffende mit Wohnsitz im Kanton Appenzell Ausserrhoden können für den finanziellen Schaden, der seit dem 1. November 2020 und bis Ende 2021 namentlich aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen entsteht, eine Entschädigung beantragen. Zuständig dafür ist das Amt für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Schäden zwischen dem 1. November und dem 18. Dezember 2020 stehen unter dem Vorbehalt der vom Bundesrat dem Bundesparlament beantragten Änderung des Covid-19-Gesetzes. Die Gesuche werden dementsprechend erst nach der Frühjahrssession des Parlaments (voraussichtlich 20. März 2021) entschieden..

Die Corona-Unterstützungsmassnahmen sollen einerseits die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 auf die Kulturunternehmen mildern und anderseits die Kulturunternehmen bei der Anpassung an die veränderten Verhältnisse unterstützen. Ziel ist, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten.

Untenstehend finden Sie eine Übersicht zu den unterschiedlichen Unterstützungsbeiträgen, die entsprechenden Gesuchsformulare sowie Antworten zu aktuellen Fragen rund um die Kulturförderung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Bitte beachten Sie für die Gesuchseingabe die Fristen (siehe Merkblätter).

Die Website wird aufgrund der sich verändernden Rahmenbedingungen regelmässig aktualisiert (Stand: 03. Februar 2021).

Welche zusätzliche Unterstützung gibt es in der Kultur aufgrund der Corona-Pandemie?

Übersichtsschema der Unterstützungsmassnahmen

Gesuche für Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen


Zahlreiche grosse und kleine Kulturunternehmen und -institutionen haben massive finanzielle Schäden in der aktuellen Situation. Sie können neben Kurzarbeit deshalb eine Ausfallentschädigung beantragen.

Bitte lesen Sie vor einer Gesuchseinreichung unbedingt das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen (dieses ist für die Anmeldung des Schadens und für die Beurteilung des Gesuchs verbindlich) und beachten Sie die verbindlichen Eingabetermine und -fristen im Merkblatt. Die Gesuche sind grundsätzlich rückwirkend einzureichen, d.h. der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung bereits eingetreten sein. Davon ausgenommen sind Gesuche für finanzielle Schäden in den letzten Wochen des Schadenszeitraumes im November und Dezember 2021.

Es gelten folgende Schadens- und Gesuchsperioden und damit verbundene Fristen:

  • Gesuche für finanzielle Schäden bis 31. Dezember 2020 sind rückwirkend bis spätestens 31. Januar 2021 einzureichen. In der Regel können Schäden im Zeitraum 1. November 2020 bis 31. Dezember 2020 angemeldet werden.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum 1. Januar bis 30. April 2021 sind rückwirkend so rasch als möglich, spätestens aber bis am 31. Mai 2021 einzugeben.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum 1. Mai bis 31. August 2021 sind rückwirkend so rasch als möglich, spätestens aber bis am 30. September 2021 einzugeben.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2021 sind spätestens bis am 30. November 2021 einzugeben.

Die Termine und Fristen sind verbindlich. Verspätet oder zu früh angemeldete Schäden werden nicht berücksichtigt.

Die angeführten Fristen für den Schadenszeitraum beziehen sich bei Veranstaltungen oder Projekten auf denjenigen Zeitraum, in dem die entsprechende Veranstaltung oder das Projekt geplant war. Gab es Kosten – z.B. eine Lokalmiete oder Personalkosten –, die bereits vorher in direktem Zusammenhang mit der Veranstaltung oder dem Projekt entstanden sind, können diese bei der Ausfallentschädigung geltend gemacht werden.

Nicht gewinnorientierte sowie auch gewinnorientierte Kulturunternehmen und -institutionen können für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen entsteht, eine Ausfallentschädigung in Form einer nicht-rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen. Die Ausfallenschädigung kann bis zu 80 Prozent des anrechenbaren Schadens decken. Falls der Sitz Ihres Unternehmens im Kanton Appenzell Ausserrhoden ist, ist das Amt für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden zuständig. Die maximale Kostengutsprache für Ausfallentschädigungen pro Kulturunternehmen liegt in Appenzell Ausserrhoden kumuliert auf die Laufzeit der Covid-19-Kulturverordnung bei Fr. 100‘000.–.

Wichtiger Hinweis: Bund und Kantone streben im Sinne der kulturellen Vielfalt an, dass Kulturunternehmen die Kulturschaffenden für vereinbarte Engagements entschädigen, auch wenn Auftritte bzw. Projekte letztlich nicht stattfinden können (siehe auch die Rubrik «Schaden und Schadensminderung» im Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen). Dabei wird davon ausgegangen, dass die Kulturunternehmen die Kulturakteure angemessen entschädigen, d.h. sich bei der Entschädigung der Kulturakteure an den empfohlenen Mindesthonoraren von relevanten Branchenverbänden orientieren.

Die Schadensberechnung stützt sich auf die – durch den Ausfall, die Verschiebung oder die (aufgrund von Schutzkonzepten) eingeschränkte Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder betriebliche Einschränkungen – entgangenen Einnahmen sowie die nicht angefallenen Aufwände ab. Als entgangene Einnahmen können z.B. entgangene Ticket-, Shop- und/oder Vermietungseinnahmen und auch nicht erhaltene Sponsoring- oder Kulturfördergelder angerechnet werden. Auch für verhältnismässige und spezifische Schutzmassnahmen, die durch die staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus notwendig geworden sind, können Ausfallentschädigungen beantragt werden. Die entgangenen Einnahmen sowie die Mehraufwände werden den nicht angefallenen Kosten (z.B. Gagen, Produktionskosten usw.) als Schadensminderung gegenübergestellt. Schadensmindernd angerechnet werden auch allfällige Kurzarbeitsentschädigungen usw.

Berechnung der Ausfallentschädigung: Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen können auf zwei unterschiedliche Arten berechnet werden. Die Gesuchstellenden müssen sich pro Schadensperiode für eine Art der Schadensberechnung entscheiden:

  • Konkrete Schadensberechnung: Bei dieser Berechnung wird der Schaden anhand konkreter und belegbarer Ausfälle berechnet. (Formular Schadensberechnung konkret)
  • Pauschalisierte Schadensberechnung: Bei dieser Berechnung wir der Schaden anhand der durchschnittlichen monatlichen Einnahmen der Jahre 2017, 2018 und 2019 berechnet. (Formular Schadensberechnung pauschal)

Bitte verwenden Sie für die Einreichung die Mustervorlagen zur Schadensberechnung als Gesuchsbeilage.

Gesuch stellen
Bitte lesen Sie vor der Gesuchseingabe unbedingt das Merkblatt Ausfallentschädigungen an Kulturunternehmen. Das Amt für Kultur beurteilt die Gesuche gestützt auf die COVID-19-Kulturverordnung des Bundes (SR 442.15), das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen und die kantonale Prioritätenordnung. Diese berücksichtigt das Kulturkonzept, das kantonalen Kulturförderungsgesetz (bGS 420.1) und die kantonale Kulturförderungsverordnung (bGS 420.11).

Gesuche für Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende


Der Anteil von Kulturschaffenden, die selbständig erwerbend sind, und dadurch weder von Kurzarbeit erfasst werden können, noch durch eine Arbeitslosenversicherung abgesichert sind, ist in der Kulturbranche hoch. Kulturschaffende können deshalb Nothilfe, Erwerbsersatzentschädigung und Ausfallentschädigungen beantragen.

Kulturschaffende können für den finanziellen Schaden, der seit dem 1. November 2020 und bis Ende 2021 namentlich aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen entsteht, eine Entschädigung beantragen. Zuständig dafür ist das Amt für Kultur des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Schäden zwischen dem 1. November und dem 18. Dezember 2020 stehen unter dem Vorbehalt der vom Bundesrat dem Bundesparlament beantragten Änderung des Covid-19-Gesetzes. Die Gesuche werden dementsprechend erst nach der Frühjahrssession des Parlaments (voraussichtlich 20. März 2021) entschieden.

Bitte lesen Sie vor einer Gesuchseinreichung unbedingt das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturschaffende (dieses ist für die Anmeldung des Schadens und für die Beurteilung des Gesuchs verbindlich) und beachten Sie die verbindlichen Schadenszeiträume und Eingabefristen im Merkblatt.

Die Gesuche sind grundsätzlich rückwirkend einzureichen, d.h. der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bereits eingetreten sein. Davon ausgenommen sind Gesuche für finanzielle Schäden in den letzten Wochen des Schadenszeitraumes im November und Dezember 2021.

Es gelten folgende Schadens- und Gesuchsperioden und damit verbundene Fristen:

  • Gesuche für finanzielle Schäden zwischen dem 1. November 2020 und dem 31. Januar 2021: bis zum 28. Februar 2021* – * Schäden zwischen dem 1. November und dem 18. Dezember 2020 stehen unter dem Vorbehalt der vom Bundesrat dem Bundesparlament beantragten Änderung des Covid-19-Gesetzes.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum 1. Februar 2021 bis 30. April 2021 sind rückwirkend so rasch als möglich, spätestens aber bis am 31. Mai 2021 einzugeben.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum 1. Mai bis 31. August 2021 sind rückwirkend so rasch als möglich, spätestens aber bis am 30. September 2021 einzugeben.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2021 sind spätestens bis am 30. November 2021 einzugeben.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt.

Gesuch stellen
Bitte lesen Sie vor der Gesuchseingabe das Merkblatt Ausfallentschädigungen an Kulturschaffende und verwenden Sie für die Einreichung die Mustervorlage zur Schadensberechnung. Das Amt für Kultur beurteilt die Gesuche gestützt auf die COVID-19-Kulturverordnung des Bundes (SR 442.15), das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturschaffende und die kantonale Prioritätenordnung.

 

Gesuche für Beiträge an Transformationsprojekte von Kulturunternehmen


Kulturunternehmen können für Kosten, die für Transformationsprojekte entstehen, Beiträge in Form einer nicht-rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen. Unterstützt werden Projekte, mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die durch die Covid-19-Epidemie veränderten Verhältnisse bezwecken und die der strukturellen Neuausrichtung oder Publikumsgewinnung dienen. Die Beiträge können bis zu 80 Prozent der Kosten für Transformationsprojekte betragen. Die maximale Beitragssumme an Transformationsprojekte pro Kulturunternehmen liegt in Appenzell Ausserrhoden kumuliert auf die Laufzeit der Covid-19-Kulturverordnung bei Fr. 100‘000.–.

Bitte lesen Sie vor einer Gesuchseinreichung unbedingt das Merkblatt Transformationsprojekte (dieses ist für die Einreichung und Beurteilung des Gesuchs verbindlich).

Transformationsprojekte umfassen zwei Kategorien von Vorhaben:

  • Zum einen sind Vorhaben förderfähig, die eine strukturelle Neuausrichtung des Kulturunternehmens zum Gegenstand haben. Damit sind Vorhaben wie unter anderem organisatorische Verschlankungen, Kooperationen verschiedener Kulturunternehmen oder Zusammenschlüsse (Fusionen) gemeint.
  • Zum anderen können Projekte unterstützt werden, welche die Wiedergewinnung von Publika oder die Erschliessung neuer Publikumssegmente bezwecken.

Transformationsprojekte sind auf ein definiertes Ziel ausgerichtet und haben eine begrenzte Zeitdauer. Sie bezwecken in jedem Fall eine Anpassung an die durch die Corona-Epidemie veränderten Verhältnisse.

Gesuch stellen
Bitte lesen Sie vor der Gesuchseingabe das Merkblatt Beiträge an Transformationsprojekte. Das Amt für Kultur beurteilt die Gesuche gestützt auf die COVID-19-Kulturverordnung des Bundes (SR 442.15), das Merkblatt Beiträge an Transformationsprojekte und die kantonale Prioritätenordnung. Diese berücksichtigt das Kulturkonzept, das kantonalen Kulturförderungsgesetz (bGS 420.1) und die kantonale Kulturförderungsverordnung (bGS 420.11).

Welche Kulturbereiche sind anspruchsberechtigt?


Anspruchsberechtigt für Ausfallentschädigungen und Beiträge an Transformationsprojekte sind Kulturunternehmen aus den Bereichen darstellende Künste, Design, Film, visuelle Kunst, Literatur, Musik und Museen (Kulturbereich):

  • Darstellende Künste und Musik: Erfasst sind darstellende Künste im engeren Sinne und deren Vermittlung (Theater, Oper, Ballett, zirzensische Künste, klassische und zeitgenössische Konzerthäuser und -lokale, Orchester, Musiker, DJ, Sänger*innen, Chöre, Tänzer*innen, Schauspieler*innen, Strassenkünstler*innen, Theaterensembles und Tanzcompanies), die Erbringung von Dienstleistungen für darstellende Künste und Musik (inkl. Musikagent*innen, Tourmanager*innen, etc.) sowie der Betrieb von Kultureinrichtungen im Bereich der darstellenden Künste und der Musik (inkl. Clubs für aktuelle Musik, sofern sie über eine künstlerische Programmgestaltung verfügen) sowie Tonstudios. Nicht erfasst sind das Verlegen von bespielten Tonträgern und Musikalien (Musiklabels) die Herstellung von Musikinstrumenten, der Handel mit Musikinstrumenten, kommerzielle Anbieter von Kulturagenden, Ticket-Services, Seminarräumen etc. sowie Discotheken, Dancings, Night Clubs.
  • Design: Erfasst sind Ateliers und Studios für unter anderem Textil-, Objekt-, Schmuck- und Grafikdesign. Nicht erfasst sind Architekturbüros und Restaurator*innen.
  • Film: Erfasst sind die Herstellung von Filmen und deren Vermittlung (inkl. Filmfestivals), Filmtechnik, Filmverleih und -vertrieb sowie der Betrieb von Kinos. Nicht erfasst sind der Handel mit bespielten Ton- und Bildträgern oder Videotheken.
  • Visuelle Kunst: Erfasst sind Tätigkeiten im Bereich der bildenden Kunst (inklusive interaktive Medienkunst und Fotografie) und deren Vermittlung (inkl. subventionierte Kunsträume). Nicht erfasst sind der Betrieb von Fotolabors sowie der Kunsthandel (inkl. Galerien) und der Handel mit Antiquitäten.
  • Literatur: Erfasst sind literarisches Schaffen (inklusive literarisches Übersetzen) und dessen Vermittlung (inkl. Literaturfestivals), d.h. Vermittlungsprojekte und -veranstaltungen von Buchhandlungen, Verlagen und Bibliotheken. Nicht erfasst sind das Drucken und das Verlegen von Büchern, der Handel mit Büchern sowie Archive.
  • Museen: Erfasst sind öffentlich zugängliche Museen, Ausstellungsorte und Sammlungen und die Vermittlung von kulturellem Erbe. Nicht erfasst sind Zoos und botanische Gärten sowie der Betrieb von historischen Stätten und Gebäuden.

Insgesamt ausgeschlossen ist der Bildungsbereich in allen Disziplinen (Musik-, Tanz-, Theater-, Kunst-, Film(hoch)schulen etc.).

Als Kulturunternehmen und damit als anspruchsberechtigt für Ausfallentschädigungen gelten auch Veranstalter im Laienbereich, sofern sie ein Veranstaltungsbudget von mindestens 50'000 Franken aufweisen und einen Schaden von mindestens 10'000 Franken erleiden.

Anspruchsberechtigt für Beiträge an Transformationsprojekte ist auch ein Zusammenschluss verschiedener Kulturakteure (z.B. von Kulturschaffenden), der als juristische Person des Privatrechts konstituiert ist und dessen Zweck gemäss Statuen in der Kooperation, in gemeinsamen Projekten oder der Durchführung einer Veranstaltung oder eines Festivals besteht.
 

Welche zusätzliche Unterstützung können Kulturschaffende beantragen?

  • Nothilfe der Swissculture sociale: Kulturschaffende, die aufgrund der Erwerbsaufälle wegen der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, können zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten Nothilfe erhalten, soweit dies nicht über die Entschädigung für Erwerbsausfall in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung sichergestellt ist. Zuständig für die Nothilfe für Kulturschaffende ist Swissculture sociale, der Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden.
  • Nothilfe der Ausserrhoder Stiftungen: In Appenzell Ausserrhoden haben sich verschiedene gemeinnützig tätige Ausserrhoder Stiftungen bereit erklärt, finanzielle Mittel für einen Nothilfefonds für Kulturschaffende zur Verfügung zu stellen. Die Stiftungen verwalten die Mittel des Nothilfefonds aber nicht selbst, sondern überweisen diese an die Ausserrhodische Kulturstiftung. Die gemeinnützig tätigen Ausserrhoder Stiftungen haben in Zusammenarbeit mit der Ausserrhodischen Kulturstiftung festgelegt, dass die Nothilfebeiträge subsidiär zu den vom Bundesrat beschlossenen «Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus im Kultursektor» und den Massnahmen des Kantons zum Tragen kommen sollen. Damit ist die Schnittstelle zum kantonalen Amt für Kultur gewährleistet. Gesuche um Unterstützung aus dem Nothilfefonds können Kulturschaffende stellen, die 1. über die «Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus im Kultursektor» (www.ar.ch/kulturfoerderung) nicht oder nicht genügend unterstützt werden können. 2. ihre finanzielle Notlage ausreichend begründen können. 3. einen besonderen Bezug zu Appenzell Ausserrhoden oder zur Ausserrhodischen Kulturstiftung nachweisen können.
    Kontakt: Ausserrhodische Kulturstiftung, c/o Matthias Weishaupt, Präsident, Speicherstrasse 34, 9053 Teufen, praesident@ar-kulturstiftung.ch.
  • Erwerbsersatzentschädigung: Zudem können selbständigerwerbende Kulturschaffende, die wegen einer behördlich angeordneten Betriebsschliessung oder Veranstaltungsabsage Erwerbseinbussen erleiden, bis Ende 2021 bei der kantonalen Ausgleichskasse Corona-Erwerbsersatzentschädigung beziehen. Die Entschädigung muss für jede Betriebsschliessung und für jede abgesagte Veranstaltung einzeln angemeldet werden: https://www.sovar.ch/site/index.cfm. Entschädigungen für weitere Betroffene wird der Bundesrat auf dem Verordnungsweg regeln. Die kantonale Ausgleichskasse informiert, sobald Klarheit darüber besteht, wer unter welchen Voraussetzungen einen diesbezüglichen Anspruch hat.
     

Welche zusätzliche Unterstützung können Kulturvereine im Laienbereich beantragen?


Laien-Kulturvereine in den Bereichen Musik und Theater (Chöre, Orchester, Theatervereine) können zur Abfederung der mit der Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen verbundenen finanziellen Schäden Finanzhilfen erhalten. Zuständig dafür sind die nationalen Verbände im jeweiligen Kulturbereich. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: https://www.bak.admin.ch/bak/de/home/themen/covid19/bereiche-musik-theater.html.

Kulturvereine im Laienbereich von regionaler Bedeutung können auf Gesuch hin ebenfalls Ausfallentschädigung erhalten, sofern sie alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllen und sie keine Finanzhilfe für Kulturvereine im Laienbereich beantragt haben.
 

Weitere Fragen und Antworten


Werden bereits zugesicherte Projektbeiträge ausbezahlt, wenn ein Projekt abgesagt oder verschoben wird?

  • Gilt für Projektbeiträge, die bis 24. März 2020 gesprochen wurden:
    a) Kann ein Projekt aufgrund der behördlichen Massnahmen nicht durchgeführt werden und wird das Projekt deshalb verschoben, ist die Verschiebung bzw. das Verschiebedatum mitzuteilen. Der zugesicherte Beitrag wird nach der Durchführung bzw. nach Einreichung der Projektschlussabrechnung ausbezahlt. Falls ein Teil der Kosten bereits jetzt angefallen ist, kann der Beitrag in Raten ausbezahlt werden.
    b) Kann ein Projekt aufgrund der behördlichen Massnahmen nicht durchgeführt werden und wird das Projekt deshalb abgebrochen bzw. abgesagt, ist die Projektschlussabrechnung einzureichen, in der die bereits entstandenen Kosten sowie allfällige Einnahmen aufzuführen sind. Der zugesicherte Beitrag wird ausbezahlt, sofern die Schlussabrechnung unter Berücksichtigung des zugesicherten Projektbeitrags keinen Einnahmenüberschuss ausweist.
    c) Wird ein Projekt vorsorglich verschoben oder abgebrochen bzw. abgesagt, ist zusätzlich eine Begründung für die vorsorgliche Sistierung anzugeben (zum Beispiel, weil aktuell aufwändige Vorarbeiten geleistet werden müssten bzw. bereits Kosten anfallen).
  • Gilt für Projektbeiträge, die ab 24. März 2020 gesprochen wurden: Gesuchstellende sind verpflichtet, die zumutbaren Massnahmen zur Schadensminderung zu ergreifen. Da derzeit offen ist, wie lange welche behördlichen Massnahmen gegen die Corona-Pandemie gelten werden, wird empfohlen, kostenrelevante Vorarbeiten zu Projekten erst dann anzugehen, wenn aufgrund entsprechender Verlautbarungen der zuständigen Behörden davon ausgegangen werden kann, dass das Projekt mit grosser Wahrscheinlichkeit durchgeführt werden kann. Andernfalls kann der zugesicherte Kantonsbeitrag verfallen oder im Verhältnis zum eingegangenen Risiko gekürzt werden, wenn das Projekt infolge Corona-Pandemie nicht wie geplant durchgeführt wird.

Werden bereits zugesicherte Jahresbeiträge an Institutionen ausbezahlt, wenn sie geschlossen und/oder Anlässe abgesagt sind?
Bei kulturellen Institutionen und Organisationen, die einen Jahresbeitrag erhalten, haben Anpassungen ihrer Leistungen aufgrund von Massnahmen rund um die Corona-Pandemie bis auf Weiteres keine Anpassung des Jahresbeitrags zur Folge.

Welche Bestimmungen gelten für die Durchführung von Veranstaltungen?
Die aktuellen Bestimmungen für die Durchführung von Veranstaltungen im Kanton Appenzell Ausserrhoden sowie auch zu Schutzkonzepten sind zu finden unter: https://ar.ch/verwaltung/departement-gesundheit-und-soziales/amt-fuer-gesundheit/informationsseite-coronavirus/.

Was ist bezüglich Schutzkonzepte zu beachten?
Kulturinstitutionen und -veranstaltende haben Schutzkonzepte zu entwickeln. Die Verantwortung dafür liegt bei jeder einzelnen Kulturinstitution bzw. bei jedem einzelnen Kulturveranstaltenden. Kulturinstitutionen und -veranstaltern wird empfohlen, sich regelmässig mit der Frage des Schutzkonzeptes zu beschäftigen und es in Abstimmung mit den Regelungen ihres Verbandes zu aktualisieren. Mehr Informationen dazu: https://www.ar.ch/verwaltung/departement-bau-und-volkswirtschaft/amt-fuer-wirtschaft-und-arbeit/coronavirus-informationen-fuer-die-ausserrhoder-wirtschaft/

Wo sind weitere Informationen zu finden?
Weitere Informationen zur aktuellen Situation von Kulturschaffenden sind auf folgenden Websites zu finden, insbesondere von Suisseculture, dem Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden. Der Verein Musikschaffende Schweiz erhebt die Gagenausfälle von Musikerinnen und Musikern. Der Verein der Theaterschaffenden Schweiz erhebt die Gagenausfälle von Theaterschaffenden. Danse Suisse, Berufsverband der Tanzschaffenden Schweiz, erhebt die Gagenausfälle im Tanz. Der Verband der Autorinnen und Autoren der Schweiz informiert auf seiner Website; ebenso der Berufsverband der bildenden Künstlerinnen und Künstlern.

Zusätzliche Informationen

Amt für Kultur

Landsgemeindeplatz 5
9043 Trogen
T: +41 71 353 67 48

Auskunft & Beratung

Für Fragen ist Ursula Steinhauser Ansprechperson. Bitte kontaktieren Sie uns unter der Email-Adresse kultur@ar.ch. Wir helfen Ihnen gerne weiter.