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Ausstellung geschlossen

Die Ausstellung «Stadtansichten der Nürnberger Chronik von Hartmann Schedel» bleibt ab dem 17. März 2020 geschlossen. Sie wird möglichenfalls zu einem späteren Zeitpunkt nochmals für zwei Wochen geöffnet.

Die Nürnberger Chronik, im deutschen Sprachraum auch «Schedel'sche Weltchronik» genannt, entstand unter der Regie des Arztes und Humanisten Hartmann Schedel und gilt als eines der bedeutendsten Druckwerke des 15. Jahrhunderts. Mehr als 1700 Exemplare der 1493 in Latein und Deutsch erschienenen Ausgaben sind überliefert. Berühmtheit erlangten insbesondere die über 1800 Holzschnitt-Illustrationen.

Die Ausstellung in der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden fokussiert auf die über dreissig Holzschnitt-Abbildungen europäischer Städte. Einige davon repräsentieren die jeweils älteste erhaltene Stadtansicht. Die dazu passenden Beschreibungen verraten die Gründungsgeschichten und Fakten zur zeitgenössischen Kultur und Gesellschaft. In der Ausstellung werden solche Besonderheiten erwähnt und mit aktuellen Themen der heutigen Zeit verbunden.

Die Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden hat das grosse Glück, zwei Schedel‘sche Weltchroniken präsentieren zu dürfen: eine lateinische, die im 20. Jahrhundert restauriert wurde, und eine gut erhaltene deutsche mit Originaleinband. Die lateinische Ausgabe gehörte dem Herisauer Obergerichtspräsidenten und Säntisbahngründer Carl Meyer (1873–1947) und die deutsche dem Teufner Hochschuldozenten Ermut Geldmacher (1923–2009). Beide Männer waren leidenschaftliche Büchersammler. Meyer besass 82 sogenannte «Inkunabeln», Druckwerke aus der Frühzeit des Buchdrucks vor dem Jahr 1500. Geldmacher eine einzige: die Schedel'sche Weltchronik. Sie befindet sich bis heute in Privatbesitz und ist in der Kantonsbibliothek zu Gast.

Die Ausstellung, an der die beiden «Appenzeller Schedel» zu sehen sind, kam auf Initiative von Bernd Geldmacher zustande. Er entdeckte bei den Aufräumarbeiten nach dem Tod der Eltern das grossartige Buch und kam nicht mehr davon los. Seine Begeisterung für die frühneuzeitlichen Stadtansichten in der Weltchronik machte den Informatiker zum Kurator und «Schedel-Vermittler». Bernd Geldmacher steht während der Dauer der Ausstellung auf Anfrage für Führungen zur Verfügung.

 

ERÖFFNUNG
Freitag, 24. Januar 2020, 19 Uhr
Festsaal, Gemeindehaus Trogen,
Landsgemeindeplatz 1, 3. OG
Kantonsbibliothekarin Dr. Heidi Eisenhut
im Gespräch mit Ausstellungsmacher Bernd Geldmacher
Apéro

 

ÖFFNUNGSZEITEN
27. Januar bis 3. April 2020 > NEU: WEGEN COVID-19 AB 17. MÄRZ 2020 GESCHLOSSEN
Montag bis Freitag, 14 bis 17 Uhr

 

BESONDERE ÖFFNUNGSZEITEN
Samstag, 25. Januar 2020, 14 bis 17 Uhr
Samstag, 22. Februar 2020, 14 bis 17 Uhr
Samstag, 21. März 2020, 14 bis 17 Uhr > ABGESAGT
jeweils mit Bernd Geldmacher

 

FINISSAGE > ABGESAGT
Samstag, 4. April 2020, 14 Uhr
«AppenzellDigital.» oder Die Chancen der Digitalisierung für das Kulturgut «Buch». Ein Werkstattbericht aus der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden
Apéro

 

Flyer als PDF

 

WICHTIGER HINWEIS: DIE AUSSTELLUNG BLEIBT VORÜBERGEHEND INSTALLIERT UND KANN HOFFENTLICH ZU EINEM SPÄTEREN ZEITPUNKT NOCHMALS FÜR ZWEI WOCHEN GEÖFFNET WERDEN; IDEALERWEISE MIT FINISSAGE UND GEPLANTER SCHLUSSVERANSTALTUNG. NUTZEN SIE BIS DAHIN UNSERE ONLINE-MATERIALIEN FÜR DAS SELBSTSTUDIUM:

MATERIALIEN für das Selbststudium

DIE BEIDEN CHRONIKEN online

  • Lateinisches Exemplar vom Juli 1493
    aus dem Vorbesitz von Carl Meyer, KBAR, CM Ink. 73
  • Deutsches Exemplar vom Dezember 1493
    aus der Sammlung E&E Geldmacher, KBAR, Helv q 2543

 

PRESSEBEITRÄGE

  • Ankündigung Ausstellung in der Trogner Info Poscht 1/2020 als PDF
  • Ankündigung Ausstellung in der Appenzeller Zeitung als PDF
  • Beitrag in der Tüüfner Poscht als Link

 

Zusätzliche Informationen

Kantonsbibliothek

Landsgemeindeplatz 7
9043 Trogen
T: 071 343 64 21
Öffnungszeiten
Wegen COVID-19 ist der Publikumsbetrieb der KBAR bis mindestens zum 19. April 2020 eingestellt. Telefonisch und via E-Mail sind wir für Sie Mo–Fr zu Bürozeiten erreichbar.