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Sonderpädagogik

Schülergruppe beim Mittagessen

Beurteilungsgespräch, Zeugnis und Lernbericht (ICF-basiert)

Beurteilungsgespräch

Handhabung ICF-Bogen

Ein ICF-basierter Bogen findet sowohl beim Beurteilungsgespräch (für alle Schülerinnen und Schüler; obligatorisch im Zyklus I, in den Zyklen II und III Verwendung gemäss Entscheid der Schulleitung │ in der Regel im Februar oder März) als auch beim Schulischen Standortgespräch SSG (für einzelne Schülerinnen und Schüler; wenn pädagogische │ sonderpädagogische │ sozialpädagogische │ pädagogisch-therapeutische Massnahmen angezeigt sind) Anwendung.

Der ICF-basierte Bogen mit dem Logo des Kantons Appenzell Ausserrhoden (vorgesehen für das Beurteilungsgespräch) unterscheidet sich inhaltlich nur geringfügig und in wenigen Details vom ICF-basierten Bogen „Persönliche Vorbereitung eines Standortgesprächs. „Gemeinsames Verstehen und Planen“ bzw. vom Bogen „Protokoll Schulisches Standortgespräch". „Gemeinsames Verstehen und Planen“ aus dem Schulischen Standortgespräch SSG (zur Ermittlung von Förderschwerpunkten, Planung der individuellen Förderung mit Förderplanung und allenfalls zusätzlichen Ressourcen).
Aus diesem Grund ist es möglich, insbesondere ggf. sinnvoll für Lehrpersonen, die mit LehrerOffice arbeiten (Die Formulare zum Schulischen Standortgespräch SSG sind in LO vorhanden.), auch für ein Beurteilungsgespräch den Vorbereitungs- und allenfalls Protokollbogen aus dem Schulischen Standortgespräch SSG zu verwenden, bzw. umgekehrt den Ausserrhoder Bogen mit den Illustrationen für den Kindergarten oder die Schule im Rahmen des Verfahrens Schulische Standortgespräche einzusetzen.

Die ICF-Karten (für Schulen in Appenzell Ausserrhoden gratis / für alle anderen Fr. 5.—pro Set zu bestellen bei: Lehrmittelverwaltung Appenzell Ausserrhoden, Ursula Steininger, Tel. 071 353 67 31, ursula.steininger@ar.ch) können sowohl für das Beurteilungs- als auch für das Schulische Standortgespräch SSG verwendet werden.

> Handhabung ICF-Bogen - Beurteilungsgespräch und SSG
> ICF im Beurteilungsgespräch


ICF-Karten zum Ausdrucken

Druckvorlage zum Ausschneiden und ggf. Kleben
> ICF-Karten Kindergarten A4
> ICF-Karten Schule A4


Formulare ICF-Bogen für Beurteilungsgespräch

Der ICF-Bogen dient der groben Einschätzung der 9 (Kindergarten) resp. 10 (Primar- und Sekundarschule) Lebensbereiche aus Aktivität und Partizipation mit Relevanz für schulisches Lernen. Er bildet die Grundlage für das Beurteilungsgespräch. Alle Beteiligten, d. s. in der Regel die Schülerin / der Schüler, die Erziehungsberechtigten und die Lehrperson(en), bereiten sich mit diesem Bogen auf das Beurteilungsgespräch vor. (Festlegung für Zyklus I durch das DBK)

ICF-Bogen Beurteilungsgespräch oder SSG_1 PS und Sek l Illustriert
ICF-Bogen Beurteilungsgespräch oder SSG_2 Kindergarten Illustriert

ICF-Bogen Beurteilungsgespräch 1 PS und Sek
ICF-Bogen Beurteilungsgespräch 2 Kindergarten
ICF-Bogen Beurteilungsgespräch 3 Basisstufe


Zeugnis und Lernberichte

Merkblätter

Arten von Lernberichten
▪ mit Zeugnisfunktion / ohne Zeugnisfunktion
▪ für Regelschulen / für Sonderschulen
Aufbau des Lernberichts
▪ behandelte Themen und Inhalte (Fächer)
▪ Beschreibung der erreichten Kompetenzen (ICF-Lebensbereiche)
FAQ
> Merkblatt Lernbericht Inhalte Erläuterungen

▪ Verwendung des Lernberichts
▪ Für welche Schülerinnen und Schüler wird ein Lernbericht geschrieben?
▪ Vorgehen bei der Erstellung eines Lernberichts
▪ Was steht im Zeugnis?
▪ Löschen nicht benötigter Bereiche im Lernbericht
> Merkblatt Lernbericht Struktur Gliederung
> Merkblatt Lernbericht Struktur Gliederung Kurzversion

Formulare Lernberichte

Regelschule
> Lernbericht Zyklus I Regelschulen inkl. IVM
> Lernbericht Zyklus II Regelschulen inkl. IVM
> Lernbericht Zyklus III Regelschulen inkl. IVM

Sonderschule
> Lernbericht Zyklus I Sonderschulen
> Lernbericht Zyklus II Sonderschulen
> Lernbericht Zyklus III Sonderschulen

Formulare Zeugnisse

Sonderschule
> Schulbestätigung Zyklus I Sonderschulen
> Zeugnis Zyklus II 3 Klasse Sonderschulen
> Zeugnis Zyklus II Sonderschulen
> Zeugnis Zyklus III Sonderschulen

Schulisches Standortgespräch SSG

Informationen zum Schulischen Standortgespräch

Die Entscheidung über weitergehende Massnahmen im Rahmen der Förderangebote wird von den Eltern, den Lehrpersonen (inkl. Fachpersonen für Schulische Heilpädagogik und Fachlehrpersonen), allenfalls den Fachpersonen für Sozialpädagogik und/oder Therapie und der Schulleitung gemeinsam getroffen. Voraussetzung dafür ist eine Standortbestimmung mit dem Verfahren „Schulische Standortgespräche“. Schulische Standortgespräche müssen nicht zwingend zu sonderpädagogischen Massnahmen oder zusätzlichen Ressourcen führen!

Kurzinformation (für alle Schulstufen)

Broschüre Schulisches Standortgespräch (Herausgeberin: Bildungsdirektion Kanton Zürich)


Übersetzungen Kurzinformationen

Kurzinformation albanisch
Kurzinformation englisch
Kurzinformation französisch
Kurzinformation italienisch
Kurzinformation portugiesisch
Kurzinformation spanisch
Kurzinformation serbisch / bosnisch / kroatisch
Kurzinformation türkisch
Kurzinformation tamilisch

Formulare Verstehen und Planen

1 Vorbereitungsformulare – Verstehen und Planen

Diese Formulare stehen für jede Schulstufe in 10 Sprachen zur Verfügung:
- Formular „Volksschule 1“: Primar- und Sekundarstufe
- Formular „Volksschule 2“: Kindergartenstufe
- Formular „Volksschule 4“: Verstärkte Massnahmen

Das Formular „Volksschule 1“ ist für die Vorbereitung der Schulischen Standortgespräche auf der Primar- und Sekundarstufe gedacht, das Formular „Volksschule 2“ für die Kindergartenstufe. Das Formular „Volksschule 4“ ist ein Basisformular, das beispielsweise für Schülerinnen und Schüler mit einer geistigen Behinderung eingesetzt werden kann. Bei Durchführung eines Schulischen Standortgesprächs für Lernende mit Verstärkten Massnahmen können die Schulen unabhängig von der Schulstufe wählen, welches Formular Volksschule 1 bis 4 sie einsetzen möchten.

ICF-Bogen Beurteilungsgespräch oder SSG 1 PS und Sek l (Illustriert)
ICF-Bogen Beurteilungsgespräch oder SSG 2 Kindergarten (Illustriert)

 

Übersetzungen

Vorbereitungsformulare Volksschule 1 (Primar- und Sekundarstufe)

Vorbereitung Volksschule 1 albanisch
Vorbereitung Volksschule 1 englisch
Vorbereitung Volksschule 1 französisch
Vorbereitung Volksschule 1 italienisch
Vorbereitung Volksschule 1 portugiesisch
Vorbereitung Volksschule 1 spanisch
Vorbereitung Volksschule 1 serbisch / bosnisch / kroatisch
Vorbereitung Volksschule 1 türkisch
Vorbereitung Volksschule 1 tamilisch

 

Vorbereitungsformulare Volksschule 2 (Kindergartenstufe)

Vorbereitung Volksschule 2 albanisch
Vorbereitung Volksschule 2 englisch
Vorbereitung Volksschule 2 französisch
Vorbereitung Volksschule 2 italienisch
Vorbereitung Volksschule 2 portugiesisch
Vorbereitung Volksschule 2 spanisch
Vorbereitung Volksschule 2 serbisch / bosnisch / kroatisch
Vorbereitung Volksschule 2 türkisch
Vorbereitung Volksschule 2 tamilisch

 

Vorbereitungsformulare Volksschule 4 (Basisformular)

Vorbereitung Volksschule 4 albanisch
Vorbereitung Volksschule 4 englisch
Vorbereitung Volksschule 4 französisch
Vorbereitung Volksschule 4 italienisch
Vorbereitung Volksschule 4 portugiesisch
Vorbereitung Volksschule 4 spanisch
Vorbereitung Volksschule 4 serbisch / bosnisch / kroatisch
Vorbereitung Volksschule 4 türkisch
Vorbereitung Volksschule 4 tamilisch

 

2 Protokolle - Verstehen und Planen

Das Protokoll steht für alle Schulstufen auf Deutsch zur Verfügung.
- Formular „Volksschule 1“: Primar- und Sekundarstufe
- Formular „Volksschule 2“: Kindergartenstufe
- Formular „Volksschule 4“: Verstärkte Massnahmen


Formulare Überprüfung der Förderziele

1 Vorbereitungsformulare - Überprüfen der Förderziele 4

Dieses Formular ist für alle Schulstufen gleich und steht in zehn Sprachen zur Verfügung.

Vorbereitung Überprüfung der Förderziele deutsch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele albanisch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele englisch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele französisch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele italienisch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele portugiesisch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele spanisch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele serbisch / kroatisch / bosnisch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele türkisch
Vorbereitung Überprüfung der Förderziele tamilisch

2 Protokoll - Überprüfung der Förderziele

Das Protokoll ist für alle Schulstufen gleich und steht auf Deutsch zur Verfügung

Protokoll Überprüfung der Förderziele

Formulare für den Frühbereich

Im Frühbereich werden Standortgespräche zur Einschulung durchgeführt - dann, wenn im Schulbereich sonderpädagogische Massnahmen in Frage kommen. Das Verfahren dazu ist das "Schulische Standortgespräch". Entsprechend wurden spezifische SSG-Formulare für den Frühbereich entwickelt.

Übersetzungen Kurzinformationen

Kurzinformation Frühbereich deutsch
Kurzinformation Frühbereich albanisch
Kurzinformation Frühbereich englisch
Kurzinformation Frühbereich französisch
Kurzinformation Frühbereich italienisch
Kurzinformation Frühbereich portugiesisch
Kurzinformation Frühbereich serbisch / kroatisch / bosnisch
Kurzinformation Frühbereich spanisch
Kurzinformation Frühbereich türkisch
Kurzinformation Frühbereich tamilisch

1 Vorbereitungsformulare - Verstehen und Planen Frühbereich

Dieses Formular ist für den Frühbereich entwickelt worden und steht in 10 Sprachen zur Verfügung.

Vorbereitung Volksschule 5 deutsch
Vorbereitung Volksschule 5 albanisch
Vorbereitung Volksschule 5 englisch
Vorbereitung Volksschule 5 französisch
Vorbereitung Volksschule 5 italienisch
Vorbereitung Volksschule 5 portugiesisch
Vorbereitung Volksschule 5 spanisch
Vorbereitung Volksschule 5 serbisch / kroatisch / bosnisch
Vorbereitung Volksschule 5 türkisch
Vorbereitung Volksschule 5 tamilisch

2 Protokoll - Verstehen und Planen Frühbereich

Das Protokoll steht auf Deutsch zur Verfügung.

Protokoll Volksschule 5 Frühbereich

Förderplanung (ICF-basiert)

Merkblätter

Förderzyklus

Elemtende des Förderzyklus im Überblick
▪ ICF-Standortbestimmung – Lernbiografie, Standortgespräch, ICF-Wechselwirkungen, nächste Schritte
▪ Förderplan – Regelpädagogik, Sonderpädagogik, Sozialpädagogik, Therapie, … Familiäres Umfeld, professionelles Umfeld, … Klärung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten
▪ Umsetzung der Förderplanung
▪ Evaluation
▪ Lernbericht
>Merkblatt Förderzyklus

 

Die standardisierte Förderplanung

▪ Begriffsklärung und Einbettung in Schule und Unterricht
▪ Für welche Lernenden?
▪ Qualitätsmerkmale und fachliche Vorgaben für Förderpläne
▪ Zuständigkeiten und Rollen

 

Formulare

Förderpläne können auf Papier, als Serverlösung oder in Form eines webbasierten Tools erstellt und nachgeführt werden. Der Förderplan orientiert sich an der Struktur der ICF, die auch dem Gespräch zu Standortbestimmung & Planung (bspw. SSG) zugrunde liegt. Die fachlichen Vorgaben sind als Standard zu erfüllen (siehe Merkblatt „Die standardisierte Förderplanung“).
Nachstehende Vorlagen erfüllen die fachlichen Vorgaben. Vorlage 4 ist eine um zyklusspezifische Fächer erweiterte Variante.

> Link Vorlage Variante 1
> Link Vorlage Variante 2
> Link Vorlage Variante 3
> Link Vorlage Variante 4 Fächer Zykl I
> Link Vorlage Variante 4 Fächer Zykl II
> Link Vorlage Variante 4 Fächer Zykl III

 

Beispiel

Nachfolgend Beispiele aus den Bereichen
▪ Förderangebote,
▪ Heilpädagogischen Schule,
▪ IVM
> Link Förderplan Beispiel Förderangebote
> Link Förderplan Beispiel Verstärkte Massnahmen

 

 

 

Sonderpädagogisches Angebot


Die Kantone haben sich in der Interkantonalen Vereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich der Sonderpädagogik (Konkordat Sonderpädagogik) auf ein Sonderpädagogisches Grundangebot geeinigt.
> Konkordat Sonderpädagogik
> Kommentar zum Konkordat


Das Sonderpädagogische Angebot umfasst:

▪ Sonderpädagogische Massnahmen
Sonderpädagogische Förderung / Unterstützung / Schulung
(Heilpädagogische Früherziehung, Schulische   Heilpädagogik) einschliesslich pädagogisch-therapeutischer Massnahmen (Logopädie, Psychomotorik-Therapie)

▪ Beratung und Unterstützung
Behinderten- und fallspezifische Beratung und Unterstützung sowie – subsidiär – persönliche Assistenz
Unter Beratung versteht man die sporadische Intervention oder punktuelle Hilfestellung für Kinder und Jugendliche mit besonderem Bildungsbedarf und für ihr Umfeld (im professionellen Umfeld: Lehr- und Fachpersonen; Klasse I im familiären Umfeld: Familie, enge Bezugspersonen) durch Fachkräfte mit entsprechender Spezialisierung, insbesondere im Behinderungsbereich. Eine Unterstützungsintervention erfolgt im Rahmen Heilpädagogischer Früherziehung und des Unterrichts für Kinder und Jugendliche mit besonderem Bildungsbedarf durch Fachkräfte mit entsprechender Spezialisierung, insbesondere im Behinderungsbereich.

▪ Betreuung
Sozialpädagogik, Pflege, Tages- und Internatsstruktur
> Konzept Sonderpädagogik Appenzell Ausserrhoden


Im Rahmen des sonderpädagogischen Angebots sorgen die Kantone für die Organisation notwendiger Transporte und übernehmen deren Kosten für Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer Behinderung den Weg zwischen Wohnort, Schule und/oder Therapiestelle nicht selbständig bewältigen können.

Das Sonderpädagogische Angebot kann als Einfache Massnahme (= nichtverstärktes Angebot) und als Verstärkte Massnahme vorkommen.
Verstärkte Massnahmen zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:
a. lange Dauer,
b. hohe Intensität,
c. hoher Spezialisierungsgrad der Fachpersonen sowie
d. einschneidende Konsequenzen auf den Alltag, das soziale Umfeld oder den Lebenslauf des Kinde oder des Jugendlichen

Informationen zu Themen der Heil- und Sonderpädagogik der Stiftung Schweizer Zentrum für Heil- und Sonderpädagogik (SZH)
> http://www.szh.ch/themen

 

Sonderpädagogische Massnahmen

Schulische Heilpädagogik

Fachleute der Schulischen Heilpädagogik arbeiten sowohl in der Regel- (integrativ) als auch in der Sonderschule. Sie sind ausgebildet für den Unterricht bei Lernenden mit besonderem Bildungsbedarf, Beratungs- und Unterstützungstätigkeiten, Diagnostik, Förderplanung und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Grundsätzlich werden sie in der Ausbildung auf alle Behinderungsformen und auf verschiedenste Ausprägungen des besonderen Förderbedarfs vorbereitet.

Informationen zu Berufsfeld und Ausbildung – Film (Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich)

Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen bilden, fördern und erziehen als spezialisierte Lehrpersonen Schülerinnen und Schüler mit Schulschwierigkeiten oder mit Behinderungen. Sie erheben deren besonderen Förderbedarf und entwickeln individuelle Förderpläne. Sie unterrichten, fördern, beraten und
begleiten diese Lernenden, indem sie den Unterricht für sie individualisieren und differenzieren.

Der Masterstudiengang Sonderpädagogik mit Vertiefungsrichtung Schulische Heilpädagogik an der Hochschule für Heilpädagogik (HfH) in Zürich ist im Kern ein allgemeines Studium mit Schwerpunkten (siehe Link).
Zum Angebot gehören:

Pädagogik bei Schulschwierigkeiten
Die Studierenden lernen, Kinder und Jugendliche mit Schulschwierigkeiten, beispielsweise aufgrund von Problemen in den Bereichen des Lernens, des Verhaltens oder bei besonderen Begabungen, frühzeitig zu erfassen und gezielt zu fördern. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs beraten Erziehungsverantwortliche, Kolleginnen und Kollegen sowie Behörden fachlich kompetent, sind vertraut mit förderorientierten Unterrichtskonzepten und fähig, in schwierigen Unterrichts-, Erziehungs- und Beratungssituationen ressourcen- und lösungsorientiert zu handeln.

Pädagogik für Menschen mit geistiger Behinderung
Die Studierenden befassen sich mit Bildungsangeboten in unterschiedlichen institutionellen Formen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer geistigen Behinderung. Sie werden befähigt, Menschen mit einer geistigen Behinderung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben in sozialer Integration zu führen. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.

Pädagogik für Schwerhörige und Gehörlose
Die Studierenden mit Schwerpunkt Pädagogik für Schwerhörige und Gehörlose lernen die Situation von schwerhörigen und gehörlosen Kindern und Jugendlichen mit Kommunikationsproblemen zu beurteilen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern und sie bei ihren Lernprozessen zu begleiten. Sie beziehen Betroffene und Beteiligte bei ihrer Arbeit mit ein und stützen sie gezielt. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.

Pädagogik für Sehbehinderte und Blinde
Den Studierenden wird ein differenziertes Verständnis für die Besonderheiten behinderten Sehens vermittelt. Sie kennen didaktische Konzepte und mediale Anpassungen des Unterrichts, der die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu möglichst selbstbestimmter Lebensgestaltung führt. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.

Pädagogik für Körper- und Mehrfachbehinderte
Die Studierenden werden befähigt, Lernprozesse bei körper- und mehrfachbehinderten Schülern und Schülerinnen, die auf ein spezifisches Lernangebot angewiesen sind, individuell zu planen, zu gestalten und zu evaluieren. Absolventinnen und Absolventen arbeiten sowohl in Regel- als auch in Sonderschulen.

> Film

Aufgaben und Kompetenzen - Broschüre (Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich)

7 Aufgabenfelder: Heilpädagogische Früherzieherinnen und Früherzieher leisten vielfältige Aufgaben in unterschiedlichen Settings. Um die Kinder mit besonderem Förderbedarf sowie deren familiäres Umfeld und weitere Bezugspersonen zu begleiten und zu unterstützen, müssen sie eine breite Palette von Kompetenzen einbringen.
Aufgabenfeld 1: Förderdiagnostik: Erfassen – Planen – Evaluieren
Aufgabenfeld 2: Unterrichten – Besonderer Bildungsbedarf
Aufgabenfeld 3: Unterricht Fachdidaktik Sprache und Fachdidaktik Mathematik – Besonderer Bildungsbedarf
Aufgabenfeld 4: Umgang mit herausforderndem Verhalten
Aufgabenfeld 5: Beraten
Aufgabenfeld 6: Kontext gestalten und entwickeln
Aufgabenfeld 7: Forschen, Entwickeln, Reflektieren
> Broschüre

Angebote und Durchführungsstellen der Schulischen Heilpädagogik Appenzell Ausserrhoden

Schulische Heilpädagogik in den Gemeinden
Der Grundsatz der Integration ist in Appenzell Ausserrhoden gesetzlich festgelegt und die Verantwortlichkeiten zwischen Kanton und Gemeinden bezüglich der Schulung und Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf sind geklärt.
Integrative Schulung kann nur gelingen, wenn das sonderpädagogische Fachwissen in die Volksschule integriert wird. In jeder Gemeinde steht ein Pool Schulische Heilpädagogik zur Verfügung.
> Leitplanken Umgang mit Heterogenität

Die Integration im Bereich der Förderangebote wie auch im Bereich der Verstärkten Massnahmen ist in allen Gemeinden umgesetzt, was der Mehrheit der Lernenden einen wohnortnahen Schulbesuch ermöglicht.
Die gemeinsame Schulung möglichst vieler Lernender der Regelklassen wird durch das Modell der Integrativen Schulform von der Vorschulstufe (Kindergarten) bis inklusive Sekundarstufe I verfolgt.
Integrative Schulung im Rahmen Verstärkter Massnahmen (IVM) bezeichnet den Hauptförderort Regelschule. Alle Massnahmen des Grund-/ Förderangebots sowie die Verstärkten Massnahmen, die zusätzlich zum Grund-/Förderangebot zur Verfügung stehen, um einem besonderen Bildungsbedarf innerhalb der Regelschule gerecht zu werden, werden am Hauptförderort Regelschule ausgerichtet.

Institutionen der Sonderschulung in Appenzell Ausserrhoden
> Gesamtschule tipiti, Trogen (Tagessonderschule; Zyklus II, Zyklus III)
> Kleingruppenschule tipiti, Heiden (Tagessonderschule; Zyklus II, Zyklus III)
> Schule im Lindenhof, Herisau (Tagessonderschule; Zyklus II, Zyklus III)
> Heilpädagogische Schule Roth Haus, Teufen (Tagessonderschule; Zyklus I, Zyklus II, Zyklus III)
> Heilpädagogisches Schulinternat Rosenhügel, Urnäsch (Sonderschulinternat; Zyklus I, Zyklus II, Zyklus III)

Institutionen der Sonderschulung in anderen Kantonen
Appenzell Ausserrhoden kann nicht das gesamte Sonderpädagogische Angebot innerhalb des Kantons abdecken. Die interkantonale Zusammenarbeit mit spezialisierten und regionalen Diensten und Institutionen ist etabliert. Für ausserkantonale Schulen und Dienste bestehen Leistungsvereinbarungen mit dem jeweiligen Standortkanton.

Heilpädagogische Früherziehung

Definition

In der Heilpädagogischen Früherziehung werden Kinder mit Behinderungen, mit Entwicklungsverzögerungen, -einschränkungen oder –gefährdungen ab Geburt bis zum Schuleintritt mittels Abklärung, präventiver und erzieherischer Unterstützung sowie angemessener Förderung im familiären Kontext behandelt.
> Terminologie Konkordat Sonderpädagogik


Rechtliche Situation, Zuweisung und Finanzierung

Die Heilpädagogische Früherziehung ist als Massnahme der Sonderschulung nach Art. 62 Abs. 3 BV Teil des öffentlichen Bildungsauftrages. Die Kantone tragen somit die gesamte Verantwortung für die besondere Schulung von Kindern und Jugendlichen für die sonderpädagogischen Massnahmen.
Heilpädagogische Früherziehung wird in Appenzell Ausserrhoden als Verstärkte Massnahme angeboten. Für Verstärkte Massnahmen prüft die Fachstelle Sonderpädagogik die eingereichten Abklärungen und Anträge bezüglich formal-administrativer und inhaltlich-organisatorischer Aspekte. Bei positivem Ergebnis ist sie verantwortlich für die Zuweisung zu und die Kostengutsprache für Heilpädagogische Früherziehung.


Informationen zu Berufsfeld und Ausbildung – Film (Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich)

Die Fachperson der Heilpädagogischen Früherziehung arbeitet mit behinderten oder in ihrer Entwicklung auffälligen oder gefährdeten Kleinkindern (Geburt bis Schuleintritt) und deren nahen Bezugspersonen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung bzw. an der Dienststelle einzeln oder in Gruppen. Nach einer individuellen Abklärung unterstützt sie die Möglichkeiten und Fähigkeiten des Kindes, hilft, gute Entwicklungsbedingungen zu schaffen und arbeitet eng mit den direkten Bezugspersonen bei Schwierigkeiten in ihrer besonderen Erziehungsaufgabe und weiteren Fachpersonen zusammen.
Die Ausbildung findet an einer Pädagogischen Hochschule oder Universität statt und setzt eine pädagogische Grundausbildung voraus. Das Studium dauert im Vollzeitstudium 4 Semester, im Teilzeitstudium mindestens 5 Semester und führt zu einem Master of Arts.
Der Film der Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich gewährt einen Einblick in die berufliche Tätigkeit und Ausbildung.
> Film


Aufgaben und Kompetenzen – Broschüre (Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich)

7 Aufgabenfelder: Heilpädagogische Früherzieherinnen und Früherzieher leisten vielfältige Aufgaben in unterschiedlichen Settings. Um die Kinder mit besonderem Förderbedarf sowie deren familiäres Umfeld und weitere Bezugspersonen zu begleiten und zu unterstützen, müssen sie eine breite Palette von Kompetenzen einbringen.
Aufgabenfeld 1: Förderdiagnostik: Erfassen – Planen – Evaluieren
Aufgabenfeld 2: Frühkindliche Entwicklungsprozesse: Erkennen und Differenzieren
Aufgabenfeld 3: Fördereinheiten: Gestalten – Strukturieren – Organisieren
Aufgabenfeld 4: Umgang mit herausforderndem Verhalten
Aufgabenfeld 5: Beraten
Aufgabenfeld 6: Interdisziplinarität: Vernetzen – Kooperieren – Informieren
Aufgabenfeld 7: Forschen, Entwickeln, Reflektieren
> Broschüre


Angebote und Durchführungsstellen der Heilpädagogischen Früherziehung Appenzell Ausserrhoden

> Allgemeine Heilpädagogische Früherziehung im Zentrum für Schulpsychologie und Therapeutische Dienste (ZEPT)

Spezialisierte Heilpädagogische Früherziehung

Sehbehinderung
> Low Vision Zentrum für sehbehinderte Kinder und Jugendliche
> obvita I Sehberatung Schulung und Förderung I Früherziehung 

Hörbehinderung
> Audiopädagogischer Dienst der Sprachheilschule St. Gallen
> Zentrum für Gehör und Sprache (ZGSZ) Zürich
> Schweizerischer Gehörlosenbund (SGB) Zürich

Konzept Sonderpädagogik

Die Vorbereitung auf Integration und die Unterstützung von Integration beziehungsweise die integrative Schulung sind die Regel.

Das Konzept Sonderpädagogik erläutert die Vorgaben für den gesamten sonderpädagogischen Bereich und für die Volksschule Appenzell Ausserrhoden im Kontext Sonderpädagogik und Integration in organisatorischer und fachlicher Hinsicht.

Konzept Sonderpädagogik

Verstärke Massnahmen: Anspruchsberechtigung, Zuweisung und Kostengutsprache

Anspruchsvoraussetzung für die Kostengutsprache „Verstärkte Massnahme“ (Sonderschulung) sind die schulpsychologische Abklärung sowie die spezialisierte sonderpädagogische Abklärung.

Die Zuweisung zur Sonderschulung erfolgt in der Regel in die Regelschule einer Gemeinde, in begründeten Fällen in eine separative Tagessonderschule oder in ein Sonderschulinternat. Im Rahmen der integrativen Schulung stellt die Fachstelle Sonderpädagogik in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schulleitung ein individuelles Massnahmenpaket zusammen; bei Besuch einer Institution der Sonderschulung werden die Massnahmenpakete von den Sonderschulen resp. dem Sonderschulheim selber definiert und umgesetzt.

Lernende mit einer Kostengutsprache für Sonderschulung können bei Reintegration von einem schulergänzenden Angebot Gebrauch machen (Reintegrationsmassnahme).

Formulare zur Beantragung von Massnahmen und zur Rechnungsstellung

Standardisiertes Abklärungsverfahren (SAV)

Weiterbildung ICF +

Creative Name Tag

Ein Tool zum Kennenlernen für Gruppen: Draw what you do well. Draw what you like to do. Draw a value. List 4 words that are you. Dr. H. Jerome Freiberg, University of Housten, Consistency Management and Cooperative Discipline Department (1995)
> Creative Name Tag Jerome Freiberg

Entscheidungsmodell nach Ross Greene

Das Körbemodell ist aus dem Modell von Ross Greene entlehnt. Es dient dazu, destruktives Verhalten zu differenzieren, Prioritäten zu setzten und zu deeskalieren.
Bezüglich der vielfältigen Verhaltensweisen, mit denen Kinder und Jugendliche ihre Eltern, Mitschüler und Lehrpersonen überraschen und empören können, bietet sich die Einordnung des als störend erlebten Verhaltens in vier Körbe an.
Nur zwei bis drei Veränderungen sollen im Mittelpunkt stehen (roter Korb).
> Körbe Modell Ross Greene Haim Omer


Präsentation zur Weiterbildung

"Die Arbeit nach ICF als Haltung und Grundlage pädagogischer Arbeit in Unterricht und Erziehung" (2016-2018) der Volksschule Appenzell Ausserrhoden
> Weiterbildung ICF Schulen AR

 

 

Fachbericht Sonderschulung und Lehrplan 21

Fokusevaluation Integrative Sonderschulung

Das Amt für Volksschule und Sport beauftragte die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich mit der Evaluation der Integrativen Sonderschulung. Insgesamt konnte der Umsetzung der Integrativen Sonderschulung (IS) im Kanton AR ein erfreuliches Zeugnis ausgestellt werden. Das Primat der integrativen Förderung wird im Kanton hoch gehalten, aber nicht stur und dogmatisch umgesetzt.

Evaluationsbericht