Hauptinhalt

Alp Grossbalmen; 2014

Neuer Alpstall auf der Alp Grossbalmen, Hundwil; 2014

Für die Stiftung Pro Appenzell, welche 2013 ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, realiserte das Kantonale Hochbauamt einen neuen Alpstall auf der Alp Grossbalmen. Der Vorzeige-Stall, für eine zeitgemässe Alpbewirtschaftung, ist gut in die Landschaft eingefügt und entspricht der aktuellen Tierschutz-Gesetzgebung. Ausgehend vom Futterpotential auf der Alp Grossbalmen ist eine Belegung mit zehn Milchkühen, neun Rindern, acht Mastkälbern und zwölf Mastschweinen sowie einer Pferdebox umgesetzt worden.

Mit dem neuen Alpstall ist ein Projekt realisiert worden, welches eine traditionelle Bewirtschaftung und rationelle Gebäudenutzung ermöglicht. Der heute ausgeführte Anbindestall, kann ohne grosse Umbaumassnahmen jederzeit in einen Laufstall für Rindvieh aller Altersklassen umgenutzt werden. Um das Gebäude in einer wenig überbauten, schönen und intakten Landschaft zu positionieren brauchte es Geschick und ein Bekenntnis zur örtlichen Baukultur. Der neue Bau sollte das von alten Bauten geprägte Bild vermitteln und bestätigen. Wesentlich war dabei, dass die gewohnten Silhouetten von vergleichbaren Alpställen, wo Dachneigung und Dachgestaltung sowie Trauf- respektive Wandhöhen am stärksten wahrgenommen werden, übernommen wurde. Selbstverständlich spielte auch die gewohnte Materialisierung eine wesentliche Rolle. All diese Faktoren stehen beim neuen Alpstall im Einklang mit der geplanten Nutzung.

Standorte mit schwieriger Erschliessung und teuren Transportwegen zwingen zu intensiverer Auseinandersetzung mit Baumaterialwahl und Beschaffung. Schwere Bauteile wie Beton müssen möglichst reduziert werden. Zum optimalen Zeitpunkt wurde bei Vollmond vor Weihnachten 2013 vor Ort das Holz geschlagen. Damit wurde die Nachhaltigkeit und das Bekenntnis zum Standort gewahrt und bestärkt. Die beiden prägenden Alpgebäude am Rande desTalkessels behalten ihre Identität und sind befähigt ihre Aufgaben in Zukunft bestens zu gewährleisten.

 

Fertigstellung Frühjahr 2014: Broschüre

 

Amt für Immobilien

  • Obstmarkt 1
  • 9102 Herisau
  • T: +41 71 353 65 82