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Netzwerk gegen Zwangsheirat

Ich habe das Recht zu entscheiden - Verlobung, Heirat, Scheidung

Vermuten oder wissen Sie, dass jemand in Ihrem Umfeld unter Druck steht, eine Person zu heiraten, die sie oder er nicht heiraten möchte? Fragen Sie sich wie Sie vorgehen können, wenn Ihnen jemand erzählt, dass die Ehe konflikthaft oder gar gewaltätig ist, und sich diese Person nicht trennen darf? Oder stehen Sie selbst unter Druck?

  • Informationsbroschüre für Erwachsene zu den wichtigsten Anlauf- und Beratungsstellen sowie Tipps für die Unterstützung von Betroffenen
  • Pocketflyer mit Tipps und Hilfsangeboten für Jugendliche
  • Übersicht über die massgeblichen Gesetzesartikel

Projektleiterin: Isabelle Dubois

Informationsbroschüren in 8 Sprachen

Weitere wertvolle Informationen für Betroffene und Fachpersonen

Beratung für Betroffene und Fachpersonen
Opferhilfe AR: www.ohsg.ch

Plattform gegen Zwangsheiraten - Infos für Betroffene, Fachpersonen und Projekte
(Viele Informationen sind in verschiedenen Sprachen zu finden)
http://www.gegen-zwangsheirat.ch/de/

Infos und Beratung für Betroffene
http://www.zwangsheirat.ch/

Der Film-TIPP: "Nicht verliebt und trotzdem verheiratet?"
Dokumentarfilm (DVD), der die Komplexität wie auch die Vielschichtigkeit des Phänomens Zwangsheirat verdeutlicht. Anhand von verschiedenen Beispielen werden unterschiedliche Vorstellungen zu den Themen Liebe, Partnerschaft und Ehe gezeigt. Den Trailer zum Film gibt es hier (6:52'). Von: GGG Ausländerberatung Basel und zwangsheirat.ch (2010). Dauer: ca. 20'. Bestellung Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Informationen zum Bundesprogramm zur Bekämpfung der Zwangsheiraten

Studie «Zwangsheiraten» in der Schweiz: Ursachen, Formen, Ausmass, BFM 2012
Bestellung oder Download

Broschüre: "Zwangsheirat in Zürich: Hintergründe, Beispiele, Folgerungen", 2010
Bestellung der Broschüre
Download als pdf

Schulungsunterlagen "Liebe, Ehe, Partnerschaft" :
Themen wie persönliche und gesetzliche Grenzen, unterschiedliche Wünsche und Traditionen, sexuelle Orientierung, Alter und Behinderung stehen im Zentrum dieser Diskussionsmappe.

Einblicke in die Aktivitäten von ZARtwerk

  • Weiterbildung mit Hintergrundinformationen "Zwangsheiraten" durch Sandra Fausch, Bildungsstelle Häusliche Gewalt Luzern, Referat PDF
  • Weiterbildung zur Beratung und Begleitung Betroffener durch Svenja Witzig, Ethnologin und Soziologin im TikK Zürich, Referat PDF . Dazu gibt es eine kleine Wegleitung für Berater/innen. Diese zeigt typische Muster von Ausweichstrategien und Haltungen bei Beratungen im interkulturellen Kontext auf. 
    Das TikK steht Fachpersonen für eine kostenlose Kurzinfo zur Verfügung. Mehr unter www.tikk.ch. Beratungen oder Coachings sind kostenpflichtig.

Rückblick und Impressionen der Ausstellung
«Willkommen zu Hause» vom 14. bis 19. März 2016

Rund 40 Personen nahmen am Eröffnungsanlass vom Montag, 15. März 2016 im Alten Zeughaus teil.  Diskutiert wurde das Thema der häuslichen Gewalt anhand von konkreten Situationen aus dem Alltag von Beratern aus verschiedenen Fachgebieten. Im Anschluss an die Diskussion bestand die Möglichkeit, das Thema während einem kleinen Apéro noch zu vertiefen. Mehr dazu in der Appenzeller Zeitung.

Am Mittwochabend, dem Kinoabend, hielt Anu Sivaganesan, Juristin und Präsidentin der Fachstelle zwangsheirat.ch das Einführungsreferat. Danach wurde der international ausgezeichnete Film von Feo Aladağ, «Die Fremde», 2010 gezeigt.  Die Kosten für den Kinoabend wurden von Soroptimist International Switzerland übernommen. Im Anschluss an den Film wurde im Foyer noch weiter über den Film und das Thema der Wertesysteme weiterdiskutiert. Zu diesem Abschluss in Form eines Umtrunkes hatte die Abteilung Chancengleichheit des Kantons Appenzell Ausserrhoden eingeladen.

Eingang Altes Zeughaus
Willkommen zu Hause - bitte eintreten.
Gästebuch
Immer an der Ausstellung dabei: das Gästebuch
Teil der Ausstellung
Teil der Ausstellung
Teil der Ausstellung
Teil der Ausstellung
Teil der Ausstellung
Teil der Ausstellung
Teil der Ausstellung
Teil der Ausstellung
Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion
Schlusswort durch Regierung
Schlusswort durch Landammann Dr. Matthias Weishaupt
Ansprache zum Filmabend durch Anu Sivaganesan
Ansprache zum Filmabend durch Anu Sivaganesan
Kinoabend
Film ab...
Podium
Podium
Gedenktafel
Gedenkstein mit Kerze

Hintergrundinformationen

 

Teilnahme des Kantons Appenzell Ausserrhoden am Bundesprogramm 2013 - 2017
Die Leitung des Programms obliegt dem Staatssekretariat für Migration (SEM) in Zusammenarbeit mit dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG). Appenzell Ausserrhoden beteiligt sich mit dem Netzwerk gegen Zwangsheirat ZARtwerk in der Phase I (2013-2014) und Phase II (2015-2017) am Bundesprogramm, das aufgrund des neuen gesetzlichen Rahmens ins Leben gerufen wurde. Die Problematik der Zwangssituationen für Frauen und Männer im Zusammenhang mit Partnerschaft, Heirat oder Scheidung ist kein Massenphänomen, aber es sind auch keine Einzelfälle, wie die Erfahrungen im Kanton zeigen. Mit Hilfe des ausserrhodischen Netzwerks mit rund 15 Fachpersonen, können Betroffene wie auch Kontaktpersonen (Lehrkräfte, Freunde etc.) zielgerichtet zugewiesen oder beraten werden.

In der Schweiz sind in den Jahren 2012 und 2013 schätzungsweise 1400 Personen unter Zwang oder Gewalt seitens ihrer Angehörigen zur Heirat, zur Beendigung einer Liebesbeziehung oder zum Verzicht auf eine Scheidung gedrängt worden, wie eine aktuelle Studie der Universität Neuenburg aufzeigt. Die Untersuchungen machen deutlich, dass Zwang insbesondere in zwei unterschiedlichen Situationen einer Beziehung auftauchen kann: Im Vorfeld der Verheiratung oder innerhalb einer Ehe. Im ersten Fall stehen junge Menschen unter Druck, eine Ehe zu schliessen, die sie nicht möchten, oder auf einen Partner zu verzichten, den sie eigentlich lieben. Zum zweiten Fall zählen all jene Ehesituationen, in denen Frauen und Männer in konflikthaften oder gewalttätigen Beziehungen ausharren, die sie – gezwungen durch die Familienehre oder durch einschränkende Aufenthaltsbewilligungen – nicht ohne weiteres verlassen können.

Abteilung Chancengleichheit

  • Amt für Soziales
    Kasernenstrasse 17
  • 9102 Herisau
  • T: +41 71 353 64 26
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