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Vereinbarkeit Beruf & Privatleben

Die Balance zu halten zwischen Arbeits- und Lebenswelt ist für viele eine Herausforderung: Für junge Erwachsene, die in den Beruf einsteigen; für Familien mit Kindern, die Beruf, Karriere und das Leben in der Familie vereinbaren möchten und für Arbeitnehmende, die ältere Familienangehörige betreuen. Ebenso gefordert sind die Unternehmen private, soziale und gesundheitliche Aspekte bei der Arbeitsorganisation und Ausgestaltung der Arbeitsplätze zu berücksichtigen.

Qualitätslabel «Work-Family Balance»

Das Thema Familienfreundlichkeit hat sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den Unternehmen stark an Bedeutung gewonnen. Arbeitnehmende bewerben sich immer häufiger in Organisationen oder Unternehmen, die nachweislich familienfreundlich sind. Denn immer öfter teilen Partnerinnen und Partner die Aufgaben von Kindererziehung und Haushaltsführung. Hinzu kommt, dass der Wiedereinstieg weiblicher Fachkräfte in die Arbeitswelt aufgrund der demografischen Altersentwicklung unumgänglich ist. Die Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt ist überfällig.

Das Qualitätslabel «Work-Family Balance» ist die erste schweizweite Norm zur Zertifizierung familienfreundlicher Unternehmen und Organisationen. Das Zertifikat wurde unter der Führung von Pro Familia Schweiz und mit finanzieller Unterstützung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) von Fachpersonen aus der Wirtschaft und Forschung entwickelt. Die Zertifizierung erfolgt durch die unabhängige Zertifizierungsstelle SQS Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Sozialforschungsinstitut gfs-zürich. Organisationen oder Unternehmen, die nach der Norm «Work-Family Balance» zertifiziert sind, garantieren Familienfreundlichkeit und Geschlechtergleichstellung.

Ausführliche Informationen sind über folgenden Link zu finden: www.workfamilybalance.ch

Väterrollen, Vätergeschichten

Väter sind wichtige Bezugspersonen für die Kinder. Kinder haben ein Recht auf alltagsnahe Präsenz beider Elternteile, und junge Väter verstehen sich immer selbstverständlicher als engagierter Elternteil und gleichberechtigter Partner. Mit dem Vätertag und dem Projekt Vätergeschichten wird der Fokus auf die Bedeutung des Vaterseins gesetzt.

Vätertag

Der Schweizer Vätertag wurde im Jahr 2007 vom Dachverband der Schweizer Männer und Väterorganisation, männer.ch, lanciert. Der Vätertag findet jeweils am 1. Sonntag im Juni statt und erfährt regelmässig hohe Beachtung.

Was in den deutschsprachigen Nachbarländern, den Benelux-Staaten, den USA und vielen weiteren Nationen verschiedentlich bereits seit 100 Jahren existiert, wurde 2007 auch hierzulande erfolgreich lanciert - und seit damals mit zunehmender Breitenwirkung weitergeführt: der Schweizer Vätertag.

Unter dem Motto «aus 365 Gründen» bringt der Schweizer Vätertag Wertschätzung für alltagsnahes väterliches Engagement zum Ausdruck. Der Aktionstag will zur Auseinandersetzung über Vatersein anregen. Vereine, Gemeinden, Fachstellen und weitere Organisationen sind aufgerufen Aktionen an diesem Tag durchzuführen. Durch solche Aktionen können Sie zur Wertschätzung beitragen. Sie erhalten Anregungen zur Thematisierung des Vaterseins und zur Planung von Aktivitäten. Beispiele für Aktionen am Schweizer Vätertag finden Sie hier.

Vätergeschichten

Im Vorfeld des sechsten Vätertags 2012 lancierte FamoS – ein Verbund von Fachstellen im Familienbereich  – das Projekt «Vätergeschichten». Männer, Frauen und Kinder erzählten von Erinnerungen an ihre Väter, Grossväter und vom Vatersein. Die Geschichten, die dabei entstanden, zeigen auf bildhafte, sinnliche und überraschende Weise, wie vielfältig Väterlichkeit ist. Und sie sollen dazu anregen, sich Zeit fürs Vatersein zu nehmen. Dabei ist ein Geschichtenarchiv von mittlerweilen über 100 Geschichten entstanden. Es kommen laufend neue Geschichten dazu. Ein paar der Geschichten wurden noch von Corinne Bromundt, Illustratorin, in Illustrationen umgesetzt wie das Beispiel oben auf dieser Seite zeigt. Mehr Informationen sowie die Vätergeschichten selber sind seit dem 1. Juni 2013 öffentlich zugänglich unter www.vaetergeschichten.ch.

Vätergeschichten können als Lesung gebucht werden:
Das Schauspielerduo Anna Schindler und Matthias Flückiger lesen Szenen aus dem Archiv für Vätergeschichten. Sie entführen das Publikum an längst vergessene Orte der Kindheit und erinnern dabei an spezielle oder ganz alltägliche und vertraute Momente mit dem eigenen Vater.

Testimonials: ar.ch/mannsein

9 von 10 Männern würden gerne weniger arbeiten und sogar Lohneinbussen dafür in Kauf nehmen. Dies geht aus einer Studie von pro familia hervor. Weniger Arbeiten, mehr Familienzeit - wir helfen Ihnen herauszufinden, wie Sie auf diesem Bereich Erfolg haben können.
Lesen Sie hier die Geschichten unserer Testimonials.

work & care - Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege

Die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Angehörigenpflege, auch bekannt unter work & care, rückt immer mehr in den Fokus von Gesellschaft und Wirtschaft. Wenn es gilt die Pflege und Betreuung von kranken, behinderten oder hochaltrigen Angehörigen mit der Berufstätigkeit zu vereinbaren, stösst man oft an Grenzen. Was können Arbeitgebende tun, um die Situation von Mitarbeitenden zu verbessern, die neben ihrer Erwerbstätigkeit Angehörige pflegen? Was sind die Herausforderungen für die Arbeitnehmenden, die sich neben ihrem Job in der Betreuung engagieren? Und was wünschen sich diese Personen? Work & care ist eine Herausforderung für die einzelnen Menschen, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft mit vielfältigen Themenfeldern.

Die drei verschiedenen Work-Care-Ebenen.

 

Grafik von eine Bedürfnispyramide

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Zusätzliche Informationen

Abteilung Chancengleichheit

Amt für Soziales
Kasernenstrasse 17
9102 Herisau
T: +41 71 353 64 26