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Gewalt Schutz und Prävention

Gewalt hat viele Erscheinungsformen (physische, psychische, sexuelle/sexualisierte, strukturelle, finanzielle)  und verursacht in erster Linie grosses menschliches Leid. Sie verletzt nicht nur die körperliche und seelische Integrität des Menschen, sondern auch fundamentale Menschenrechte und das Schweizer Recht. Wer Gewalt anwendet, ob in der Öffentlichkeit oder im privaten Umfeld, macht sich strafbar.

Aktuelles

Die eingeschränkte Bewegungsfreiheit aufgrund der Corona-Pandemie kann zu mehr Aggressionen im häuslichen Umfeld führen und Opfer von häuslicher Gewalt daran hindern, Hilfe zu holen. Damit Betroffene wissen, wo sie Unterstützung erhalten, lanciert die Taskforce des Bundes und der Kantone eine Plakataktion. Hier finden Sie weitere Informationen sowie Plakate und Social-Media-Grafiken zum Download.

Informationen, Fachstellen und Initiativen

Cyber-/Mobbing

Mobbing ist eine Form der Verletzung der persönlichen Integrität. Das Arbeitsgesetz verpflichtet den Arbeitgeber die erforderlichen Massnahmen zum Schutz der persönlichen Integrität der Arbeitnehmenden vorzusehen (SECO, 2019).

Unter Mobbing im Arbeitsleben (auch als Psychoterror bezeichnet) versteht man Handlungen, die von einer Person oder einer Gruppe auf systematische Art gegen eine bestimmte Person ausgeübt werden mit dem Ziel des Ausstossens aus dem Arbeitsverhältnis. Weitere Infomationen zu Mobbing und dessen Formen finden Sie hier.

Cybermobbing

Cybermobbing bezieht sich auf das Mobbing im Internet. Wenn mehrere Täter und/oder Täterinnen eine Person via Internet (Messenger-Dienste, Social Media Plattformen, etc.) über einen längeren Zeitraum hinweg absichtlich beleidigen, bedrohen, blossstellen oder belästigen, dann wird von Cybermobbing gesprochen. Dazu gehören auch die Verbreitung von falschen Informationen und Gerüchten, das Hochladen von peinlichen, verfälschten, freizügigen oder pornografischen Fotos und Videos das Erstellen von (beleidigenden) Fake-Profilen oder die Gründung von «Hassgruppen», in denen wie in einem Gästebuch negative Äusserungen über Einzelpersonen gemacht werden können.

Cybermobbing betrifft vor allem Kinder und Jugendliche und hat seinen Ursprung oft in der Schule resp. in der Offline-Welt. Obwohl die Täterinnen und Täter manchmal die Anonymität des Internets nutzen, um ihre Identität zu verschleiern, stammen sie in der Regel aus dem Bekanntenkreis des Opfers. 

Weitere Informationen zu Cybermobbing und zur Rechtslage:

Häusliche Gewalt und Stalking

Häusliche Gewalt

Gewalt in Beziehungen ist eine Realität. Sie findet oftmals in den eigenen vier Wänden statt. Unter der Gewalt leiden Opfer, Täter und Täterin. Laut aktuellen Zahlen kam es im Jahr 2018 kam zu 18 522 Straftaten, die dem Bereich der häuslichen Gewalt zugerechnet werden. Dies sind 38 % der für den häuslichen Bereich relevanten Straftaten. (Quelle: EBG)

Laufend aktualisiert wird die Sammlung «Informationsblätter Häusliche Gewalt» des EBG. Auch das Bundesamt für Statistik dokumentiert laufend die statistische Beobachtung der häuslichen Gewalt.

Das Bundesamt für Statistik BFS hat mit Unterstützung des Eidg. Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG die folgende Studie veröffentlicht: «Polizeilich registrierte Tötungsdelikte 2009-2016: Innerhalb und ausserhalb des häuslichen Bereichs».

Der neue Jahresbericht 2019 der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) ist erschienen. Von den vollendeten Tötungsdelikten wurden 63% im häuslichen Bereich verübt (29 von 46). Davon betroffen waren auch überdurchschnittlich viele Kinder (9).

Das Bundesamt für Statistik hat die Zahlen der Opferhilfestatistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. Neu finden Sie auch eine detaillierte Auswertung zur häuslichen Gewalt.

Stalking

Von lästiger Kontaktsuche und Nachstellen bis zu Einschüchterung und Gewalt – Stalking umfasst ein breites Spektrum. Schätzungen zufolge sind 15–18 % der Frauen und 4–5 % der Männer Opfer von Stalking im weiten Sinn. Dies schreibt der Bundesrat in seinem Bericht zu Massnahmen. Er beruht auf einer umfassenden Studie des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) zu «Massnahmen zur Bekämpfung von Stalking». Die Forscherinnen empfehlen Vorbeugung und Schutz via Polizei, Fachstellen, verbesserte Kompetenz-Zuteilung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Betroffene sollen jeglichen Kontakt verweigern, ihr Umfeld über die Stalking-Situation informieren, Vorfälle dokumentieren. Auch lohnt es sich, die Polizei frühzeitig einzuschalten – ihre Intervention bei den Stalkenden kann das Stalking beenden.

Weitere Infos sowie Flyer/Merkblätter unter Kantonspolizei - Prävention - Häusliche Gewalt / Stalking

 

Netzwerk Gewaltschutz

Unter dem Namen «Netzwerk Gewaltschutz» wird das Projekt ZARtwerk (Netzwerk gegen Zwangsheiraten in Appenzell Ausserrhoden) nach dessen Ablauf 2017 mit einem erweiterten Fokus weitergeführt.

Das Netzwerk Gewaltschutz dient dem Informationstransfer unter Fachpersonen, der Weiterentwicklung von Präventionsmassnahmen und der gezielten Wissensvermittlung inner- und ausserhalb des Netzwerkes.

Der Themenbereich umfasst neu alle Formen von Gewalt und deren Prävention: Körperliche & häusliche Gewalt, Stalking, Zwangsheirat, Diskriminierung bezüglich Geschlecht, Herkunft und Religion, sexuelle Belästigung & Mobbing und Familienschutz. Die Aufzählung ist nicht abgeschlossen.

Ansprechperson: Carina Zehnder

Istanbul-Konvention

Die Schweiz hat am 14. Dezember 2017 das Übereinkommen des Europarats vom 11. Mai 2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) ratifiziert hat. Dieses Übereinkommen ist für die Schweiz am 1. April 2018 in Kraft getreten. Die Website Istanbulkonvention.ch informiert über die Konvention und deren Umsetzung in der Schweiz.

Gemeinsames Vorgehen von Bund und Kantonen

Auf nationaler Ebene ist das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) für die Umsetzung und die Berichterstattung an den Europarat zuständig. Das EBG koordiniert auch die  Umsetzung der Massnahmen des Bundes.
Auf interkantonaler Ebene koordiniert die Schweizerische Konferenz gegen Häusliche Gewalt (SKHG) im Auftrag der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren (KKJPD) und der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) die Umsetzung der Konvention.
Bund und Kantone haben ihre Zusammenarbeit in einem Umsetzungskonzept geklärt, das auch den Einbezug von Nichtregierungsorganisationen (NGO) vorsieht. Ein gemeinsamer Ausschuss von Bund und Kantonen sichert die laufende Absprache und eine aufeinander abgestimmte Umsetzung in der Schweiz.

Im November 2018 fand in Bern eine nationale Tagung zum Thema statt. Die Konferenz zeigte die Grundzüge der Istanbul-Konvention auf, informierte über die völkerrechtliche Verantwortung und den Monitoringprozess des Europarates. Beleuchtet wurde die Rolle von Bund, Kantonen und Nichtregierungsorganisationen im Umsetzungsprozess und wie sie ihre Zusammenarbeit im Hinblick auf eine integrale und koordinierte Politik gestalten. Auf der Website des EBG können die Unterlagen eingesehen werden.

Weitere Informationen:

Menschenhandel

Menschenhandel ist ein schweres Verbrechen, das grundlegende Menschenrechte und die Menschenwürde verletzt. Die Täterinnen und Täter machen sich die Armut oder Notlage anderer Menschen und ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft anderswo zunutze, um sie mit falschen Versprechen über Arbeits- oder Heiratsmöglichkeiten anzuwerben. Am Zielort werden die Opfer durch Drohung, Gewalt oder Schuldknechtschaft (z.B. zum Abzahlen ihrer Reiseschulden) in ein Abhängigkeitsverhältnis gebracht und ausgebeutet. Das Unrecht besteht in der Ausnützung einer Machtposition durch den Täter und in der Aufhebung des Selbstbestimmungsrechts des Opfers. Das Verbrechen findet in der Regel im Verborgenen statt, weshalb die Opfer von Menschenhandel in der Gesellschaft kaum sichtbar sind. Für die Täterinnen und Täter handelt es sich um ein äusserst lukratives Geschäft.

Menschenhandel steht in der Schweiz meist im Zusammenhang mit Migration. Die Schweiz ist primär Zielland und in einem geringeren Umfang auch Transitland für Menschenhandel. Am häufigsten ist hierzulande die Ausbeutung in der Prostitution, doch immer öfter werden auch Fälle von Menschenhandel  zwecks Arbeitsausbeutung bekannt.

Thema Menschenhandel auf der Website des Bundes: Fedpol.admin.ch
Beratungs- und Schulungszentrum Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung: Act212

Rassismus und Diskriminierung

Diskriminierungen aufgrund der Herkunft, Hautfarbe, Religion, der Lebensweise oder der Sprache kommen in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft vor. Menschen anderer Nationalitäten werden bei der Wohnungssuche benachteiligt oder am Arbeitsplatz von Kollegen oder Vorgesetzten abgelehnt. Ausländische Kinder und Jugendliche leiden unter Mobbing in der Schule oder werden bei der Lehrstellensuche nicht berücksichtigt. Auch klagen Betroffene über Diskriminierungen in der öffentlichen Verwaltung. Manchmal werden Menschen auch zu Unrecht als «Rassist oder Rassistin» bezichtigt (HEKS, 2020).

Die  Beispiele  für  Diskriminierung  und  Rassismus  sind  zahlreich.  Wo  steht  die  Schweiz,  was  den  Schutz  davor  angeht?  Auf  dem  Papier  hat  sie  Fortschritte  gemacht.  Aber  es  gibt  noch  viele  Lücken,  auch  wenn  in  der  Bundesverfassung  ein  Gleichheitsgebot  und  ein  Diskriminierungsverbot  existieren.  Letzteres  fand  mit  der  Verfassungsrevision  von  1999  Eingang  und  lautet:  «Niemand  darf  diskriminiert  werden,  namentlich  nicht  wegen  der  Herkunft,  der  Rasse,  des  Geschlechts,  des  Alters,  der  Sprache,  der  sozialen  Stellung,  der  Lebensform,  der  religiösen,  weltanschaulichen  oder  politischen  Überzeugung  oder  wegen  einer  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen  Behinderung.»  Die  Liste  ist  absichtlich  nicht  abschliessend,  damit  auf  Veränderungen  reagiert  werden  kann.  Daneben  existieren  auf  Bundesebene  die  Rassismus-Strafnorm  und  das  Bundesgesetz  zur  Gleichstellung  von  Menschen  mit  Behinderung (Amnesty International, Schweizer Sektion, 2020). 

Weitere Informationen zum Thema:

Sexuelle / Sexistische Belästigung am Arbeitsplatz

Belästigung am Arbeitsplatz verletzt die Persönlichkeit und Würde der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ist immer ein Zeichen von Machtmissbrauch und Missachtung. Sie behindert die Verwirklichung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsplatz, schadet dem Arbeitsklima und  kann die Arbeitsleistung der betroffenen Personen beeinträchtigen und zu psychischen, physischen und sozialen Problemen führen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen  (Gleichstellungsgesetz) verpflichten alle Arbeitgebenden, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu verhindern.

«Art. 5 Abs. 3 Gleichstellungsgesetz: Bei einer Diskriminierung durch sexuelle Belästigung kann das Gericht oder die Verwaltungsbehörde der betroffenen Person zudem auch eine Entschädigung zusprechen, wenn die Arbeitgeberinnen oder die Arbeitgeber nicht beweisen, dass sie Massnahmen getroffen haben, die zur Verhinderung sexueller Belästigungen nach der Erfahrung notwendig und angemessen sind und die ihnen billigerweise zugemutet werden können. Die Entschädigung ist unter Würdigung aller Umstände festzusetzen und wird auf der Grundlage des schweizerischen Durchschnittslohns errechnet.»

Auch Studien zeigen, dass sexuelle und sexistische Belästigung ein Thema ist. Aus der repräsentativen Erhebung «Risiko und Verbreitung sexueller Belästigung am Arbeitsplatz» (Strub/Schär-Moser 2008) geht hervor, dass sich 28.3 % der in einer repräsentativen Erhebung befragten Frauen und 10 % der Männer bezogen auf das gesamte Erwerbsleben sexuell belästigt fühlen. Die kürzlich erschienene Erhebung von gfs.bern liefert ähnliche Zahlen: 40 Prozent der befragten Frauen machen sich in ihrem Alltag Sorgen sexuell belästigt zu werden. Mehr als die Hälfte (59 Prozent) hat eine Belästigung in Form von unerwünschten Berührungen, Umarmungen oder Küssen erlebt. Davon fanden mehr als einen Drittel der sexuellen Belästigungen am Arbeitsplatz statt (siehe auch Factsheet «Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz»)

Weitere Informationen zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, Prävention im Unternehmen, Interventionen bei konkreten Fällen oder Musterreglementen und Merkblättern finden unter  www.ebg.admin.ch - Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

Strassenbelästigungsmusem Kurzfilm - Kampagne der Stadt Lausanne, wonach in der Stadt 72 Prozent der jungen Frauen innerhalb eines Jahres Opfer von Belästigungen wurden (ETH-Studie; nationale Zahlen existieren nicht). Zum Zeitungsbericht.

Weitere Informationen und Fachstellen:

Sexistische Werbung - Lauterkeitskommission

Die Schweizerische Lauterkeitskommission wurde 1966 von der KS Kommunikation Schweiz / CS Communication Suisse ins Leben gerufen. Sie ist eine neutrale, unabhängige Institution der Kommunikationsbranche zum Zweck der werblichen Selbstkontrolle. Jede Person ist befugt, kommerzielle Kommunikation, die ihrer Meinung nach unlauter ist, bei der Lauterkeitskommission zu beanstanden. Die Kommission besteht aus drei Kammern, in welcher Konsumentinnen und Konsumenten, Medienschaffende und Werbende paritätisch vertreten sind. Die Schweizerische Lauterkeitskommission spricht keine staatlich durchsetzbaren Urteile aus. Sie erlässt Empfehlungen mit dem Ziel, dass diese von den Werbetreibenden zukünftig umgesetzt werden und somit rechtliche Risiken von Klagen oder Strafverfahren vor staatlichen Behörden vermieden werden können.

Sexuelle Gewalt Kinder und Jugendliche

Sexuelle Gewalt ist kein seltenes Phänomen, sondern ein Thema, mit dem ein grosser Teil der Kinder und Jugendlichen in irgendeiner Form konfrontiert sind. Verschiedene Untersuchungen weisen darauf hin, dass sexuelle Gewalt auch unter Jugendlichen (beispielsweise Sexting) und Gewalt in jugendlichen Paarbeziehungen ähnlich verbreitet sind, wie häusliche Gewalt unter Erwachsenen. Gewalt gegen und unter Kinder und Jugendliche ist ein gesellschaftliches und kein individuelles oder familiäres Problem.

Das Departement Bildung und Kultur sowie das Departement Gesundheit und Soziales möchten durch Informationen auf die Thematik aufmerksam machen, sensibilisieren sowie Kinder und Jugendliche stärken.

Daher werden alle zwei Jahre eine Wanderausstellung zur Prävention von sexueller Gewalt in den Kanton für Schulklassen und die interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Für die Primarstufe die Wanderausstellung «Mein Körper gehört mir» und für die Oberstufe die Ausstellung «Ich säg was lauft».

Die Ausstellung «Mein Körper gehört mir» ist ein interaktives Ausstellungsprojekt der Stiftung Kinderschutz Schweiz zur Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder. Die Ausstellung stärkt Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und gibt ihnen Abwehrstrategien. Sie erfahren spielerisch und altersgerecht Wichtiges zum Thema «sexuelle Gewalt». Auch Eltern und Lehrpersonen bietet sie die Möglichkeit, sich mit der Problematik der sexuellen Ausbeutung auseinanderzusetzen und die Kinder damit vor Übergriffen und Gewalt zu schützen. Zielgruppe sind folglich nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern und die Lehrerinnen und Lehrer der am Projekt teilnehmenden Klassen. Zusätzlich erhöhen Informationen über Handlungsmöglichkeiten und Hilfsangebote den Schutz der Kinder vor sexueller Gewalt. Die Ausstellung wurde vom Kinderschutz Schweiz entwickelt und kann dort gemietet werden. Mehr zum Angebot erfahren Sie hier.

Vom 16. bis 27. März 2020 wird die Ausstellung «Mein Körper gehört mir» in Heiden zu sehen sein. Ziel der Ausstellung ist, Lernende des 3. bis 6. Schuljahres (1. bis 4. Primarklasse) in spielerischer Form im Selbstbewusstsein und Selbstbestimmungsrecht zu  stärken.

Informationen und  weitere Projekte sind auf der Webseite von Kinderschutz Schweiz vorhanden.

Weitere Informationen sind auf der Webseite Jugend und Gewalt sowie auch bei der Schweizerischen Kriminalprävention ersichtlich.

Projektverantwortliche: Irina Wedlich

Weibliche Genitalverstümmelung

Mädchen vor Genital­beschneidung schützen. Der 6. Februar ist der internationale Tag gegen weibliche Genital­verstümmelung (FGM/C). Auch in der Schweiz ist weibliche Genitalbeschneidung eine Realität. Gemäss neuesten Schätzungen sind bis zu 22'000 Mädchen oder Frauen von einer Genital­beschneidung bedroht oder betroffen. Was die Erkennung und den Schutz von gefährdeten Mädchen anbelangt, so kommt Fachpersonen verschiedener Berufsgruppen eine zentrale Rolle zu. Zu ihrer Unterstützung hat das Netzwerk gegen Mädchen­beschneidung Schweiz einen Leitfaden in Zusammenarbeit mit UNICEF Schweiz und Liechtenstein sowie Kinderschutz Schweiz zum Thema Genital­verstümmelung und Kindesschutz erarbeitet und ist auf der Webseite www.maedchenbeschneidung.ch/netzwerk abrufbar.

Siehe auch Terre des femmes, eine Menschenrechtsorganisation, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzt und geschlechtsspezifische Gewalt bekämpft.

 

Zusätzliche Informationen

Abteilung Chancengleichheit

Amt für Soziales
Kasernenstrasse 17
9102 Herisau
T: +41 71 353 64 26