Ehe & Partnerschaft

In der Phase der Familiengründung stehen viele Entscheide an. Sollen wir heiraten? Wollen wir Kinder? Wie teilen wir die Rollen in der Partnerschaft auf? Reicht unser Einkommen aus? Die Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität in St. Gallen steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung. Für binationale Beratungen steht Ihnen die Beratungsstelle für Familien, ebenfalls in St.Gallen, zur Verfügung.

Für Ziviltrauungen, sowie Beurkundungen von eingetragenen Partnerschaften ist das regionale Zivilstandsamt zuständig. Für Binationale Partnerschaften erhalten Sie hier vertiefte Informationen.

Allgemeine Informationen zur Ehe und Partnerschaft wie z.B. Eherecht, Güterrecht, Namensrecht usw., erhalten Sie auf folgendem Link.

Zusätzliche Informationen zum Thema Familie, Kinder & Jugend sowie zu verschiedenen Rollenmodellen finden Sie bei der Abteilung Chancengleichheit. Auch das Familienportal bietet Ihnen viele hilfreiche Tipps.

Sexualität und Gesundheit

Sexuelle Aktivitäten gehören zu einem gesunden Leben. In einer guten Partnerschaft fühlt man sich auch sexuell wohl, kennt den eigenen Körper und die eigenen Wünsche und respektiert den Partner oder die Partnerin. Das ist auch wichtig, wenn es mit dem Sex nicht klappt. Probleme beim sexuellen Verkehr sind häufig und normal. Sie können verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel körperliche Ursachen oder seelische Schwierigkeiten. Aber man kann etwas dagegen tun: Haben Sie Mut und sprechen Sie mit einem Arzt oder einer Ärztin darüber. Der Hausarzt oder die Hausärztin, eine Gynäkologin, ein Urologe oder eine Fachperson einer Beratungsstelle für Familienplanung können weiterhelfen.

Auch wenn Frauen keine Beschwerden haben, sollten sie sich spätestens ab 20 einmal im Jahr bei einem Gynäkologen oder einer Gynäkologin untersuchen lassen. Mit diesen Vorsorgeuntersuchungen lassen sich zum Beispiel Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkennen.

Sexualität und Krankheit

Wer sexuell aktiv ist, muss sich gegen ansteckende Krankheiten schützen. Grundsätzlich ist das Risiko für Frauen wie auch für Männer hoch, sich beim ungeschützten Sex mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken. Sicherheit hätte man nur, wenn sich Mann und Frau vor dem Sex ärztlich untersuchen lassen. Weil das schwierig durchzuführen ist, sollte man – besonders bei neuen oder wechselnden Kontakten – unbedingt Kondome (auch Präservative genannt) benutzen.

Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr kann man sich auch mit Viren anstecken, die Gebärmutterhalskrebs auslösen. Informieren Sie sich bei Ihrer Gynokologin oder Ihrem Gynokologen bezüglich den Möglichkeiten.

Einige sexuell übertragbare Krankheiten sind heilbar. Es gibt aber Ausnahmen: Aids und Hepatitis B sind zum Beispiel nicht heilbar. Die Immunschwäche Aids ist die Folge einer Infektion mit dem HI-Virus und kann zu verschiedenen schweren Erkrankungen und zum Tod führen.Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder an eine Beratungsstelle.

Informationen bietet ihnen zum Beispiel die Fachstelle für AIDS- und Sexualfragen oder die Website von migesplus (Broschüre für Männer / für Frauen).

Verhütung

Es gibt viele verschiedene moderne Verhütungsmethoden. Mit ihnen kann man verhindern, dass die Frau schwanger wird. Ein Paar sollte über die Wahl der passenden Verhütungsmethode gemeinsam sprechen. Ein Gespräch mit dem Hausarzt / der Hausärztin oder dem Gynäkologen / Gynäkologin hilft ebenfalls weiter. Für einige Methoden (z.B. die Pille) ist das Rezept eines Arztes notwendig.

Achtung: Nur mit der Verwendung von Kondomen schützt man sich vor einer ungewollten Schwangerschaft und gleichzeitig vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Kondome sind an vielen Orten erhältlich: im Supermarkt, in der Apotheke etc.

Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder nach Versagen eines Verhütungsmittels (z.B. abgerutschtem Kondom) kann die Frau die «Pille danach» einnehmen. Sie ist eine Notfallverhütung und verhindert eine ungewollte Schwangerschaft.

Sind Sie ungeplant oder ungewollt schwanger geworden, wenden Sie sich möglichst schnell an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder an eine Familienberatungsstelle. Falls Sie sich gegen das Kind entscheiden, gibt es die Möglichkeit, die Schwangerschaft in den ersten 12 Wochen straflos abzubrechen. Beratungsstellen können Ihnen bei dieser schwierigen Entscheidung helfen. Die dort arbeitenden Fachleute sind an die Schweigepflicht gebunden. Es gibt in jedem Kanton Beratungsstellen zu den Themen Schwangerschaft.

Auf den Websites santé sexuelle sowie migesplus finden Sie weitere Informationen zu diesen Themen.

Beratungsstellen und Informationen

Partnerschaft und Ehe sind schön und meistens verlaufen sie harmonisch. Wenn dennoch Fragen auftauchen, oder Probleme entstehen, stehen Ihnen folgende Beratungs-und Informationsstellen zur Verfügung.

Informationsstelle Integration INFI

Amt für Soziales
Sonnenhof 1
9102 Herisau

T: +41 353 64 61

infi@ar.ch

Standort

 

Öffnungszeiten Schalter:

Montags von 09:00 bis 12:30 Uhr