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Abfall

Weshalb es sich lohnt, den Abfall getrennt zu entsorgen, wohin Sonderabfälle gehören, was Hundehalterinnen und Hundehalter beachten müssen – zu diesen und weiteren Fragen erhalten Sie Antworten in dieser Rubrik.

Kosten Abfallentsorgung

Jeden Tag verursachen die Menschen unzählige Tonnen Abfall. Die Entsorgung und Vernichtung dieses Abfalls ist eine aufwändige Sache. So braucht es Mitarbeitende der Gemeinde, die den Abfall vor Ihrer Haustüre abholen; mit speziellen Kehrichtfahrzeugen transportiert man den Abfall in die Verbrennungsanlagen, wo er dann vernichtet wird. Dies alles verursacht hohe Kosten, weshalb die Gemeinde Abfallsack-Gebühren verlangt.

Wie in den meisten Orten gilt dabei auch in Ihrer Gemeinde das Verursacherprinzip. Das heisst: Je mehr Abfall Sie verursachen, desto mehr müssen Sie dafür bezahlen. Oder umgekehrt: Wenn Sie den Abfall getrennt entsorgen, werden Sie belohnt: Denn Sie brauchen weniger Abfallsäcke zu kaufen und sparen Geld.

Bei Nichteinhaltung der Entsorgungsnormen und bei illegaler Entsorgung von Abfall muss mit strafrechtlichen Konsequenzen gerechnet werden.

Und ein weiterer wichtiger Vorteil: Die getrennt entsorgten Abfälle lassen sich zu einem Grossteil wiederverwerten. Sie tragen also damit auch zum Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen bei. Beim Recycling (Wiederverwertung bereits benutzter Rohstoffe) gehört die Schweiz übrigens zur Weltspitze.

Offizielle Abfallsäcke oder Abfallmarken

Wenn Sie Ihren Haushaltsabfall entsorgen wollen, müssen Sie dafür die offiziellen Abfallsäcke oder Abfallmarken Ihrer Gemeinde kaufen und verwenden. Denn nur die offiziellen Abfallsäcke oder Abfallsäcke mit gut sichtbaren Abfallmarken werden mitgenommen.

Die offiziellen Abfallsäcke Ihrer Gemeinde erkennen Sie daran, dass sie entsprechend bedruckt sind.Im Kanton gibt es zwei Arten von Säcken: 

  • Walzenhausen und Reute: Hellgrauer Sack mit grüner Aufschrift
  • Alle anderen 18 Gemeinden: Weisser Sack mit orangem A

Es gibt sie in verschiedenen Grössen: Je grösser der Sack ist, desto mehr kostet er.

Abfallmarken werden auf normale, meist graue oder schwarze Abfallsäcke geklebt. Es gibt verschiedene Abfallmarken für verschieden grosse Abfallsäcke. Je grösser der Sack, desto teurer die Marke. Vergewissern Sie sich deshalb zuerst, welche Grösse Ihre Abfallsäcke haben.

Offizielle Abfallsäcke und Abfallmarken gibt es unter anderem an folgenden Verkaufsstellen: Migros, Coop, Volg, teils auch am Kiosk oder in Tankstellenshops. Fragen Sie an der Kasse danach.

Das Verbrennen von Abfällen im Freien ist in der Schweiz, mit wenigen Ausnahmen, verboten.

Für die Entsorgung von Sperrgut – wie etwa Matratzen, Möbel oder Teppiche – brauchen Sie spezielle Abfallmarken oder Gutscheine. Diese können Sie bei Ihrer Gemeinde beziehen.

NEU:

KUH-BAG's sind die neuen Abflassäcke für Plastikabfälle. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite www.kuh-bag.ch.

Abfalltrennung & Recycling

Je mehr Abfall Sie getrennt entsorgen, desto mehr können Sie sparen und unsere Umwelt schonen. Folgende Abfälle sind für die getrennte Entsorgung geeignet:

  • Altpapier und Karton
  • Flaschen und Gläser
  • Kompostierbare Küchenabfälle (wie beispielsweise Rüstabfälle von Obst und Gemüse oder verdorbene Früchte und verdorbenes Gemüse)
  • PET-Flaschen
  • Andere Plastikflaschen
  • Speiseöle
  • Textilien
  • Metalle, Aluminium und Konservendosen
  • Sperrgut
  • KUH-BAG's sind die neuen Abflassäcke für Plastikabfälle. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite www.kuh-bag.ch.

Es gibt viele Abfälle, die nicht in den Abfallsack gehören. Dazu zählen unter anderem:

  • Batterien, Akkus und Knopfzellen
  • Kaffeekapseln (Nespresso und andere Hersteller)
  • Leuchtstoffröhren, Entladungslampen
  • Stromsparlampen
  • Elektro- und Elektronikgeräte
  • Sonderabfälle

Welche Abfälle bei Ihnen zu Hause abgeholt werden und welche Sie selber zu den öffentlichen Sammelstellen bringen müssen, erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde. Wichtig dabei ist: Beachten Sie bitte die entsprechenden Vorschriften.

Der Abfallkalender Ihrer Gemeinde informiert Sie ausführlich, wie, wann und wo Sie die verschiedenen Abfälle getrennt entsorgen können. Diesen erhalten Sie automatisch von der Gemeinde zugestellt.

Sonderabfall

Als Sonderabfälle gelten jene Abfälle, die etwa wegen ihrer Giftigkeit oder anderer Eigenschaften speziell zu entsorgen sind. Unbedingt zu beachten ist dabei: Sonderabfälle gehören nie in den Abfallsack und auch nicht ins Abwasser. Informieren Sie sich im Abfallkalender Ihrer Gemeinde, wo diese Stoffe entsorgt werden können.

Dies sind die wichtigsten Sonderabfälle aus dem Haushalt:

  • Farben, Lacke, Klebstoffe, Säuren, Laugen, Entkalker, Abflussreiniger
  • Lösungsmittel, Pinselreiniger, Verdünner, Brennsprit
  • Medikamente
  • Quecksilber, Thermometer mit Quecksilber
  • Chemikalien, Gifte, Javel-Wasser
  • Spraydosen, Druckgaspatronen
  • Pflanzenschutzmittel, Holzschutzmittel
  • Schädlingsbekämpfungsmittel, Unkrautvertilger, Dünger
  • Andere Stoffe, die Ihnen unbekannt sind

Küchenabfall / Kompost

Viel Abfall entsteht Tag für Tag auch in der Küche. Einige dieser Abfälle können Sie kompostieren. Das heisst: Die Abfälle werden durch einen biologischen Prozess zu Kohlendioxid, Wasser und Humus umgewandelt. In den Kompost oder die Grünabfuhr gehören unter anderem:

  • Rüstabfälle von Obst und Gemüse
  • Speiseresten (auch Fleisch und Fisch)
  • Verdorbene Früchte und verdorbenes Gemüse
  • Kaffeesatz, Tee (mit Beutel, aber ohne Verpackung)
  • Zerkleinerte Eierschalen
  • Käserinde
  • Schnittblumen, Topfpflanzen und alte Blumenerde

Informieren Sie sich beim Hauswart oder bei Ihrer Gemeinde über die Möglichkeiten der Entsorgung von Grünabfällen.

Weitere Informationen zum Thema Kompost:

 

Kleider, Möbel und Kinderspielzeug

 

Alte Kleider gehören in die Kleidersammlung oder in Secondhand-Läden – allerdings nur, wenn sie sauber und noch brauchbar sind. Alte und noch intakte Möbel sowie Kinderspielzeug kann man ins Brockenhaus oder in Brockenstuben bringen. Am besten rufen Sie vorher an und erkundigen sich, was angenommen wird und was nicht. Möbel, die nicht mehr verwendet werden können, müssen als Sperrgut entsorgt werden.

Brillen, Handys und Bücher

Alte Brillen können Sie im Brillengeschäft wieder zurückgeben oder für karitative Zwecke spenden.

Alte Handys gehören nicht in den Abfallsack, weil sie zahlreiche wieder verwertbare Edelmetalle enthalten, aber auch Materialien, die umweltbelastend sind. Wenn Ihr altes Handy noch funktioniert, können Sie es entweder im Freundeskreis verschenken oder im Internet verkaufen. Oder Sie bringen es ins Geschäft zurück, in dem Sie es gekauft haben.

Alte Bücher können Sie in Brockenstuben, Brockenhäuser oder in Antiquariate (Buchhandlungen für alte Bücher) bringen. Sie können sie auch einfach verschenken oder in Tausch- und Handelsforen im Internet weitergeben.

Hundekot

Als Hundehalter/-in sind Sie dazu verpflichtet, den Kot Ihres Hundes vom Boden aufzuheben und zu entsorgen. Wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, nehmen Sie stets spezielle Hundekotsäcke mit. Hundekotsäcke können Sie unter anderem im Tierfachhandel kaufen oder bei den Robidogs gratis beziehen. Für die Entsorgung der Hundekotsäcke gibt es in den meisten Gemeinden sogenannte Robidogs. Das sind spezielle Abfallkübel für Hundekot.

Die meisten Robidog-Kästen befinden sich an den Plätzen und Spazierwegen, die Hundehalterinnen und Hundehalter am meisten benutzen. Wo dies in Ihrer Region der Fall ist, kann Ihnen die Gemeinde sagen.

Zusätzliche Informationen

Informationsstelle Integration INFI

Amt für Soziales
Kasernenstrasse 17
9102 Herisau

T: +41 353 64 61

infi@ar.ch

Standort

 

Kontaktperson: Evelina Brecht, Fachperson Informationsstelle Integration

Weitere Informationen zur Informationsstelle Integration INFI hier

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