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Sonderabgabe, Anrechnung Einkommen aus Erwerbstätigkeit

Erwerbstätige Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene leisten eine Sonderabgabe an die Kosten für die zuvor gewährte Sozialhilfe sowie für ein allfälliges Rechtsmittelverfahren, für die Ausreise oder andere Vollzugskosten. Die Sonderabgabe beträgt in der Regel zehn Prozent des Erwerbseinkommens. Der Arbeitgeber zieht diese vom Gehalt ab und überweist sie direkt dem Bund.

Erzielt ein Haushalt ein Erwerbseinkommen von höchstens 200 Franken monatlich, wird es der Sozialhilfe nicht angerechnet. Darüber hinaus gehende Einkommen werden angerechnet, soweit sie einen Freibetrag von 400 Franken pro Person und Monat (bei einem Beschäftigungsgrad von 100 %) übersteigen.

Werden erwerbstätige Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene von der Sozialhilfe unabhängig, bezahlen sie ihre gesamten Lebenshaltungskosten selber. Sie können nach Rücksprache mit der zuständigen Betreuung eine eigene Wohnung beziehen und bezahlen auch die Gesundheitskosten selber. Halten sich vorläufig Aufgenommene mehr als fünf Jahre in der Schweiz auf, können sie unter bestimmten Voraussetzungen eine dauernde Aufenthaltsbewilligung erhalten.