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Kindertagesstätten

Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass die für die Fürsorge für das Kind oder dessen Schutz verantwortlichen Institutionen, Dienste und Einrichtungen den von den zuständigen Behörden festgelegten Normen entsprechen, insbesondere im Bereich der Sicherheit und der Gesundheit sowie hinsichtlich der Zahl und der fachlichen Eignung des Personals und des Bestehens einer ausreichenden Aufsicht.“

(Kinderrechtskonvention vom 20. November 1989; in Kraft getreten in der Schweiz am 26. März 1997)

Familien haben unterschiedlichste Vorstellungen wie die ideale Betreuung ihrer Kinder aussehen soll. Ein mögliches Angebot der ausserfamiliären Betreuung bieten Kindertagesstätten. Kindertagesstätten sind Einrichtungen in denen regelmässig mehrere Kinder unter zwölf Jahren tagsüber von Fachpersonen betreut werden.

In Appenzell Ausserrhoden stehen verschiedene Kindertagesstätten zur Wahl. Sie leisten einen Beitrag zur Verwirklichung vielfältiger Familienmodelle und unterstützen die Kinder in ihrer sozialen, emotionalen, kognitiven, körperlichen und psychischen Entwicklung.

Aktuelles

Informationsanlass vom 5. April 2017

Am Informationsanlass vom 5. April 2017 haben der Direktor des Departements Gesundheit und Soziales, Dr. Matthias Weishaupt, sowie das Amt für Soziales die Leiter/-innen und Trägervertreter/-innen der Kindertagesstätten, über die Erfordernisse für den Betrieb einer Kindertagesstätte in Appenzell Ausserrhoden informiert. Im Weiteren über die Bedeutung und das Vorgehen in Bezug auf den Erlass der Richtlinien zur Basisqualität für Kindertagesstätten.

Präsentation Informationsanlass für Kindertagesstätten

Betriebsbewilligung / Verzeichnis der bewilligten Kindertagesstätten

Kindertagesstätten benötigen eine Betriebsbewilligung der kantonalen Behörde. Zuständig für die Erteilung der Betriebsbewilligung ist die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) von Appenzell Ausserrhoden. Die Prüfung der Voraussetzungen für die Bewilligung und die Aufsicht über die Kindertagesstätten obliegen dem Amt für Soziales.

Die Voraussetzungen und das Verfahren zur Erteilung der Betriebsbewilligung richten sich nach der Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern. Die Bewilligung wird auf die (pädagogische) Leitungsperson ausgestellt. Ein Leitungswechsel ist bewilligungspflichtig.

Von den Kindertagestätten zu unterscheiden sind folgende Betreuungsformen:

  • Stationäre Kinder- und Jugendeinrichtungen, welche Kinder und Jugendliche zur Erziehung, Betreuung, Ausbildung, Beobachtung oder Behandlung tags- und nachtsüber aufnehmen.
  • Spielgruppen und Hütedienste, welche Kinder stundenweise betreuen.
  • Mittagstische, welche Mahlzeiten und Betreuung für Kindergarten- und Schulkinder über die Mittagszeit anbieten.
  • Tagesfamilien, welche Kinder bis zum Schulaustritt tagsüber im eigenen Haushalt betreuen.

 

 

Richtlinien zur Basisqualität

In Bearbeitung

Aufsicht

Die Aufsicht hat zum Ziel, das Wohl und den Schutz von Kindern die ausserhalb ihrer Familie betreut werden, zu gewährleisten. Verschiedene Beteiligte tragen dafür die Verantwortung (siehe Abbildung). Aufsicht erfordert ein Zusammenwirken der verschiedenen Akteure. Aufgabe aller Verantwortlichen ist es, sich für die Betreuungsqualität in der Kindertagesstätte einzusetzen. Allfällige Mängel müssen erkannt und zeitnahes Handeln bei Bedarf gewährleistet werden.

Periodische Aufsichtsbesuche oder auch die fachliche Beratung von Trägerschaften und Leitungen durch das Amt für Soziales tragen zum Gelingen dieser Allianz bei. Mit einer regelmässigen Selbstbeurteilung durch die Kindertagesstätte und einer Berichterstattung an das Amt für Soziales bestätigt das oberste Leitungsorgan der Kindertagesstätte als internes Aufsichtsorgan, dass die erforderlichen Qualitätsstandards erfüllt werden.

Das Amt für Soziales führt im Rahmen der Aufsicht periodische Aufsichtsbesuche bei den Kindertagesstätten durch. Dabei wird geprüft, ob die Voraussetzungen für die Erteilung der Bewilligung weiterhin erfüllt sind und ob die damit verbundenen Auflagen und Bedingungen eingehalten werden.

Im Zusammenhang mit der Bewilligung und Aufsicht bietet das Amt für Soziales den einzelnen Institutionen fachliche Beratung an.

Periodische Selbstbewertung und Berichterstattung

In Bearbeitung

Finanzierung

In Appenzell Ausserrhoden sind Kindertagesstätten in der Regel private Einrichtungen, die von Vereinen getragen werden. Einige Kindertagesstätten werden von Gemeinden geführt. Teilweise leisten Gemeinden Finanzierungsbeiträge. Detaillierte Auskünfte finden Sie auf den einzelnen Websites der Kindertagesstätten (siehe Verzeichnis) oder durch persönliche Auskunft der Kindertagesstätten.

Das Impulsprogramm des Bundes fördert die Schaffung zusätzlicher Plätze für die Tagesbetreuung von Kindern. Das Parlament hat im September 2014 die zweite Verlängerung des Impulsprogramms um vier Jahre bis 31. Januar 2019 beschlossen und dazu einen neuen Kredit von 120 Millionen Franken bewilligt. Über die Gewährung der Finanzhilfen entscheidet das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV), welches die Kantone zuvor anhört. Gesuche können jedoch nur für Einrichtungen eingereicht werden, die neu eröffnen oder ihr Angebot wesentlich erweitern.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV).