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Vogelgrippe

Auftreten von Vogelgrippe in der Schweiz – Massnahmen für Geflügelhaltende in Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden

Bei einer Möwe und einem Greifvogel im Kanton Schaffhausen wurde das Vogelgrippe-Virus HPAI H5N4 nachgewiesen. Massnahmen zum Schutz des Hausgeflügels wurden bereits am 22. Januar 2021 eingeleitet und müssen zurzeit nicht erweitert werden. Dies ist der erste Fall von Vogelgrippe in der Schweiz in diesem Winter.

Gemäss aktuellen Informationen ist der gefundene Virusstamm nicht auf den Menschen übertragbar, unter Vögeln aber sehr ansteckend und insbesondere für Hausgeflügel krankmachend.

Kontroll- und Beobachtungsgebiete

Mit Verordnung des BLV über Massnahmen zur Verhinderung der Einschleppung der Aviären Influenza in die schweizerische Hausgeflügelpopulation vom 22. Januar 2021 werden die Kontroll- und Beobachtungsgebiete festgelegt:

  • Als Kontrollgebiet gelten Uferstreifen von 1 km Breite um die im Anhang 1 Ziffer 1 der Verordnung aufgeführten Gewässer und Gewässergruppen. In Appenzell Ausserrhoden betrifft das Teile der Gemeinden Lutzenberg und Walzenhausen.
     
  • Als Beobachtungsgebiet gelten Uferstreifen von 3 km Breite um die im Anhang Ziffer 2 aufgeführten Gewässer und Gewässergruppen. In Appenzell Ausserrhoden betrifft das Teile der Gemeinden Heiden, Lutzenberg, Walzenhausen, Wolfhalden; in Appenzell Innerrhoden betrifft das Teile der östlichen Exklave des Bezirks Oberegg.

 

Karte Kontroll- und Beobachtungsgebiete in Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden

Vorgehen beim Fund toter Wildvögel

Personen, die auf Vogelkadaver stossen, werden gebeten, diese nicht zu berühren und sich an einen Wildhüter oder an die Kantonspolizei zu wenden.

Registrierungspflicht für Geflügelhaltende

Alle Geflügelhaltungen müssen beim kantonalen Landwirtschaftsamt gemeldet sein. Geflügelhaltende, welche noch nicht registriert sind, müssen sich umgehend beim kantonalen Landwirtschaftsamt melden:

Massnahmen in den Kontrollgebieten

  • Futter- und Tränkestellen dürfen für Wildvögel nicht zugänglich sein.
    Gänse- und Laufvögel (Straussen, Emus etc.) müssen getrennt vom übrigen Hausgeflügel gehalten werden.
  • Wenn Auslaufflächen weiterhin genutzt werden, sind sie mit einem Netz mit höchstens 4 cm Maschenweite abzudecken.
  • Können diese Auflagen nicht eingehalten werden, so darf das Hausgeflügel nur in geschlossenen Ställen oder in anderen geschlossenen Haltungssystemen mit einer überstehenden, dichten Abdeckung nach oben sowie vogelsicheren Seitenbegrenzungen gehalten werden.
  • In jedem Fall müssen die Mindestanforderungen an die Haltung von Geflügeln nach der Tierschutzverordnung jederzeit gewährleistet sein.
  • In Geflügelhaltungen müssen Hygienemassnahmen angewendet werden: Geflügelhaltungen mit mehr als 100 Stück Geflügel müssen eine Hygieneschleuse einrichten. Für Kleinhaltungen wird die Einrichtung einer Hygieneschleuse empfohlen. Der Tierbereich (inkl. Aussenklimazone) darf nur über die Hygieneschleuse mit stalleigenen Stiefeln, Kleidern und gewaschenen und desinfizierten Händen betreten werden.
  • Wenn mehr als 100 Hühnervögel gehalten werden, müssen Aufzeichnungen zu umgestandenen Tieren und besonderen Krankheitszeichen machen werden.
  • Geflügelhaltende müssen einer Tierärztin / einem Tierarzt oder dem Veterinäramt melden, wenn sie bei ihren Tieren respiratorische Symptome oder ein Rückgang der Legeleistung oder eine Abnahme der Futter-/Wasseraufnahme feststellen. Bei Kleinhaltungen mit bis zu 100 Tieren ist eine Meldung zu machen, wenn mehr als 2 Tiere in einer Woche sterben.

Massnahmen in den Beobachtungsgebieten

  • Die Einrichtung von Hygieneschleusen wird dringendst empfohlen.
  • Wenn mehr als 100 Hühnervögel gehalten werden, müssen Aufzeichnungen zu umgestandenen Tieren und besonderen Krankheitszeichen machen werden.
  • Geflügelhaltende müssen einer Tierärztin / einem Tierarzt oder dem Veterinäramt melden, wenn sie bei ihren Tieren respiratorische Symptome oder ein Rückgang der Legeleistung oder eine Abnahme der Futter-/Wasseraufnahme feststellen. Bei Kleinhaltungen mit bis zu 100 Tieren ist eine Meldung zu machen, wenn mehr als 2 Tiere in einer Woche sterben.