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Meldeverfahren für kurzfristige Tätigkeit

Grundsätzlich besteht eine Bewilligungspflicht für jede in der Schweiz ausgeübte Erwerbstätigkeit ausländischer Personen oder Unternehmen mit Sitz im Ausland.

Das Abkommen über die Personenfreizügigkeit sieht jedoch vor, dass die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von höchstens drei Monaten oder 90 Tagen innerhalb eines Kalenderjahres gestützt auf eine einfache Voranmeldung zulässig ist. In diesem Fall wird keine Bewilligung benötigt.

Zuständig für Meldeverfahren ist das kantonale Arbeitsinspektorat.

Thema: Meldeverfahren und Entsendung


Bewilligungsverfahren

Im Sinne des Freizügigkeitsabkommens wird für eine Erwerbstätigkeit von mehr als drei Monaten bzw. 90 Tagen Dauer innerhalb eines Kalenderjahres eine Aufenthaltsbewilligung benötigt. Die Ausübung einer Erwerbstätigkeit untersteht nach wie vor der Pflicht zur Einholung der entsprechenden Bewilligung vor dem Beginn der Tätigkeit. Eine Garantie für die Erteilung der Bewilligung kann aber nicht gegeben werden. Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Bewilligung.

Einzureichen sind: Gesuch Ausländerbewilligung A1, Entsendebestätigung, Kopie Arbeitsbestätigung, Kopie Reisepass

Formulare 


Grenzgänger Bewilligung (G)

Voraussetzungen

Grenzgänger Bewilligungen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit können nur Führungskräften, Spezialistinnen und Spezialisten und anderen qualifizierten Arbeitskräften erteilt werden. Der Hauptwohnsitz des Grenzgängers/der Grenzgängerin muss sich in der Grenzzone eines der benachbarten Staaten der Schweiz befinden: Deutschland, Frankreich, Fürstentum Liechtenstein, Italien oder Österreich. Zudem muss der Grenzgänger/die Grenzgängerin in seinem/ihrem Aufenthaltsstaat über eine gültige Aufenthaltsgenehmigung verfügen. Auskünfte zu Fragen über die Gebiete/Ortschaften der im Rahmen der einzelnen Grenzgänger Abkommen anerkannten ausländischen Grenzzonen sind bei den Arbeitsmarktbehörden der angrenzenden Schweizer Kantone erhältlich. Die Rückkehr an den Wohnsitz im Ausland muss nur einmal wöchentlich erfolgen. Wochenaufenthalter haben sich bei der Schweizer Wohngemeinde anzumelden.

Folgende Unterlagen/Dokumente sind vollständig dem Gesuch A1 beizulegen:

  • Passfoto im Standardformat
  • Kopie des gültigen Reisepasses
  • Kopie des Aufenthaltstitels im Wohnstaat
  • aktuelle Wohnsitzbescheinigung (ausgestellt durch die Wohnortbehörde)
  • Strafregisterauszug
  • Kopie Arbeitsvertrag
  • Lebenslauf (Ausbildung, bisherige Berufsausbildung und Berufserfahrung), Diplom(e) und Zeugnis(se)
  • Nachweis erfolgloser Suchbemühungen um eine hochqualifizierte Arbeitskraft im Inland und in den EU/EFTA-Staaten (Die Stelle muss dem RAV gemeldet sein.) 
  • Begründung durch den Arbeitgeber für den Bedarf einer ausländischen Arbeitskraft

Bewilligungspraxis Au-pair aus Drittstaaten

Der Bundesrat hat am 28. November 2014 eine Teilrevision der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) verabschiedet, welche seit dem 1. Januar 2015 in Kraft ist. Mit der Teilrevision wurden die Höchstzahlen für gut qualifizierte Arbeitskräfte aus Ländern ausserhalb der EU/EFTA gekürzt.

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat im Hinblick auf das gesamtwirtschaftliche Interesse entschieden, keine Au-pairs aus Drittstaaten zulasten der Kontingente zum Arbeitsmarkt mehr zuzulassen. Zukünftig können nur noch Bewilligungen für Au-pairs aus EU/EFTA-Staaten erteilt werden.



Musikerinnen und Musiker sowie Künstlerinnen und Künstler in Clubs/Bars/Restaurants

Für Musiker und Musikerinnen sowie Künstler und Künstlerinnen aus Drittstaaten nach Art. 19 Abs. 4 Bst b VZAE ist der Aufenthalt und die Erwerbstätigkeit in Clubs/Bars/Restaurants besonders geregelt.

siehe Anhänge zu Ziff. 4.7.12.2

Bei Nichterfüllung der Bewilligungsvoraussetzungen werden die Gesuche in kantonaler Kompetenz abgewiesen.


Erotikgewerbe

Für Personen aus Drittstaaten ist die Erwerbstätigkeit als Cabaret-Tänzerin in der Schweiz seit dem 1. Januar 2016 nicht mehr möglich. Art. 34 Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) wurde aufgehoben.

Thema: Aufhebung Cabaret-Tänzerinnen-Statut 

 

Amt für Wirtschaft und Arbeit

  • Regierungsgebäude
  • 9102 Herisau
  • T: +41 71 353 64 35
  • F: +41 71 353 62 59